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Glyphosat – leere Versprechen der Bundesregierung?

Glyphosat ist das meistverwendete Unkrautvernichtungsmittel. Es wird im Forst, in der Landwirtschaft, im öffentlichen Raum, wie etwa in Parkanlagen und in privaten Gärten, verwendet. Aufgrund der weit verbreiteten Anwendung von Glyphosat ist es praktisch unvermeidbar, dass Menschen direkt oder über die Nahrungskette mit dem Wirkstoff in Kontakt kommen. Und das ist ein Problem. Denn die internationale Agentur für Krebsforschung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Glyphosat als bei Tieren „krebserregend“ und bei Menschen „wahrscheinlich krebserregend“ ein. Dennoch hat sich, nach langem Tauziehen, eine Mehrheit der EU-Staaten für eine Verlängerung der Einsatz-Genehmigung des Pflanzengiftes ausgesprochen und den Weg frei gemacht für weiter fünf Jahre Glyphosat auf dem Acker, auf öffentlichen Grünflächen und im privaten Garten.

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Lobau-Autobahn: Für einen Planungs- und Baustopp

von Jutta Matysek, Obfrau der BI Rettet die Lobau – Natur statt Beton

Während Bildung, Soziales, Pensionen und Gesundheit krank gespart werden, ist mitten durch Nationalpark Donau-Auen eine Milliarden Euro teure Autobahn geplant. Laut Asfinag würde sie 1,9 Mrd. kosten, kritische ExpertInnen gehen von mindestens 3 Mrd aus

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ELGA: Verlorene Chance

20040930213153_wurz_lukas100_1Online-Banking, Facebook & Co., Finanz online, Facebook & Co, NSA…. …und jetzt noch ELGA? Wird der Mensch endgültig gläsern? Oder ist eh schon alles egal? Von Lukas Wurz.

Diese zugespitzte Frage vernebelt das Problem. Während NutzerInnen selbst wählen können, ob Sie etwa Online-Banking oder Finanz-online für Daten mit geringer Aussagekraft nutzen und es auch gleichwertige Alternativen dazu gibt, wird mit ELGA eine neue Stufe erklommen: Es werden wesentlich mehr, wesentlich sensiblere und wesentlich aussagekräftigere Daten als etwa beim Online-Banking oder via Finanz-Online erfasst, und dies auch in einer bisher nicht gekannten Vollständigkeit. Gleichwertige Alternativen für PatientInnen gibt es nicht.

Grund genug, sich ein wenig genauer mit ELGA, seiner Konstruktion und daraus resultierender Probleme sowie nicht angedachter Problemlösungen zu widmen.

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Wettbewerbsvorteil Menschenrechtsverletzung?

logo_nesove Im UN-Menschenrechtsrat gelangte unlängst eine Resolution zur Abstimmung, die als wichtiger Schritt Richtung Menschenrechtsschutz im Bereich globalen Wirtschaftens gilt.  Das offizielle Österreich stimmte gemeinsam mit den anderen sog. westlichen Staaten dagegen. Von Marietta Kaufmann und Laura Gruber.

Ende Juli war es wieder einmal so weit, dieses mal in den USA, aber es hätte auch in vielen anderen sog. westlichen Ländern sein können: Betroffene von Menschenrechtsverletzungen verloren einen Prozess gegen ein  transnational agierendes Unternehmen. Die Frage, ob das konkrete Unternehmen, Chiquita Brands International, Menschenrechtsverletzungen begangen hat oder in solche involviert war, wurde dabei gar nicht lange erörtert. Stattdessen wurde den Betroffenen, 4.000 kolumbianischen Folteropfern, mitgeteilt, dass keine Rechtsgrundlage für die Ahndung von Folter im Ausland existiere.

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Arbeitsklimaindex 4/2011: Lebenszufriedenheit der ArbeitnehmerInnen seit 10 Jahren im Sinkflug

Die Lebenszufriedenheit der ArbeitnehmerInnen ist seit dem Jahr 2000 von 89 auf 84 Prozent gesunken. So das Ergebnis des aktuellen Arbeitsklimaindex Nr. 4/2011 der Oberösterreichischen Arbeiterkammer.

Grafik aus Arbeitsklimaindex 4/2011, Entwicklung der Lebenszufriedenheit seit 2000

 

Der stärkste Rückgang ist dabei seit 2007 zu verzeichnen: Waren 2007 noch 88 Prozent der befragten ArbeitnehmerInnen mit ihrem Leben „sehr oder eher zufrieden“, fiel dieser Wert bis 2010 auf 83 % um 2011 minimal auf 84 % zu steigen.

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Facebook und seinen Auswirkungen auf die Arbeitswelt

Facebook, YouTube und andere Social Media erfreuen sich größter Beliebtheit – und allzu oft sehr unbedachter Verwendung. Dass auch ArbeitgeberInnen gerne einen Blick in diese Netzwerke werfen, um sich über ihre (potentiellen) MitarbeiterInnen zu informieren und entsprechende Konsequenzen zu ziehen, ist zwar nicht neu, muss aber anscheinend immer wieder in Erinnerung gerufen werden.

Den Teufel an die (Facebook-Pin-)Wand malt die Abteilung Arbeit und Technik der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier in ihrem Blog-Beitrag sehr übersichtlich und informativ, mit Beispielen über Facebook-Auswirkungen auf die Arbeitswelt und hilfreichen Tipps zu einem sorgsameren Umgang mit den elektronischen Sozialen Netzwerken.

Mein Tipp: Lesen – Verstehen – Anwenden!

Tatort: Arbeitsplatz

Tatort Arbeitsplatz

Weltweit nimmt Gewalt am Arbeitsplatz zu. Kein Wunder, schließlich setzt der steigende Wettbewerb die Menschen immer mehr unter Druck. Dabei sind Formen und Folgen von Gewalt im Job unterschiedlich. Gewalt hat viele Gesichter.

Die Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida hat die Initiative „Tatort Arbeitsplatz. Gib der Gewalt im Job keine Chance!“ ins Leben gerufen, um Bewusstsein für das Thema zu schaffen, aber auch konkrete Informations- und Serviceleistungen zu bieten.

Die Gewerkschaft vida will mit dieser Informationsplattform, Hinweise und Empfehlungen zu geben, was jedeR selbst gegen Gewalt am Arbeitsplatz tun kann. Denn es ist wichtig, Gewalt oder Einschüchterung am Arbeitsplatz nicht einfach hinzunehmen.

Unterstütze hier die Online-Unterschriftenaktion der Gewerkschaft vida. Read more [+]

Klimawandel aus alternativer Gewerkschaftssicht

„Klima in der Krise“

nennt sich ein 32 Seiten starker alternativgewerkschaftlicher Beitrag der AUGE/UG zur Klimadebatte – zeitgerecht zur Klimakonferenz in Kopenhagen erschienen. Die AUGE/UG will damit ganz bewusst auch ein Kontrapunkt gegen den gewerkschaftlichen Mainstream in Österreich setzen, wo Klimaschutz beinahe ein Null-Thema ist (s. auch „Die Gewerkschaften, der Klimawandel und die ‘Green Jobs’“).

Dass der Klimawandel eine der zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen ist, hat hingegen der Internationale Gewerkschaftsbund längst erkannt, der in einer Erklärung zur Klimakonferenz von Bali im Dezember 2007 schreibt:

„Der Klimawandel ist längst nicht mehr als hypothetisch abzutun, sondern ist zu einer für alle erkennbaren und beunruhigenden Gewissheit geworden.“

Die Lebensumstände von Millionen von ArbeitnehmerInnen würden durch den Klimawandel ganz konkret beeinträchtigt, warnte der IGB.

Die Wirtschaftskrise die Klimakrise weitgehend aus den Schlagzeilen verdrängt. Dabei haben beide die gleichen Ursachen: sie sind Folgen eines Wirtschaftssystems, das über Jahrzehnte hinweg eine Wachstumsideologie gepredigt hat, die keine Grenzen kennt – weder ökonomische noch ökologische. Die Folgen erleben wir gerade hautnah. Die richtigen Schlüsse werden allerdings nach wie vor nicht gezogen. Bislang auch nicht bei den österreichischen Gewerkschaften.

Inhaltsverzeichnis

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Veranstaltung: Datenschutz im Betrieb

Grund genug für eine solche Veranstaltung gibt es ja:

DATENSCHUTZ IM BETRIEB
Gelebte Praxis oder heiße Luft?

Mittwoch, 25.11.2009, 16-19 Uhr
GPA-djp Vista 3, Alfred Dallinger Platz 1, 1034 Wien

Als Appetitanreger ein kurzer Auszug aus einer von der AK Wien und Fachgewerkschaften in Auftrag gegebenen FORBA-Studie zum Datenschutz im Betrieb:

Zwei Drittel der befragten BetriebsrätInnen sind mit sieben oder mehr Systemen im Betrieb konfrontiert, die Beschäftigtendaten verwenden. (…) etwa in 50% der befragten Betriebe werden Videokontrollsysteme eingesetzt. Obwohl hier eine Betriebsvereinbarung notwendig wäre, wurde eine solche aber nicht einmal in der Hälfte der Fälle abgeschlossen. (…)

Details zur Veranstaltung sowie einen Bericht über eine vorangegangene Veranstaltung findet ihr am Blog der GPA-djp-Abteilung ‚Arbeit & Technik‘.

Österreichweite Aktionen für faire Arbeitsbedingungen bei Lidl

Südwind-Presseaussendung: Österreichweite Aktionen für faire Arbeitsbedingungen bei Lidl
Anlässlich des Welttags für menschenwürdige Arbeit am 7. Oktober machte I SHOP FAIR, das KonsumentInnen-Netzwerk von Südwind gemeinsam mit der Clean Clothes Kampagne auf die Arbeitsbedingungen von ArbeiterInnen in den Zulieferbetrieben des Diskonters Lidl aufmerksam.

Fotos von der Aktion
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