Home // 2009 // Februar

Telekom-Skandal: Schieszler geht nicht wirklich – und weiter?

Nach dem „Videoskandal“ auf der Internetplattform YouTube muss Gernot Schieszler also strafweise die Personalagenden abgeben. Zumindest in diesem Fall zeigt sich der Telekom-Austria Vorstand kulant. Schieszler bleibt Vorstandsmitglied bei vollen Gagen, und gibt die Personalagenden an Hannes Ametsreiter ab.

Alles in Ordnung? Mitnichten. Der Nachfolger Ametsreiter sitzt bei besagter Investorenkonferenz neben Schieszler, und nimmt das Gehörte ohne mit der Wimper zu zucken auf. Read more [+]

Demokratie und Solidarität im Betrieb

FĂĽr abhängig Beschäftigte endet bislang Demokratie weitgehend vor den Betriebstoren. Im Rahmen des Solidarische Ă–konomie-Kongresses vom 20.-22. Februar 2009 in Wien beschäftigt sich der workshop ‚Demokratie und Solidarität im Betrieb‘ u.a. mit folgenden Fragen: (Wie) Können mĂĽhsam erkämpfte BĂĽrgerInnenrechte, wie etwa das Recht auf freie MeinungsäuĂźerung, auch in den Arbeitsbeziehungen Anwendung finden? Wie entsteht Bewusstsein fĂĽr notwendige Veränderungen? Welche Veränderungen sind ĂĽberhaupt denkbar?

FR, 20.2.2009, 16:00 – 19:30
18, Gymnasiumstr. 83/Lannerstrasse

ReferentInnen: Dr. Paul Kolm & Klaudia Paiha, Alternative und GrĂĽne GewerkschafterInnen

Uns geht die Luft aus!

In einer aktuellen Studie befasst sich das WIFO mit Arbeitsbedingten Erkrankungen und deren gesamtwirtschaftlichen Kosten.

Besonders auffällig: Während Ă–sterreich hinsichtlich physischer Belastungen im europäischen Mittelfeld (EU 15) liegt, haben wir hinsichtlich Arbeitsdruck und Arbeitstempo „die Nase vorn“:

„2005 gaben rund 60% der Ă–sterreicherInnen an, ein hohes Arbeitstempo einhalten zu mĂĽssen (EU 15: 48%), und 42% hatten nicht genug Zeit zur ErfĂĽllung ihrer Arbeitsaufgaben (EU 15: 33%).“

Tendenz steigend:

„In den letzten Jahren hat sich die Wahrnehmung der Beschäftigten, zeitlich unter Druck zu stehen, deutlich verschärft und der Abstand Ă–sterreichs zum Durchschnitt hat sich vergrössert.“

Im Unterschied zu den skandinavischen Ländern „zeichnet“ sich Ă–sterreich auch dadurch aus, dass die hohe Anforderungen meist auch noch mit einem geringen Gestaltungsspielraum verknĂĽpft sind. OECD-weit gehört ja Ă–sterreich – gemeinsam mit Deutschland – zu den Ländern mit den geringsten Mitbestimmungsmöglichkeiten am Arbeitsplatz.

FĂĽr „Mehr Luft in der Arbeit“ braucht es eindeutig mehr Mitsprache bei Arbeitsorganisation, Arbeitsabläufen und Strukturen, wie sie auch die AUGE – Alternative und GrĂĽne GewerkschafterInnen fordert.

Download WIFO-Studie: Arbeitsbedingte Erkrankungen. Schätzung der gesamtwirtschaftlichen Kosten mit dem Schwerpunkt auf physischen Belastungen