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Klassenkampf Klimawandel

Foto: UNI global union

„Keine Gefahren sind für die Menschheit größer als diejenigen der Erwärmung unseres Planeten. Es gilt, keine Zeit zu verlieren.“

Wer sprach’s?

Kein Geringerer als UNI-Generalsekretär Philip Jennings. UNI ist die „Weltgewerkschaft“ von 20 Millionen Beschäftigten im Dienstleistungssektor, deren österreichischen Mitglieder die Gewerkschaften GdG-kmsfb, GPA-djp, vida und GPF sind. Für Jennings läuft die globale Erwärmung auf einen ‚Klassenkampf‘ hinaus:

While billionaires prepare safe havens for themselves and their money, workers will bear the cost of climate change (Während Milliardäre für sich und ihr Geld sichere Zufluchtsorte vorbereiten, müssen die ArbeitnehmerInnen die Kosten des Klimawandels tragen),

zitiert ihn der Guardian-Journalist Alex White in seinem Blog-Beitrag, in welchem er der Frage nachgeht, welche Priorität Gewerkschaften als Organisationen, die sich der Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen ihrer Mitglieder verschrieben haben, dem Klimawandel beimessen sollten.

Laut Alex White für Sharan Burrow, Präsidentin des Internationalen Gewerkschaftsbundes IGB (International Trade Union Confederation ITUC – übrigens: in Wien gegründet …), eine klar zu beantwortende Frage:

Wir müssen die Gewerkschaftsmitglieder mobilisieren und eine gerechte Wende einleiten. Unser Motto ist: „no jobs on a dead planet“. Die Rolle der Gewerkschaften weltweit ist die Stärkung der abhängig Beschäftigten um eine ehrgeizige weltweite Vereinbarung zu erreichen. Es gibt keinen Planeten B.

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OECD-Studie belegt hohe Arbeitsbelastung in Österreich

Employment Outlook 2014Der OECD-Beschäftigungsausblick 2014 –die aktuelle OECD-Untersuchung über arbeitsmarktpolitische Entwicklungen im OECD-Raum stellt der Beschäftigungsqualität in Österreich kein gutes Zeugnis aus. Werde das Arbeitsumfeld in Österreich nicht verbessert, drohen „erhöhte Burnout-Raten, Depressionen und andere stressbedingte physische uns psychische Krankheiten.“

Der Beschäftigungsausblick 2014 misst erstmals auch die Qualität der Arbeitsplätze. Die maßgeblichen Kriterien dafür: Einkommenshöhe und -ungleichheit; Arbeitsplatzsicherheit und soziale Absicherung im Falle des Arbeitsplatzverlustes; schließlich die Qualität des Arbeitsumfeldes.
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ELGA: Verlorene Chance

20040930213153_wurz_lukas100_1Online-Banking, Facebook & Co., Finanz online, Facebook & Co, NSA…. …und jetzt noch ELGA? Wird der Mensch endgültig gläsern? Oder ist eh schon alles egal? Von Lukas Wurz.

Diese zugespitzte Frage vernebelt das Problem. Während NutzerInnen selbst wählen können, ob Sie etwa Online-Banking oder Finanz-online für Daten mit geringer Aussagekraft nutzen und es auch gleichwertige Alternativen dazu gibt, wird mit ELGA eine neue Stufe erklommen: Es werden wesentlich mehr, wesentlich sensiblere und wesentlich aussagekräftigere Daten als etwa beim Online-Banking oder via Finanz-Online erfasst, und dies auch in einer bisher nicht gekannten Vollständigkeit. Gleichwertige Alternativen für PatientInnen gibt es nicht.

Grund genug, sich ein wenig genauer mit ELGA, seiner Konstruktion und daraus resultierender Probleme sowie nicht angedachter Problemlösungen zu widmen.

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