Vorerst einmal keine Lohnanpassung im privaten Gesundheits- und Sozialbereich des BAGS-KV wie auch der Caritas. Ein Bericht von Stefan Taibl, BR-Vorsitzender im Sozialbereich und AUGE/UG-Vertreter im WB 17 der GPA-djp.
Vorneweg einmal: die Gewerkschaften GPA-DJP und Vida forderten erstmals einen Reallohnzuwachs für den chronisch unterbezahlten Bereich des BAGS-KV. Dieser KV umfasst alle Beschäftigten im privaten Gesundheits- und Sozialbereich. Die Forderung der Gewerkschaften lag bei 4,1 %, die Arbeitgeberseite kam mit dem Beamtenabschluss in die Verhandlung: 2,95 %.
Arbeitgeberseite bewegt sich nicht … außer vom Verhandlungstisch
Nach 12 Stunden Verhandlung vom 12. auf 13. Jänner 2012 bewegte sich die Arbeitgeberseite auf 3,05 %: ein „ganzes“ Zehntel-Prozent! Und brach mit Nichtannahme dieses Vorschlages seitens der ArbeitnehmerInnenseite die Verhandlungen ab.
Eingestellt von christinerudolf am 31. Oktober 2011
Es war ein spannendes und erkenntnisreiches #sbsm-Camp!
Ein Bericht von Christine Rudolf
Von 19.-20.10.2011 fand im ÖGB-Haus das #sbsm-camp statt. Dabei gings um “Soziale Bewegungen und Social Media” -- im Rahmen einer sozusagen interaktiven Vertiefung des gleichnahmigen Buches.
Es gab viele Podiumsdiskussionen, kleinere workshops, aber auch gemeinsame interaktive Diskussionen. Verschiedene Kampagnen und Beispiele für Soziale Bewegungen wurden ebenso erläutert, als auch Zeit und Raum für neue Ideen, Initiativen und zum Vernetzen war.
700 wurden erwartet. 1.500 kamen. Und demonstrierten unter dem Motto “Zeit für Menschlichkeit” für bessere Arbeitsbedingungen und gegen die geplanten Einsparungen im Wiener Gesundheitsbereich, insbesondere im Bereich der Wiener Krankenanstalten. Wolfgang Weber von Wien.TV hat für die KIV/UG und die AUGE/UG mitgefilmt und Betroffene -- Beschäftigte wie PersonalvertreterInnen -- zu Wort kommen lassen.
„Zeit für Menschlichkeit“ – so lautet die Kampagne der Hauptgruppe II (Gesundheitsberufe) der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten die heute, am 14. September 2011 um 19.00 mit einer Demonstration hinter dem Wiener Rathaus startet. 700 Beschäftigte aus den Wiener Krankenhäusern werden zur Kundgebung erwartet. Zentrale inhaltliche Forderung der Gewerkschaftsinitiative: die deutliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen im städtischen Gesundheitsbereich.
30.000 Beschäftigte arbeiten im KAV, im Wiener Krankenanstaltenverbund. 1.200 Beschäftigungsverhältnisse sind derzeit „vakant“, so Bernhard Harreiter, Vorsitzender der Hauptgruppe II, im Standard. Drohen nicht nachbesetzt zu werden, weil es der Gemeinde Wien angeblich an Geld fehle. Die angekündigten Sparmaßnahmen im Wiener KAV drohen den Arbeitsdruck auf die Beschäftigten im Gesundheitsbereich noch weiter zu erhöhen. In einem Bereich wo die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten ohnehin bereits die Grenze der Belasbarkeit erreicht haben.
Außerparlamentarische Enquete am 19.9.2011 – Schwerpunkt Pflege
Die Gewerkschaften GPA-djp und Vida laden zur Außerparlamentarischen Enquete in die AK- Wien. Nachdem bis dato immer noch keine parlamentarische Enquete zum Thema – wie ursprünglich im Rahmen der Kampagne und Unterschriften-Aktion “Soziale Arbeit ist mehr wert!” gefordert – stattgefunden hat und auch zweifelhaft ist, ob eine solche jemals stattfinden wird, haben sich nun die Gewerkschaften GPA-djp und vida dazu entschlossen nun eine entsprechende „außerparlamentarische Enquete“ zu veranstalten.
Zeit: 19. September, 10.30 bis 16.00 Uhr Ort: Bildungszentrum der AK Wien, Theresianumgasse 16 bis 18, 1040 Wien
Die Gewerkschaften GPA-djp und vida haben heute ihr Finanzierungsmodell für die Pflege in Österreich vorgestellt. Ein sehr erfreuliches Papier.
Kosten der Pflege bis 2030: von 4 Mrd. 2010 auf 8,5 Mrd. 2030
Laut Prognose der Statistik Austria wird die Zahl der über 75-jährigen Menschen von derzeit knapp über 660.000 bis 2030 auf über eine Million ansteigen: jede/r neunte BewohnerIn Österreichs wird dann über 75 Jahre alt sein.
Mit der Alterung unserer Gesellschaft steigt natürlich der Pflegebedarf. Weiters ist davon auszugehen, dass der extrem hohe Anteil bislang informell (nämlich 80 %!) erbrachter Pflege- und Betreuungsleistungen – überwiegend von weiblichen Haushalts- bzw. Familienangehörigen – aufgrund steigender Erwerbstätigkeit, rückgängier Geburtenrate und wachsender Einpersonenhaushalte deutlich zurückgehen wird.
Am 10. Juni 2011 fand am Grazer Mariahilferplatz der Tag der „einzelnen” Härtefälle statt. Dem Aufruf der Plattform 25, dass Betroffene des Kürzungsbudgets ihre Geschichte öffentlich machen, sind binnen kürzester Zeit 85 Betroffene gefolgt.
Ausgesprochen bewundernswert sind die AktivistInnen der “Plattform 25″, die in der Steiermark gegen die Kürzungen des Sozialbudgets kämpfen: Nicht nur, . . . → Weiterlesen von Plattform 25: Tag der “einzelnen” Härtefälle
In Wien hat sich im Mai 2011 eine neue Interessensvertretung sozialer Dienstleistungsunternehmen für Menschen mit Behinderung (IVS Wien) gegründet, die sich als „politisch unabhängige Dialog-Plattform“ versteht und sich für verbesserte Rahmenbedingunge n und die rasche Umsetzung der UN-Behindertenrechstkonvention einsetzt.