Home // Archive by category "ArbeitsKlima"

Mitbestimmen: Nicht von Gottesgnaden, sondern Recht und Stärke des Betriebsrates

Die Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechte, ebenso wie die Fähigkeiten mit den ArbeitgeberInnen in Verhandlungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen einzutreten, sind kein Entgegenkommen von Gottesgnaden (oder als was sich die “erlauchten” ArbeitgeberInnen auch immer verstehen), sondern ein verbrieftes Recht des Betriebsrates. Es ist ebenso die Stärke einer Belegschaft, die auch mittels Arbeitskampf, bis hin zu Streik, dem Betriebsrat ermöglicht günstigere Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Read more [+]

AK-Arbeitsgesundheitsmonitor: Welche Jobs besonders krank machen

LOGO_ArbeitsklimaindexAm 5. Dezember hat die AK Oberösterreich ihren jährlichen Arbeitsgesundheitsmonitor für Österreich (4000 Interviews/Jahr, 1000 Interviews/Quartal, unselbständig Beschäftigte über 15 Jahre) veröffentlicht. Sind die berufsbedingten gesundheitlichen Belastung der ArbeitnehmerInnen insgesamt schon hoch – wie bereits eine Erhebung des Statistik Austria belegte – sind einzelne Berufsgruppen besonders stark betroffen: BerufskraftfahrerInnen, Fabriks- und BauarbeiterInnen, Beschäftigte in der Gastwirtschaft und medizinisches Personal.
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OECD-Studie belegt hohe Arbeitsbelastung in Österreich

Employment Outlook 2014Der OECD-Beschäftigungsausblick 2014 –die aktuelle OECD-Untersuchung über arbeitsmarktpolitische Entwicklungen im OECD-Raum stellt der Beschäftigungsqualität in Österreich kein gutes Zeugnis aus. Werde das Arbeitsumfeld in Österreich nicht verbessert, drohen „erhöhte Burnout-Raten, Depressionen und andere stressbedingte physische uns psychische Krankheiten.“

Der Beschäftigungsausblick 2014 misst erstmals auch die Qualität der Arbeitsplätze. Die maßgeblichen Kriterien dafür: Einkommenshöhe und -ungleichheit; Arbeitsplatzsicherheit und soziale Absicherung im Falle des Arbeitsplatzverlustes; schließlich die Qualität des Arbeitsumfeldes.
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Wettbewerbsvorteil Menschenrechtsverletzung?

logo_nesove Im UN-Menschenrechtsrat gelangte unlängst eine Resolution zur Abstimmung, die als wichtiger Schritt Richtung Menschenrechtsschutz im Bereich globalen Wirtschaftens gilt.  Das offizielle Österreich stimmte gemeinsam mit den anderen sog. westlichen Staaten dagegen. Von Marietta Kaufmann und Laura Gruber.

Ende Juli war es wieder einmal so weit, dieses mal in den USA, aber es hätte auch in vielen anderen sog. westlichen Ländern sein können: Betroffene von Menschenrechtsverletzungen verloren einen Prozess gegen ein  transnational agierendes Unternehmen. Die Frage, ob das konkrete Unternehmen, Chiquita Brands International, Menschenrechtsverletzungen begangen hat oder in solche involviert war, wurde dabei gar nicht lange erörtert. Stattdessen wurde den Betroffenen, 4.000 kolumbianischen Folteropfern, mitgeteilt, dass keine Rechtsgrundlage für die Ahndung von Folter im Ausland existiere.

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Wirtschaftliche Entwicklung: „Alarmierende Signale aus Arbeitswelt …“

Strukturwandelbarometer_2013Wie beurteilen BetriebsrätInnen als „Insider“ und „ExpertInnen“ die Auswirkungen des ökonomischen Strukturwandels auf Unternehmen und die Beschäftigten? Der „Strukturwandelbarometer 2013 – Unsere Arbeitswelt im Umbruch“ des IFES im Auftrag der AK-Wien hat 289 BetriebsrätInnen interviewt. Das wenig überraschende Ergebnis: die Arbeitswelt wird kälter und brutaler. Was die Studie allerdings auch zeigt: Mitbestimmungsrechte von BetriebsrätInnen müssen gerade auch in wirtschaftlichen Belangen dringend gestärkt werden..

Steigender Zeitdruck …

62 % der befragte BetriebsrätInnen gaben an, dass der Zeitdruck steigen würde. Besonders betroffen: Unternehmen großer Konzerne, vor allem im Telekom/IT-Bereich, im Handel sowie im Versicherungs- und Kreditwesen. Die negativen Folgen auf die Beschäftigten müssen nicht besonders erwähnt werden, interessant ist allerdings, dass 53 % der Befragten davon sprechen, dass das „immer enger geschnürte“ Zeitkorsett auch negative Folgen für den Betrieb hätte.

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Arbeitsklimaindex 02/2012: Wenig Auskommen mit dem Einkommen …

… soziale Lage für MigrantInnen dramatisch

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Der aktuelle Arbeitsklimaindex der AK Oberösterreich (02/2012) stellt einen neuen Tiefstand in Sachen Arbeitszufriedenheit fest: seit 2004 waren die ArbeitnehmerInnen mit ihrer sozialen Position sowie ihrer rechtlichen Situation so unzufrieden wie heute.

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Knappes Auskommen

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So ist innerhalb eines Jahres der Anteil jener unselbständig Beschäftigten, die mit ihrem Einkommen nur knapp auskommen von 44 auf 50 % gestiegen. Zusammen mit den 11 %, deren Einkommen zum Auskommen nicht mehr recht ist der Anteil jener mit knappen bzw. unzureichenden Einkommensverhältnissen auf über 60 % aller ArbeitnehmerInnen gestiegen!

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AK/WIFO Studie: Wenn Arbeit psychisch krank macht …

… kommt sie allen teuer

Das ist – in aller Kürze – das Resümee einer WIFO-Studie im Auftrag der AK Wien (Titel: „Psychische Belastungen der Arbeit und ihre Folgen“), die gestern präsentiert wurde.

Die Studienergebnisse zusammengefasst:

  • während Beschäftigte ohne arbeitsbedingte Belastungen nur 0,8 Krankheitstage/Jahr aufweisen, fallen Beschäftigte mit psychischen Arbeitsbelastungen schon 3,3 Krankheitstage aus, Beschäftigte mit psychischer und körperlicher Arbeitsbelastung knapp 6 Tage.
  • 32 % aller Neuzugänge in die Berufsunfähigkeits- und Invaliditätspension sind auf psychische Arbeitsbelastungen zurückzuführen
  • Krankenstände aufgrund arbeitsbedingter psychischer Belastungen dauern länger und kosten die österreichische Volkswirtschaft 3,3 Milliarden Euro jährlich!
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Das Arbeitsklima in Niederösterreich

Erstaunlich: die Arbeitszufriedenheit der niederösterreichischen ArbeitnehmerInnen ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, obwohl – oder gerade weil? – sie die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in ihrem Bundesland und Österreich insgesamt als „schlecht“ einschätzen. Das zumindest ergibt der aktuelle Arbeitsklimaindex, den das IFES im Auftrag der Arbeiterkammer NÖ aus der Befragung von 792 Erwerbstätigen erstellt hat.

Diesem zufolge sind v.a. psychische und physische Belastung und jene durch ständig wechselnde Arbeitsabläufe und technische und organisatorische Veränderungen gesunken. Grosse Unzufriedenheit gibt es hingegen mit dem Einkommen. Ausserdem geht die Angst um: die theoretischen Arbeitsmarktchancen ausserhalb des Betriebes werden von den niederösterreichischen ArbeitnehmerInnen sehr kritisch gesehen, am schlechtesten schätzen die öffentlich Bediensteten ihre Chancen ein.

Grosse Unterschiede gibt es zwischen den Regionen: Read more [+]

Arbeitsklimaindex 5/2011: Und, zufrieden mit Ihrem Job?

Der regelmäßig erscheinende Arbeitsklima-Index der AK Oberösterreich setzt sich in der aktuellen Ausgabe erstmals mit der Zufriedenheit der einzelnen ArbeitnehmerInnen mit ihrem Beruf auseinander. Welche „Berufsgruppen“ sind am zufriedensten?

Zufriedenheit: Top-Job Bankangestellte/r

Doch etwas unerwartet: Unbeeindruckt von Finanz- und Wirtschaftskrise und dem damit verbundenen Imagesturzflug der Banken sind Bankangestellte die zufriedenste ArbeitnehmerInnengruppe. Liegt der durchschnittliche Arbeitsklimaindex – über alle ArbeitnehmerInnengruppen hinweg gerechnet – bei 108 Punkten – weist jener für Bankangestellte 119 aus.

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Korruptionsbekämpfung und Arbeitsrecht: Kommt „Whistleblower“-Regelung?

Im Rahmen der Verschärfung des Korruptionsstrafrechts kann sich Justizministerin Karl nun auch eine „Whistleblower-Regelung“ vorstellen. Anonyme Hinweise bzw. Anzeigen seien zwar auch heute schon möglich, bei einer „Institutionalisierung“ von anonymen Hinweisgebern – eben einer „Whistleblower-Regelung“ seien allerdings auch Rückfragen möglich. Derzeit würden internationale Beispiele geprüft.

Die Bedeutung von „Whistleblower“

Whistleblower sind InformantInnen, die „in gutem Glauben Hinweise über Missstände und illegales Handeln (z.B. Korruption, Insiderhandel) seiner Behörde oder Firma gibt.“

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