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Die überwachte Belegschaft

Aus aktuellem Anlass sei hier auf ein paar schöne Links verwiesen, die den betrieblichen Datenschutz im Zentrum ihrer Berichterstattung haben:

Daten im Betrieb berichtet nicht nur über die überwachte Belegschaft, sondern gibt auch Rechtsinfos (beispielsweise zur Videoüberwachung) und kann sogar von Erfolgen berichten.

Der Blog der Abteilung Arbeit & Technik der GPA-djp beschäftigt sich generell mit dem technologischen Wandel in der Arbeitswelt und aktuell mit dem Umgang mit Krankenstandsdaten und sogenannten „Krankenstandsrückkehrgesprächen“ und bietetet ebenfalls rechtliche Informationen dazu.

In den jeweiligen blog-rolls bzw. Link-Listen gibts dann noch weitere Tipps.

Solidarität mit Schlecker-Beschäftigten

Über die katastrophalen Arbeitsbedingungen bei Schlecker haben wir hier ja schon berichtet.

Die Gewerkschaft GPA-djp hat nun eine Online-Unterschriftenaktion gestartet, die bessere Arbeitsbedingungen und die Einhaltung von Gesetzen (!) und Kollektivverträgen fordert.

Wie dankbar die Schlecker-MitarbeiterInnen über diese Unterstützung sind, zeigt nachstehendes Zitat aus der Schlecker-Erfahrungsbörse:

habe geraden von den Postkartenaktionen der GPA gelesen. Das finde ich absolut gut. Hier werden endlich die Kunden aufmerksam gemacht, wir dürfen das ja nicht. Nur hier kann man wirkungsvoll ansetzen. Verdi mach in Deutschland auch ordentlich Druck, wenn die GPA hier auch nicht nachlässt kann man vielleicht doch noch was erreichen. Mir wird es wahrscheinlich nichts mehr bringen aber allen anderen.

Resignation im Job steigt

Viele ArbeitnehmerInnen haben ihre Erwartungen an die berufliche Tätigkeit nach unten geschraubt und glauben nicht mehr an eine positive Veränderung ihrer Arbeitsbedingungen. Rund 10 Prozent der Beschäftigten müssen zur Gruppe der völlig Resignierten gezählt werden,

stellt der Arbeitsklima-Index September 2009 der AK-Oberösterreich fest.

Aktuell sind besonders von Resignation betroffen sind  Beschäftigte im Fremdenverkehr, der Baubranche sowie im öffentlichen Dienst und in den Sozialversicherungen.

Der Motivationsverlust nimmt mit der Dauer der Beschäftigung zu und ist in Kleinbetrieben höher als in Grossbetrieben: In Betrieben mit bis zu vier Beschäftigten beträgt der Anteil der völlig Resignierten rund 14 Prozent, in Großbetrieben (ab 500 Beschäftigten) neun Prozent.

Das Leisten von Überstunden scheint tendenziell eher motivationshemmend zu sein. ArbeitnehmerInnen, die Überstunden leisten müssen, beurteilen ihre berufliche Situation resignierter als ArbeitnehmerInnen ohne Überstunden. Überstunden fördern offenbar Resignation …