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Erfreuliches aus EUropa: EU-Parlament stärkt Sozialwirtschaft und solidarische Ökonomie

Nun, selten gibt es „aus EUropa“ Positives zu berichten. Umso erfreulicher stellt sich die am 13. März 2012 erfolgte Annahme eines von Sven Giegold (Grüner EU-Mandatar) verfassten Initiativberichts zum Statut für Europäische Genossenschaften (SCE) im Europäischen Parlament dar. Ziel des Berichts: die Stärkung des Genossenschaftswesens, der solidarischen Ökonomie und der Sozialwirtschaft in Europa. Angesichts einer konservativ-liberalen Mehrheit umso erstaunlicher.

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Arbeitsklimaindex 5/2011: Und, zufrieden mit Ihrem Job?

Der regelmäßig erscheinende Arbeitsklima-Index der AK Oberösterreich setzt sich in der aktuellen Ausgabe erstmals mit der Zufriedenheit der einzelnen ArbeitnehmerInnen mit ihrem Beruf auseinander. Welche „Berufsgruppen“ sind am zufriedensten?

Zufriedenheit: Top-Job Bankangestellte/r

Doch etwas unerwartet: Unbeeindruckt von Finanz- und Wirtschaftskrise und dem damit verbundenen Imagesturzflug der Banken sind Bankangestellte die zufriedenste ArbeitnehmerInnengruppe. Liegt der durchschnittliche Arbeitsklimaindex – über alle ArbeitnehmerInnengruppen hinweg gerechnet – bei 108 Punkten – weist jener für Bankangestellte 119 aus.

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Korruptionsbekämpfung und Arbeitsrecht: Kommt „Whistleblower“-Regelung?

Im Rahmen der Verschärfung des Korruptionsstrafrechts kann sich Justizministerin Karl nun auch eine „Whistleblower-Regelung“ vorstellen. Anonyme Hinweise bzw. Anzeigen seien zwar auch heute schon möglich, bei einer „Institutionalisierung“ von anonymen Hinweisgebern – eben einer „Whistleblower-Regelung“ seien allerdings auch Rückfragen möglich. Derzeit würden internationale Beispiele geprüft.

Die Bedeutung von „Whistleblower“

Whistleblower sind InformantInnen, die „in gutem Glauben Hinweise über Missstände und illegales Handeln (z.B. Korruption, Insiderhandel) seiner Behörde oder Firma gibt.“

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Arbeitsklimaindex 4/2011: Lebenszufriedenheit der ArbeitnehmerInnen seit 10 Jahren im Sinkflug

Die Lebenszufriedenheit der ArbeitnehmerInnen ist seit dem Jahr 2000 von 89 auf 84 Prozent gesunken. So das Ergebnis des aktuellen Arbeitsklimaindex Nr. 4/2011 der Oberösterreichischen Arbeiterkammer.

Grafik aus Arbeitsklimaindex 4/2011, Entwicklung der Lebenszufriedenheit seit 2000

 

Der stärkste Rückgang ist dabei seit 2007 zu verzeichnen: Waren 2007 noch 88 Prozent der befragten ArbeitnehmerInnen mit ihrem Leben „sehr oder eher zufrieden“, fiel dieser Wert bis 2010 auf 83 % um 2011 minimal auf 84 % zu steigen.

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Richtungsweisender EGMR-Spruch in Sachen Meinungsfreiheit im Betrieb

Es gibt ein Recht auf freie Meinungsäußerung? Nicht überall. In den Betrieben wurde „Meinungsfreiheit“ nämlich bislang vielfach als mangelnde Loyalität, wirtschaftliche Schädigung, Arbeitsverweigerung, Störung der „betrieblichen Ordnung“ etc. ausgelegt. Wer nur allzu frei seine Meinung im Betrieb äußerte, war nur allzu schnell von Kündigung, wenn nicht Entlassung bedroht. Zumindest bislang. Denn ein geradezu sensationelles und richtungsweisende Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte hat nun eines klar gestellt – das Recht auf freie Meinungsäußerung gilt auch in der Arbeitswelt!

Der Hintergund, ein Fall in der BRD: Eine Altenpflegerin machte ihren Arbeitgeber auf schwerwiegende Missstände im Betrieb aufmerksam – von fehlerhaften Abrechnungen von Leistungen hin zu mangelder Pflege zu betreuender Personen. Der Arbeitgeber tat allerdings nichts, um diese Missstände zu beheben.

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Kindermund tut Wahrheit kund

Wie Kinder das „Arbeitsklima“ für Erwerbsarbeitslose beschreiben …

Hier gibts mehr zu Steigende Arbeitslosigkeit, Politikversagen und die real existierende Arbeitsmarktpolitik

KünstlerInnen bestreiken Ausbeutung

Modell des Guggenheim-Museums in Abu Dhabi

Es ist ja nicht so, dass sie nichts zu verlieren hätten, dennoch entschlossen sich bislang mehr als 130 Kunstschaffende, das Guggenheim-Museum in Abu Dhabi zu boykottieren:  Sie wollen ihm keine eigenen Werke für Ausstellungen leihen oder verkaufen. Damit wollen sie gegen die ausbeuterischen, menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen  auf der Baustelle des Museums protestieren, weiss die taz zu berichten.

In manchen Fällen kann sogar von Zwangsarbeit gesprochen werden,

schrieb die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch bereits 2009 in einem Beitrag über Ausbeutung und Missbrauch der tausenden südasiatische GastarbeiterInnen, die die „Insel des Glücks“ mit ihren vier Museen, einem Zentrum für darstellende Künste, einer Filiale der New York University, Golfplätzen, Hotels sowie exklusiven Wohnanlagen errichten sollen.

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„Wegwerfarbeiter“ in Japans AKWs?

„Arme Teufel“ nennen sie die einen, „Helden“ die anderen: zumindest 50 sollen nun Japan – und die ganze Welt – vor der tödlichen Radioaktivität schützen. Doch sie sind offenbar seit Jahrzehnten Teil des ganz  „normalen“ Arbeitsalltags in (Japanischen) Atomkraftwerken und werden dort „Wegwerfarbeiter“ genannt …

In der gestrigen aktuellen Stunde des WDR berichtet Korrespondent Robert Hetkämper, dass der AKW-Betreiber Tepco seit Jahrzehnten für gefährliche Arbeiten gerne Obdachlose, Gastarbeiter, Arbeitslose und sogar Minderjährige heranzieht.  „Wegwerfarbeiter“ würden sie in Japan genannt, weil sie, wenn sie „halbwegs verstrahlt“ seien, einfach wieder gefeuert würden, wie der Journalist von einem Japanischem Arzt erfuhr. Eine schamlose, menschenverachtende Ausbeutung von Menschen, die keine andere Arbeit bekommen …

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Aktueller Arbeitsklima Index: Arbeitszufriedenheit auf tiefstem Wert seit 2006

Mögen WirtschaftsforscherInnen und PolitikerInnen auch das Ende der Krise herbeireden, möge die Wirtschaft auch stärker wachsen als vorhergesagt: die ArbeitnehmerInnen empfinden die herrschende Situation alles andere als rosig.

So beträgt der Arbeitsklima-Index – herausgegeben von der AK Oberösterreich – derzeit (Herbst 2010) 107 Punkte und liegt dabei drei Punkte unter dem Index des Frühjahrs 2010 und erreicht den tiefsten Wert seit 2006.

Arbeitszufriedenheit bei Frauen schwächer

Lag die Arbeitszufriedenheit bei den Frauen im Frühjahr 2010 noch bei 111 Punkten, ist diese bis Herbst auf 107 Punkte gesunken. Jene der Männer lag im Frühjahr bereits bei schwächeren 108 Punkten um bis zum Herbst auf 106 zu sinken.

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Verweichlicht oder prekär?

Die einen erwartet „Karoshi“ – Tod durch Überarbeiten, die anderen können sich als „Freeters“ im Internet-Café gerade noch eine Schlafbox leisten – das ganz normale Arbeitsleben in Japan …

„Freeter“, eine Wortschöpfung aus dem englischen „freetime“ und der Endung des deutschen Wortes „Arbeiter“, bezeichnete laut ARTE in den 90er Jahren Aussteiger, die nicht – wie in Japan üblich – ihr ganzes Leben einer Firma widmen wollten, sondern sich lieber mit Minijobs durchschlugen, um mehr Zeit zur freien Verfügung zu haben. Heute benennt es (hauptsächlich) junges Jobpräkariat, das in der japanischen Leistungsgesellschaft auch zu extrem hohen Selbstmordraten unter jungen Leuten führt. Einfach „zu verweichlichte Jugend“, wie es ein Japaner in der Dokumentation „Tokyo Freeters“ meint? Seht selbst!

Teil 1 (von 4)

die weiteren Teile sind hier verfügbar