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Verweichlicht oder prekär?

Die einen erwartet „Karoshi“ – Tod durch √úberarbeiten, die anderen k√∂nnen sich als „Freeters“ im Internet-Caf√© gerade noch eine Schlafbox leisten – das ganz normale Arbeitsleben in Japan …

„Freeter“, eine Wortsch√∂pfung aus dem englischen „freetime“ und der Endung des deutschen Wortes „Arbeiter“, bezeichnete laut ARTE in den 90er Jahren Aussteiger, die nicht – wie in Japan √ľblich – ihr ganzes Leben einer Firma widmen wollten, sondern sich lieber mit Minijobs durchschlugen, um mehr Zeit zur freien Verf√ľgung zu haben. Heute benennt es (haupts√§chlich) junges Jobpr√§kariat, das in der japanischen Leistungsgesellschaft auch zu extrem hohen Selbstmordraten unter jungen Leuten f√ľhrt. Einfach „zu verweichlichte Jugend“, wie es ein Japaner in der Dokumentation „Tokyo Freeters“ meint? Seht selbst!

Teil 1 (von 4)

die weiteren Teile sind hier verf√ľgbar

ArbVG: Nationalratsgewerkschaftlicher Kniefall

Nun liegt es vor, das Ergebnis der namentlichen Abstimmung im Parlament √ľber die Verschlechterungen der betriebsr√§tliche Mitbestimmung bei leistungsbezogenen Pr√§mien und Entgelten (¬ß¬ß 96 u. 97 ArbVG), die – das sei in Erinnerung gebracht – getrennt vom restlichen Gesetzestext abgestimmt wurden. Und: kein einziger/keine einzige ArbeitnehmerInnenvertreterIn im Nationalrat – ob rot oder schwarz – stimmte dagegen! Read more [+]

Adé betriebliche Mitbestimmung Рwo war Katzian?

Die W√ľrfel sind gefallen – die betriebsr√§tliche Mitbestimmung bei „leistungsbezogenen Pr√§mien und Entgelten“ ebenso ….

Die Spannung erreichte gestern ihren H√∂hepunkt: die √Ąnderung des Arbeitsverfassungsgesetzes, welche in diesem wesentlichen Punkt eine massive Verschlechterung bringen w√ľrde, stand im Parlament zur Abstimmung. GPA-djp-Vorsitzender und Abgeordneter zum Nationalrat Katzian, der noch beim GPA-djp-Bundesforum seinen massiven Einsatz versprach, gl√§nzte durch Abwesenheit. Welche wichtigeren Termine ihn verhinderten, wissen wir nicht, nur so viel: bei den Kollektivvertragsverhandlungen war er nicht, im Parlament war er nicht – vielleicht war ein wichtiges AUSTRIA-Fussballmatch ….

Die restlichen SP-GewerkschafterInnen in Parlament taten sich bei der Debatte durch Schweigen oder Zustimmung hervor.

Doch nun der Reihe nach: nach Hinweis durch die AUGE/UG wurde die GPA-djp mit einer Unterschriftenaktion und Presseaussendung, die Gr√ľnen im Parlament aktiv: erst im Sozialausschuss, letztlich im Plenum, wo sie eine getrennte Abstimmung der beiden verschlechternden Paragrafen erwirkten. Diese ging dann mit 100 zu 68 Stimmen f√ľr die Verschlechterungen aus … Das demn√§chst vorliegende¬† Ergebnis der namentlichen Abstimmung wird noch das Abstimmungsverhalten der GPA-djp-Funktion√§rInnen erhellen. Was mit den 2.600 Unterschriften bei der GPA-djp passiert(e), ist uns nicht bekannt … Read more [+]

Urgent Action: Beschneidung der betrieblichen Mitbestimmung verhindern!

Am 17. November wird im Nationalrat eine Novelle des Arbeitsverfassungsgesetzes behandelt werden, die den jahrelangen und erfolgreichen Kampf von Betriebsratsk√∂rperschaften und der GPA-djp rund um leistungs-und erfolgsbezogene Entgeltsysteme mit Zielvereinbarungen zunichte macht: ¬ß 96 Abs.1 Z.4 ArbVG soll so ge√§ndert werden, dass nur mehr Akkordl√∂hne und akkord√§hnliche Entgeltformen erfasst werden. Die in diesem Passus des ArbVG jetzt erw√§hnten „sonstigen“ leistungsbezogenen Pr√§mien und Entgelte, die „auf Arbeits(Pers√∂nlichkeits)bewertungsverfahren, statistischen Verfahren, Datenerfassungsverfahren, Kleinstzeitverfahren oder √§hnlichen Entgeltfindungsmethoden beruhen…“, sollen ersatzlos gestrichen werden!

Wenn im Betrieb ‚Äď was im Angestelltenbereich h√§ufig vorkommt – regelm√§√üige Pr√§mien, Boni aufgrund von guter Leistung oder Kleinstzeitverfahren (z.B. REFA) angewendet werden, dann soll der Betriebsrat¬†in Zukunft nicht mehr mitreden k√∂nnen

fasst der Blog der Abteilung Arbeit & Technik der GPA-djp unter SOS-Mitbestimmung zusammen.

Damit das nicht passiert, bist DU gefragt! Schicke dringend mails an die Spitze der ArbeitnehmerInnenvertretung, wie es auch die Betriebsratsvorsitzende von Novartis bereits in einem¬†Brief an den √ĖGB-Pr√§sidenten getan hat!

  • √ĖGB-Pr√§sident Erich Foglar: erich.foglar@oegb.at
  • Leiter der √ĖGB-Grundsatzabteilung Bernhard Achitz: bernhard.achitz@oegb.at
  • AK-Pr√§sident Herbert Tumpel: herbert.tumpel@akwien.at
  • AK-Direktor Werner Muhm: werner.muhm@akwien.at Read more [+]

Kennen Sie ‚ÄúSemco‚ÄĚ?

√úber demokratische Unternehmen verschiedener Auspr√§gung und die Auswirkungen auf das generelle Handeln von dort Besch√§ftigten im Alltag, haben wir im Beitrag „Chefs w√§hlen …“ ja schon berichtet. Weil uns aber jedes neue Beispiel neue Hoffnung gibt, verweisen wir gerne auch auf einen Eintrag im Belvederegassen-blog, in welchem √ľber die Firma Semco u.a. zu lesen ist:

Nun stelle sich mann/frau allerdings vor: da gibt es ein Unternehmen, einen Konzern mit knapp 3.000 MitarbeiterInnen. Also ein Großunternehmen, kein Klein- oder Mittelbetrieb. Diese MitarbeiterInnen wählen ihre Vorgesetzten und bestimmen ihre eigenen Arbeitszeiten und Einkommen.
Es gibt keine Gesch√§ftspl√§ne, keine Personalabteilung, fast keine Hierarchie. Gewinne werden per Abstimmung aufgeteilt, Geh√§lter und s√§mtliche Gesch√§ftsb√ľcher f√ľr alle einsehbar, …

Um mehr √ľber Semco zu erfahren, klicken sie einfach hier!

Facebook und seinen Auswirkungen auf die Arbeitswelt

Facebook, YouTube und andere Social Media erfreuen sich gr√∂√üter Beliebtheit – und allzu oft sehr unbedachter Verwendung. Dass auch ArbeitgeberInnen gerne einen Blick in diese Netzwerke werfen, um sich √ľber ihre (potentiellen) MitarbeiterInnen zu informieren und entsprechende Konsequenzen zu ziehen, ist zwar nicht neu, muss aber anscheinend immer wieder in Erinnerung gerufen werden.

Den Teufel an die (Facebook-Pin-)Wand malt die Abteilung Arbeit und Technik der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier in ihrem Blog-Beitrag sehr √ľbersichtlich und informativ, mit Beispielen √ľber Facebook-Auswirkungen auf die Arbeitswelt und hilfreichen Tipps zu einem sorgsameren Umgang mit den elektronischen Sozialen Netzwerken.

Mein Tipp: Lesen – Verstehen – Anwenden!

„Ver.di, Be Cool! Stop Global Warming!“

… das war die Botschaft einer Gruppe GewerkschafterInnen bei der 1. internationalen ver.di Sommeruniversit√§t in Berlin, die unter gro√üem Beifall Vorsitzenden Frank Bsirske eine entsprechende Resolution √ľbergab. Die Botschaft fordert den ver.di Bundesvorstand dazu auf, endlich ein solares Zeichen zu setzen und auf allen ver.di Bildungseinrichtungen genossenschaftlich organisierte „ver.di Solaranlagen“ zuzulassen.

Ausserdem wurden die Informationen f√ľr Entscheidungstr√§ger des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltver√§nderungen (WBGU) zum Klimawandel √ľbergeben, da einhellige Emp√∂rung dar√ľber bestand, dass die Entscheidungstr√§ger der Industrienationen wider besseren Wissens einzig ihre Profitinteressen verfolgen und den Klimaschutz vernachl√§ssigen. Dazu berichteten KollegInnen aus den s√ľdlicheren L√§ndern authentisch √ľber den Raubbau der Konzerne an ihren Rohstoffquellen.

Dar√ľber hinaus wurde Frank Bsirske auch der „Erneuerbaren Energien 2020 Potenzialatlas Deutschland“ √ľbergeben, da die ver.di KollegInnen aus Deutschland dazu aufgefordert worden sind, ihre gewerkschaftlichen Beschl√ľsse zur Kohle, insbesondere zur Braunkohle, zu √ľberdenken.

Die AktivistInnen erwarten nunmehr gespannt die ver.di-Reaktionen.

Hat ihr Arbeitsvertrag unerw√ľnschte Nebenwirkungen ?

Die Risiken und Nebenwirkungen der All-inclusive-Vertr√§ge nimmt sich die GPA-djp derzeit in einem Aktionsschwerpunkt vor. Auf dem Informations- & ServiceBlog der GPA-djp findet sich eine Menge Informatives – vom All-in-Check √ľber Brosch√ľren bis zu Veranstaltungsterminen und Gratis-Beratungsangeboten. Einfach Reinschauen!

Psychische Belastungen nehmen zu

Immer mehr Menschen erkranken, weil sie den psychischen Belastungen am Arbeitsplatz nicht gewachsen sind. F√ľr Deutschland stellt Sozialforscher Johannes Giesecke vom Wissenschaftszentrum Berlin f√ľr Sozialforschung (WZB) fest, dass durch die Hartz-Reformen die Angst vor dem Job-Verlust bis weit in die Mittelschicht deutlich gestiegen ist.

Die Arbeitszeiten werden ausgeweitet, insbesondere Wochenendarbeit und Schichtdienste. Außerdem wächst der Druck auf die Arbeitnehmer. Einerseits durch die Unternehmen. Andererseits ist durch die Hartz-Reformen die Angst vor dem Arbeitsplatzverlust erkennbar gestiegen, bis weit in die Mittelschicht hinein. Das liegt daran, dass man sehr schnell in Hartz IV abrutscht und dann akut armutsgefährdet ist. Die Angst davor nagt an der Seele.

Im Beitrag „Die Angst nagt an der Seele“ der Berliner Zeitung hat Johannes Giesecke √ľber Arbeitsstress, Krankheiten und wachsende Ungleichheit gesprochen.

Tatort: Arbeitsplatz

Tatort Arbeitsplatz

Weltweit nimmt Gewalt am Arbeitsplatz zu. Kein Wunder, schließlich setzt der steigende Wettbewerb die Menschen immer mehr unter Druck. Dabei sind Formen und Folgen von Gewalt im Job unterschiedlich. Gewalt hat viele Gesichter.

Die Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida hat die Initiative „Tatort Arbeitsplatz. Gib der Gewalt im Job keine Chance!“ ins Leben gerufen, um Bewusstsein f√ľr das Thema zu schaffen, aber auch konkrete Informations- und Serviceleistungen zu bieten.

Die Gewerkschaft vida will mit dieser Informationsplattform, Hinweise und Empfehlungen zu geben, was jedeR selbst gegen Gewalt am Arbeitsplatz tun kann. Denn es ist wichtig, Gewalt oder Einsch√ľchterung am Arbeitsplatz nicht einfach hinzunehmen.

Unterst√ľtze hier die Online-Unterschriftenaktion der Gewerkschaft vida. Read more [+]