“Wegwerfarbeiter” in Japans AKWs?

“Arme Teufel” nennen sie die einen, “Helden” die anderen: zumindest 50 sollen nun Japan – und die ganze Welt – vor der tödlichen Radioaktivität schützen. Doch sie sind offenbar seit Jahrzehnten Teil des ganz  “normalen” Arbeitsalltags in (Japanischen) Atomkraftwerken und werden dort “Wegwerfarbeiter” genannt …

In der gestrigen aktuellen Stunde des WDR berichtet Korrespondent Robert Hetkämper, dass der AKW-Betreiber Tepco seit Jahrzehnten für gefährliche Arbeiten gerne Obdachlose, Gastarbeiter, Arbeitslose und sogar Minderjährige heranzieht.  “Wegwerfarbeiter” würden sie in Japan genannt, weil sie, wenn sie “halbwegs verstrahlt” seien, einfach wieder gefeuert würden, wie der Journalist von einem Japanischem Arzt erfuhr. Eine schamlose, menschenverachtende Ausbeutung von Menschen, die keine andere Arbeit bekommen …

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Aktueller Arbeitsklima Index: Arbeitszufriedenheit auf tiefstem Wert seit 2006

Mögen WirtschaftsforscherInnen und PolitikerInnen auch das Ende der Krise herbeireden, möge die Wirtschaft auch stärker wachsen als vorhergesagt: die ArbeitnehmerInnen empfinden die herrschende Situation alles andere als rosig.

So beträgt der Arbeitsklima-Index – herausgegeben von der AK Oberösterreich – derzeit (Herbst 2010) 107 Punkte und liegt dabei drei Punkte unter dem Index des Frühjahrs 2010 und erreicht den tiefsten Wert seit 2006.

Arbeitszufriedenheit bei Frauen schwächer

Lag die Arbeitszufriedenheit bei den Frauen im Frühjahr 2010 noch bei 111 Punkten, ist diese bis Herbst auf 107 Punkte gesunken. Jene der Männer lag im Frühjahr bereits bei schwächeren 108 Punkten um bis zum Herbst auf 106 zu sinken.

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Verweichlicht oder prekär?

Die einen erwartet “Karoshi” – Tod durch Überarbeiten, die anderen können sich als “Freeters” im Internet-Café gerade noch eine Schlafbox leisten – das ganz normale Arbeitsleben in Japan …

“Freeter”, eine Wortschöpfung aus dem englischen “freetime” und der Endung des deutschen Wortes “Arbeiter”, bezeichnete laut ARTE in den 90er Jahren Aussteiger, die nicht – wie in Japan üblich – ihr ganzes Leben einer Firma widmen wollten, sondern sich lieber mit Minijobs durchschlugen, um mehr Zeit zur freien Verfügung zu haben. Heute benennt es (hauptsächlich) junges Jobpräkariat, das in der japanischen Leistungsgesellschaft auch zu extrem hohen Selbstmordraten unter jungen Leuten führt. Einfach “zu verweichlichte Jugend”, wie es ein Japaner in der Dokumentation “Tokyo Freeters” meint? Seht selbst!

Teil 1 (von 4)

die weiteren Teile sind hier verfügbar

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ArbVG: Nationalratsgewerkschaftlicher Kniefall

Nun liegt es vor, das Ergebnis der namentlichen Abstimmung im Parlament über die Verschlechterungen der betriebsrätliche Mitbestimmung bei leistungsbezogenen Prämien und Entgelten (§§ 96 u. 97 ArbVG), die – das sei in Erinnerung gebracht – getrennt vom restlichen Gesetzestext abgestimmt wurden. Und: kein einziger/keine einzige ArbeitnehmerInnenvertreterIn im Nationalrat - ob rot oder schwarz – stimmte dagegen! den ganzen Artikel lesen … »

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Adé betriebliche Mitbestimmung – wo war Katzian?

Die Würfel sind gefallen – die betriebsrätliche Mitbestimmung bei “leistungsbezogenen Prämien und Entgelten” ebenso ….

Die Spannung erreichte gestern ihren Höhepunkt: die Änderung des Arbeitsverfassungsgesetzes, welche in diesem wesentlichen Punkt eine massive Verschlechterung bringen würde, stand im Parlament zur Abstimmung. GPA-djp-Vorsitzender und Abgeordneter zum Nationalrat Katzian, der noch beim GPA-djp-Bundesforum seinen massiven Einsatz versprach, glänzte durch Abwesenheit. Welche wichtigeren Termine ihn verhinderten, wissen wir nicht, nur so viel: bei den Kollektivvertragsverhandlungen war er nicht, im Parlament war er nicht – vielleicht war ein wichtiges AUSTRIA-Fussballmatch ….

Die restlichen SP-GewerkschafterInnen in Parlament taten sich bei der Debatte durch Schweigen oder Zustimmung hervor.

Doch nun der Reihe nach: nach Hinweis durch die AUGE/UG wurde die GPA-djp mit einer Unterschriftenaktion und Presseaussendung, die Grünen im Parlament aktiv: erst im Sozialausschuss, letztlich im Plenum, wo sie eine getrennte Abstimmung der beiden verschlechternden Paragrafen erwirkten. Diese ging dann mit 100 zu 68 Stimmen für die Verschlechterungen aus … Das demnächst vorliegende  Ergebnis der namentlichen Abstimmung wird noch das Abstimmungsverhalten der GPA-djp-FunktionärInnen erhellen. Was mit den 2.600 Unterschriften bei der GPA-djp passiert(e), ist uns nicht bekannt … den ganzen Artikel lesen … »

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Urgent Action: Beschneidung der betrieblichen Mitbestimmung verhindern!

Am 17. November wird im Nationalrat eine Novelle des Arbeitsverfassungsgesetzes behandelt werden, die den jahrelangen und erfolgreichen Kampf von Betriebsratskörperschaften und der GPA-djp rund um leistungs-und erfolgsbezogene Entgeltsysteme mit Zielvereinbarungen zunichte macht: § 96 Abs.1 Z.4 ArbVG soll so geändert werden, dass nur mehr Akkordlöhne und akkordähnliche Entgeltformen erfasst werden. Die in diesem Passus des ArbVG jetzt erwähnten “sonstigen” leistungsbezogenen Prämien und Entgelte, die “auf Arbeits(Persönlichkeits)bewertungsverfahren, statistischen Verfahren, Datenerfassungsverfahren, Kleinstzeitverfahren oder ähnlichen Entgeltfindungsmethoden beruhen…”, sollen ersatzlos gestrichen werden!

Wenn im Betrieb – was im Angestelltenbereich häufig vorkommt – regelmäßige Prämien, Boni aufgrund von guter Leistung oder Kleinstzeitverfahren (z.B. REFA) angewendet werden, dann soll der Betriebsrat in Zukunft nicht mehr mitreden können

fasst der Blog der Abteilung Arbeit & Technik der GPA-djp unter SOS-Mitbestimmung zusammen.

Damit das nicht passiert, bist DU gefragt! Schicke dringend mails an die Spitze der ArbeitnehmerInnenvertretung, wie es auch die Betriebsratsvorsitzende von Novartis bereits in einem Brief an den ÖGB-Präsidenten getan hat!

  • ÖGB-Präsident Erich Foglar: erich.foglar@oegb.at
  • Leiter der ÖGB-Grundsatzabteilung Bernhard Achitz: bernhard.achitz@oegb.at
  • AK-Präsident Herbert Tumpel: herbert.tumpel@akwien.at
  • AK-Direktor Werner Muhm: werner.muhm@akwien.at den ganzen Artikel lesen … »

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Kennen Sie “Semco”?

Über demokratische Unternehmen verschiedener Ausprägung und die Auswirkungen auf das generelle Handeln von dort Beschäftigten im Alltag, haben wir im Beitrag “Chefs wählen …” ja schon berichtet. Weil uns aber jedes neue Beispiel neue Hoffnung gibt, verweisen wir gerne auch auf einen Eintrag im Belvederegassen-blog, in welchem über die Firma Semco u.a. zu lesen ist:

Nun stelle sich mann/frau allerdings vor: da gibt es ein Unternehmen, einen Konzern mit knapp 3.000 MitarbeiterInnen. Also ein Großunternehmen, kein Klein- oder Mittelbetrieb. Diese MitarbeiterInnen wählen ihre Vorgesetzten und bestimmen ihre eigenen Arbeitszeiten und Einkommen.
Es gibt keine Geschäftspläne, keine Personalabteilung, fast keine Hierarchie. Gewinne werden per Abstimmung aufgeteilt, Gehälter und sämtliche Geschäftsbücher für alle einsehbar, …

Um mehr über Semco zu erfahren, klicken sie einfach hier!

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Facebook und seinen Auswirkungen auf die Arbeitswelt

Facebook, YouTube und andere Social Media erfreuen sich größter Beliebtheit – und allzu oft sehr unbedachter Verwendung. Dass auch ArbeitgeberInnen gerne einen Blick in diese Netzwerke werfen, um sich über ihre (potentiellen) MitarbeiterInnen zu informieren und entsprechende Konsequenzen zu ziehen, ist zwar nicht neu, muss aber anscheinend immer wieder in Erinnerung gerufen werden.

Den Teufel an die (Facebook-Pin-)Wand malt die Abteilung Arbeit und Technik der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier in ihrem Blog-Beitrag sehr übersichtlich und informativ, mit Beispielen über Facebook-Auswirkungen auf die Arbeitswelt und hilfreichen Tipps zu einem sorgsameren Umgang mit den elektronischen Sozialen Netzwerken.

Mein Tipp: Lesen – Verstehen – Anwenden!

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“Ver.di, Be Cool! Stop Global Warming!”

… das war die Botschaft einer Gruppe GewerkschafterInnen bei der 1. internationalen ver.di Sommeruniversität in Berlin, die unter großem Beifall Vorsitzenden Frank Bsirske eine entsprechende Resolution übergab. Die Botschaft fordert den ver.di Bundesvorstand dazu auf, endlich ein solares Zeichen zu setzen und auf allen ver.di Bildungseinrichtungen genossenschaftlich organisierte “ver.di Solaranlagen” zuzulassen.

Ausserdem wurden die Informationen für Entscheidungsträger des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) zum Klimawandel übergeben, da einhellige Empörung darüber bestand, dass die Entscheidungsträger der Industrienationen wider besseren Wissens einzig ihre Profitinteressen verfolgen und den Klimaschutz vernachlässigen. Dazu berichteten KollegInnen aus den südlicheren Ländern authentisch über den Raubbau der Konzerne an ihren Rohstoffquellen.

Darüber hinaus wurde Frank Bsirske auch der “Erneuerbaren Energien 2020 Potenzialatlas Deutschland” übergeben, da die ver.di KollegInnen aus Deutschland dazu aufgefordert worden sind, ihre gewerkschaftlichen Beschlüsse zur Kohle, insbesondere zur Braunkohle, zu überdenken.

Die AktivistInnen erwarten nunmehr gespannt die ver.di-Reaktionen.

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Hat ihr Arbeitsvertrag unerwünschte Nebenwirkungen ?

Die Risiken und Nebenwirkungen der All-inclusive-Verträge nimmt sich die GPA-djp derzeit in einem Aktionsschwerpunkt vor. Auf dem Informations- & ServiceBlog der GPA-djp findet sich eine Menge Informatives – vom All-in-Check über Broschüren bis zu Veranstaltungsterminen und Gratis-Beratungsangeboten. Einfach Reinschauen!

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