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Das System Schlecker

Eine Befragung der Beschäftigten durch die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) ergab – wie auch schon aus Deutschland bekannt – katastrophale Arbeitsbedingungen bei der Drogeriekette Schlecker.

Die traurigen „Highlights“ daraus:

Einkommen und Arbeitszeit:

  • Beschäftigte berichten, dass sie jederzeit für Mehrarbeit zur Verfügung stehen müssen. Jede/r dritte Befragte hat angegeben, dass sie regelmäßig mehr Stunden arbeiten muss als vereinbart ist und dennoch der Arbeitsvertrag vom Dienstgeber niedrig gehalten wird.
  • Fast die Hälfte aller Befragten hat angegeben, dass die Lage der Arbeitszeit einseitig angeordnet wird. Z. T. auch in mehreren Diensten am selben Tag, die zeitlich nicht zusammenhängen. Read more [+]

AK-Studie zur Situation der Handels-Angestellten

Die zentralen Ergebnisse einer aktuellen AK-Studie  „Beschäftigung im Handel“:

Mit insgesamt 524.000 Beschäftigten zählt der Handel zu den größten Arbeitgebern in Österreich. Die Branche ist für viele der Einstieg in den Arbeitsmarkt, allerdings zu immer härteren Bedingungen. So wird Teilzeit und geringfügige Beschäftigung für immer mehr Beschäftigte, insbesondere für Frauen zum Dauerzustand. Für immer mehr reicht das Einkommen kaum zum Auskommen. Die Arbeitszeiten liegen oft an den Wochenenden. So wird es für viele Beschäftigte besonders schwer, Beruf und Privatleben miteinander zu vereinbaren. Stattdessen steigt die Angst um den Arbeitsplatz in einer Branche, in der die Beschäftigten als schnell ersetzbar gelten. Beruflicher Aufstieg und Karriere bleibt für viele ein Traum. Read more [+]

Arbeitsplatzbelastungen, Arbeitsbedingte Krankheiten und Invalidität

Studienpräsentation und Dikussion

29. Mai 2009, 10:00 Uhr
AK Bildungszentrum, Großer Saal
1040 Wien, Theresianumgasse 16-18

Der krankheitsbedingte Erwerbsaustritt sowie andere institutionelle Anreizmechanismen zum frühzeitigen Erwerbsaustritt haben in Österreich in der Forschung großes Augenmerk erhalten (OECD 2005). Im Gegensatz dazu finden die Belastungen der Arbeitswelt und die Auswirkungen auf die Gesundheit und das Erwerbsverhalten der Älteren wenig Beachtung.
Die aktuelle Studie des WIFO im Auftrag der AK Wien liefert Hinweise darauf, dass Arbeitsbelastungen auch einen deutlichen Einfluss auf die dauerhafte Erwerbsunfähigkeit ausüben.

Im Rahmen dieser Veranstaltung diskutieren VertreterInnen aus Politik und Wissenschaft die Ergebnisse dieser Studie.

Details und Anmeldung (bis 20. Mai)

Klima und Demokratie

Es scheint selbstverständlich, dass demokratische Systeme der Klimakrise eher gewachsen sind als Diktaturen (…).
Evidenz gibt es inzwischen aber auch für die gegenteilige Annahme (…)

… schreibt die Grüne Bildungswerkstatt in der Einladung zu ihrer Veranstaltung, welche sich mit der Frage auseinandersetzt:
„Wie müssen sich die westlichen Demokratien verändern, um die neuen Herausforderungen der Klimakrise zu bewältigen?“

Donnerstag, 14 Mai 2009, 19 Uhr
IWM (Bibliothek)
1090 Wien, Spittelauer Lände 3

Vortrag und Präsentation des neuen Heftes von „Transit – Europäische Revue“ über „Klimapolitik und Solidarität“

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Bahn-PendlerInnen haben's schwer

Interessante Ergebnisse hat eine aktuelle Umfrage der AK-Wien ergeben:

  • Bahn-PendlerInnen sind eher in den unteren Einkommensschichten zu finden
  • während PKW-PendlerInnen im Vergleich dazu besser verdienen
  • 42% der PendlerInnen haben unregelmässige Arbeitszeiten
  • Kosten für den Arbeitsweg sind für die PendlerInnen ein Problem: PKW-PendlerInnen brauchen im Durchschnitt wöchentlich EUR 50,-, Bahn-PendlerInnen im Durchschnitt deutlich weniger (EUR 25,-); mehr als 1/4 der EinpendlerInnen nach Wien geben wöchtenlich mehr als EUR 60,- aus!
  • etwa 2/3 der EinpendlerInnen brauchen täglich mehr als 2 Stunden, Bahn-PendlerInnen im Durchschnitt fast doppelt so lange wie PKW-PendlerInnen
  • nach wie vor fahren v.a. Frauen öfffentlich, Männer eher mit dem PKW
  • Bahn-PendlerInnen leiden v.a. unter Verspätungen, Störungen, schlechte Information, zu geringes Zug- und Bus-Angebot
  • 19% der PKW-PendlerInnen wollen auf ein anderes Verkehrsmittel umsteigen, 12,2% suchen eine Mitfahrgelegenheit, 11% wollen den Arbeitsplatz wechseln

Details zu den Umfrage-Ergebnissen hier im Download.