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AK-Arbeitsgesundheitsmonitor: Welche Jobs besonders krank machen

LOGO_ArbeitsklimaindexAm 5. Dezember hat die AK Oberösterreich ihren jährlichen Arbeitsgesundheitsmonitor für Österreich (4000 Interviews/Jahr, 1000 Interviews/Quartal, unselbständig Beschäftigte über 15 Jahre) veröffentlicht. Sind die berufsbedingten gesundheitlichen Belastung der ArbeitnehmerInnen insgesamt schon hoch – wie bereits eine Erhebung des Statistik Austria belegte – sind einzelne Berufsgruppen besonders stark betroffen: BerufskraftfahrerInnen, Fabriks- und BauarbeiterInnen, Beschäftigte in der Gastwirtschaft und medizinisches Personal.
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Gesundheitsrisiko Arbeit

erste_hilfe3,3 Millionen Erwerbstätige sind an ihrem Arbeitsplatz mindestens einem körperlichen oder psychischen Risikofaktor ausgesetzt. Rund 1 Million aller Befragten leiden unter berufsbedingten Gesundheitsproblemen. Zwei Ergebnisse der aktuellen Erhebung der Statistik Austria zum „Gesundheitsrisiko Arbeitsplatz“.
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Im Rahmen der Mikrozensus- Arbeitskräfteerhebung 2013 erhob die Statistik Austria auch Daten zu Arbeitsunfällen, Risikofaktoren am Arbeitsplatz sowie arbeitsbedingten Gesundheitsproblemen. Die wesentlichsten Ergebnisse der Befragung:

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  • 3,3 Millionen – also rund 80 Prozent – aller Erwerbstätigen sind zumindest einem körperlichen oder psychischen Risiko an ihrem Arbeitsplatz ausgesetzt. 70 Prozent der Berufstätigen gaben dabei körperlichen Risikofaktoren an, 40 Prozent psychische. Männer waren dabei stärker arbeitsplatzspezifischen Risikofaktoren ausgesetzt als Frauen. Zurückzuführen auf den höheren Anteil der Männer, die unter erschwerten körperlichen Bedingungen arbeiten müssen.
  • 15,6 Prozent – knapp über eine Million – aller aktiv und ehemals erwerbstätigen Personen leiden zumindest unter einem arbeitsbedingten Gesundheitsproblem, vier Prozent unter mehreren. Unter jenen Befragten, die an berufsbedingten Erkrankungen leiden, gaben beinahe ein Drittel Rückenprobleme und ein Fünftel Probleme mit Nacken,Schultern, oder Gliedmaßen an. Vier bis sechs Prozent berichten von Stress, Depressionen oder Angstzuständen sowie Lungen-, Atem- oder Herzproblemen.
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Klassenkampf Klimawandel

Foto: UNI global union

„Keine Gefahren sind für die Menschheit größer als diejenigen der Erwärmung unseres Planeten. Es gilt, keine Zeit zu verlieren.“

Wer sprach’s?

Kein Geringerer als UNI-Generalsekretär Philip Jennings. UNI ist die „Weltgewerkschaft“ von 20 Millionen Beschäftigten im Dienstleistungssektor, deren österreichischen Mitglieder die Gewerkschaften GdG-kmsfb, GPA-djp, vida und GPF sind. Für Jennings läuft die globale Erwärmung auf einen ‚Klassenkampf‘ hinaus:

While billionaires prepare safe havens for themselves and their money, workers will bear the cost of climate change (Während Milliardäre für sich und ihr Geld sichere Zufluchtsorte vorbereiten, müssen die ArbeitnehmerInnen die Kosten des Klimawandels tragen),

zitiert ihn der Guardian-Journalist Alex White in seinem Blog-Beitrag, in welchem er der Frage nachgeht, welche Priorität Gewerkschaften als Organisationen, die sich der Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen ihrer Mitglieder verschrieben haben, dem Klimawandel beimessen sollten.

Laut Alex White für Sharan Burrow, Präsidentin des Internationalen Gewerkschaftsbundes IGB (International Trade Union Confederation ITUC – übrigens: in Wien gegründet …), eine klar zu beantwortende Frage:

Wir müssen die Gewerkschaftsmitglieder mobilisieren und eine gerechte Wende einleiten. Unser Motto ist: „no jobs on a dead planet“. Die Rolle der Gewerkschaften weltweit ist die Stärkung der abhängig Beschäftigten um eine ehrgeizige weltweite Vereinbarung zu erreichen. Es gibt keinen Planeten B.

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OECD-Studie belegt hohe Arbeitsbelastung in Österreich

Employment Outlook 2014Der OECD-Beschäftigungsausblick 2014 –die aktuelle OECD-Untersuchung über arbeitsmarktpolitische Entwicklungen im OECD-Raum stellt der Beschäftigungsqualität in Österreich kein gutes Zeugnis aus. Werde das Arbeitsumfeld in Österreich nicht verbessert, drohen „erhöhte Burnout-Raten, Depressionen und andere stressbedingte physische uns psychische Krankheiten.“

Der Beschäftigungsausblick 2014 misst erstmals auch die Qualität der Arbeitsplätze. Die maßgeblichen Kriterien dafür: Einkommenshöhe und -ungleichheit; Arbeitsplatzsicherheit und soziale Absicherung im Falle des Arbeitsplatzverlustes; schließlich die Qualität des Arbeitsumfeldes.
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ELGA: Verlorene Chance

20040930213153_wurz_lukas100_1Online-Banking, Facebook & Co., Finanz online, Facebook & Co, NSA…. …und jetzt noch ELGA? Wird der Mensch endgültig gläsern? Oder ist eh schon alles egal? Von Lukas Wurz.

Diese zugespitzte Frage vernebelt das Problem. Während NutzerInnen selbst wählen können, ob Sie etwa Online-Banking oder Finanz-online für Daten mit geringer Aussagekraft nutzen und es auch gleichwertige Alternativen dazu gibt, wird mit ELGA eine neue Stufe erklommen: Es werden wesentlich mehr, wesentlich sensiblere und wesentlich aussagekräftigere Daten als etwa beim Online-Banking oder via Finanz-Online erfasst, und dies auch in einer bisher nicht gekannten Vollständigkeit. Gleichwertige Alternativen für PatientInnen gibt es nicht.

Grund genug, sich ein wenig genauer mit ELGA, seiner Konstruktion und daraus resultierender Probleme sowie nicht angedachter Problemlösungen zu widmen.

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Wettbewerbsvorteil Menschenrechtsverletzung?

logo_nesove Im UN-Menschenrechtsrat gelangte unlängst eine Resolution zur Abstimmung, die als wichtiger Schritt Richtung Menschenrechtsschutz im Bereich globalen Wirtschaftens gilt.  Das offizielle Österreich stimmte gemeinsam mit den anderen sog. westlichen Staaten dagegen. Von Marietta Kaufmann und Laura Gruber.

Ende Juli war es wieder einmal so weit, dieses mal in den USA, aber es hätte auch in vielen anderen sog. westlichen Ländern sein können: Betroffene von Menschenrechtsverletzungen verloren einen Prozess gegen ein  transnational agierendes Unternehmen. Die Frage, ob das konkrete Unternehmen, Chiquita Brands International, Menschenrechtsverletzungen begangen hat oder in solche involviert war, wurde dabei gar nicht lange erörtert. Stattdessen wurde den Betroffenen, 4.000 kolumbianischen Folteropfern, mitgeteilt, dass keine Rechtsgrundlage für die Ahndung von Folter im Ausland existiere.

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Die Freiheitlichen Arbeitnehmer und die „Klima-Abzocke“

In einer Presseaussendung warnt der FPÖ Parlamentsklub im Namen der Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA) vor einer „Klima-Abzocke“. Stolz berichtet Bernhard Rösch, Spitzenkandidat für die AK-Wahlen: „Wir haben den Ausstieg aus dem Kyoto-Protokoll gefordert als auch vor dem Emissionshandel der EU gewarnt“. Die AUGE/UG steht dagegen für einen „Green New Deal“. Den sozial-ökologischen Umbau der  Wirtschaft. Read more [+]

Wirtschaftliche Entwicklung: „Alarmierende Signale aus Arbeitswelt …“

Strukturwandelbarometer_2013Wie beurteilen BetriebsrätInnen als „Insider“ und „ExpertInnen“ die Auswirkungen des ökonomischen Strukturwandels auf Unternehmen und die Beschäftigten? Der „Strukturwandelbarometer 2013 – Unsere Arbeitswelt im Umbruch“ des IFES im Auftrag der AK-Wien hat 289 BetriebsrätInnen interviewt. Das wenig überraschende Ergebnis: die Arbeitswelt wird kälter und brutaler. Was die Studie allerdings auch zeigt: Mitbestimmungsrechte von BetriebsrätInnen müssen gerade auch in wirtschaftlichen Belangen dringend gestärkt werden..

Steigender Zeitdruck …

62 % der befragte BetriebsrätInnen gaben an, dass der Zeitdruck steigen würde. Besonders betroffen: Unternehmen großer Konzerne, vor allem im Telekom/IT-Bereich, im Handel sowie im Versicherungs- und Kreditwesen. Die negativen Folgen auf die Beschäftigten müssen nicht besonders erwähnt werden, interessant ist allerdings, dass 53 % der Befragten davon sprechen, dass das „immer enger geschnürte“ Zeitkorsett auch negative Folgen für den Betrieb hätte.

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Arbeitsklimaindex 02/2012: Wenig Auskommen mit dem Einkommen …

… soziale Lage für MigrantInnen dramatisch

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Der aktuelle Arbeitsklimaindex der AK Oberösterreich (02/2012) stellt einen neuen Tiefstand in Sachen Arbeitszufriedenheit fest: seit 2004 waren die ArbeitnehmerInnen mit ihrer sozialen Position sowie ihrer rechtlichen Situation so unzufrieden wie heute.

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Knappes Auskommen

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So ist innerhalb eines Jahres der Anteil jener unselbständig Beschäftigten, die mit ihrem Einkommen nur knapp auskommen von 44 auf 50 % gestiegen. Zusammen mit den 11 %, deren Einkommen zum Auskommen nicht mehr recht ist der Anteil jener mit knappen bzw. unzureichenden Einkommensverhältnissen auf über 60 % aller ArbeitnehmerInnen gestiegen!

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AK/WIFO Studie: Wenn Arbeit psychisch krank macht …

… kommt sie allen teuer

Das ist – in aller Kürze – das Resümee einer WIFO-Studie im Auftrag der AK Wien (Titel: „Psychische Belastungen der Arbeit und ihre Folgen“), die gestern präsentiert wurde.

Die Studienergebnisse zusammengefasst:

  • während Beschäftigte ohne arbeitsbedingte Belastungen nur 0,8 Krankheitstage/Jahr aufweisen, fallen Beschäftigte mit psychischen Arbeitsbelastungen schon 3,3 Krankheitstage aus, Beschäftigte mit psychischer und körperlicher Arbeitsbelastung knapp 6 Tage.
  • 32 % aller Neuzugänge in die Berufsunfähigkeits- und Invaliditätspension sind auf psychische Arbeitsbelastungen zurückzuführen
  • Krankenstände aufgrund arbeitsbedingter psychischer Belastungen dauern länger und kosten die österreichische Volkswirtschaft 3,3 Milliarden Euro jährlich!
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