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Arbeitsplatzbelastungen, Arbeitsbedingte Krankheiten und Invalidität

Studienpräsentation und Dikussion

29. Mai 2009, 10:00 Uhr
AK Bildungszentrum, Großer Saal
1040 Wien, Theresianumgasse 16-18

Der krankheitsbedingte Erwerbsaustritt sowie andere institutionelle Anreizmechanismen zum frühzeitigen Erwerbsaustritt haben in Österreich in der Forschung großes Augenmerk erhalten (OECD 2005). Im Gegensatz dazu finden die Belastungen der Arbeitswelt und die Auswirkungen auf die Gesundheit und das Erwerbsverhalten der Älteren wenig Beachtung.
Die aktuelle Studie des WIFO im Auftrag der AK Wien liefert Hinweise darauf, dass Arbeitsbelastungen auch einen deutlichen Einfluss auf die dauerhafte Erwerbsunfähigkeit ausüben.

Im Rahmen dieser Veranstaltung diskutieren VertreterInnen aus Politik und Wissenschaft die Ergebnisse dieser Studie.

Details und Anmeldung (bis 20. Mai)

Klima und Demokratie

Es scheint selbstverständlich, dass demokratische Systeme der Klimakrise eher gewachsen sind als Diktaturen (…).
Evidenz gibt es inzwischen aber auch für die gegenteilige Annahme (…)

… schreibt die Grüne Bildungswerkstatt in der Einladung zu ihrer Veranstaltung, welche sich mit der Frage auseinandersetzt:
„Wie müssen sich die westlichen Demokratien verändern, um die neuen Herausforderungen der Klimakrise zu bewältigen?“

Donnerstag, 14 Mai 2009, 19 Uhr
IWM (Bibliothek)
1090 Wien, Spittelauer Lände 3

Vortrag und Präsentation des neuen Heftes von „Transit – Europäische Revue“ über „Klimapolitik und Solidarität“

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Bahn-PendlerInnen haben's schwer

Interessante Ergebnisse hat eine aktuelle Umfrage der AK-Wien ergeben:

  • Bahn-PendlerInnen sind eher in den unteren Einkommensschichten zu finden
  • während PKW-PendlerInnen im Vergleich dazu besser verdienen
  • 42% der PendlerInnen haben unregelmässige Arbeitszeiten
  • Kosten für den Arbeitsweg sind für die PendlerInnen ein Problem: PKW-PendlerInnen brauchen im Durchschnitt wöchentlich EUR 50,-, Bahn-PendlerInnen im Durchschnitt deutlich weniger (EUR 25,-); mehr als 1/4 der EinpendlerInnen nach Wien geben wöchtenlich mehr als EUR 60,- aus!
  • etwa 2/3 der EinpendlerInnen brauchen täglich mehr als 2 Stunden, Bahn-PendlerInnen im Durchschnitt fast doppelt so lange wie PKW-PendlerInnen
  • nach wie vor fahren v.a. Frauen öfffentlich, Männer eher mit dem PKW
  • Bahn-PendlerInnen leiden v.a. unter Verspätungen, Störungen, schlechte Information, zu geringes Zug- und Bus-Angebot
  • 19% der PKW-PendlerInnen wollen auf ein anderes Verkehrsmittel umsteigen, 12,2% suchen eine Mitfahrgelegenheit, 11% wollen den Arbeitsplatz wechseln

Details zu den Umfrage-Ergebnissen hier im Download.

Wirtschaftsdemokratie von unten

Wirtschaftsdemokratie von unten: Demokratische Unternehmen

oder…

Die Alternative zur Sackgasse muss kein Holzweg sein

Präsentation zum Workshop beim Solidarischen Ökonomie-Kongress, 20.-22. Feb. 09 in Wien von Univ.-Prof. Dr. Wolfgang G. Weber und Mag. Armin Pircher Verdorfer, Institut für Psychologie FG Angewandte Psychologie Universität Innsbruck

Chefs wählen …

… über Gewinnverwendung entscheiden, Produkte und ihre Herstellung bestimmen – ja, wo gibt’s denn das? Es gibt’s – und es funktioniert!

demokratiefreiEs ist selbstverständlich – glücklicherweise -, dass wir wählen können, wer unsere Gesetze macht, die Spielregeln formuliert, nach welchen unser Gemeinschaftsleben funktioniert; dass wir jene, die das tun, auch laut kritisieren dürfen; dass wir uns zusammenrotten und protestieren können, wenn uns etwas nicht passt. Demokratie heisst eben, sich in die eigenen Angelegenheiten einzumischen (Max Frisch).

Und ebenso selbstverständlich ist es, dass wir all das nicht mehr machen können, sobald wir den Arbeitsplatz betreten: wir sind weisungsgebunden, fremdbestimmt, sind persönlich und wirtschaftliche abhängig vom Eigentümer bzw. seinen VertreterInnen.

I have a dream …

odemDabei bleibt das nicht ohne Folgen für unser aller Zusammenleben: Ein Forschungsprojekt der Uni Innsbruck zeigt, dass die Menschen im Alltag umso solidarischer, sozialer und ethischer handeln und sich umso stärker demokratisch und gesellschaftlich engagieren, je demokratischer die Organisationsstruktur des Betriebes ist, in welchem sie arbeiten. Und umgekehrt.

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Umweltfreundlicher Verkehr

Es gibt eigentlich nix, was mensch nicht mit dem Fahrrad machen kann …

Telekom-Skandal: Schieszler geht nicht wirklich – und weiter?

Nach dem „Videoskandal“ auf der Internetplattform YouTube muss Gernot Schieszler also strafweise die Personalagenden abgeben. Zumindest in diesem Fall zeigt sich der Telekom-Austria Vorstand kulant. Schieszler bleibt Vorstandsmitglied bei vollen Gagen, und gibt die Personalagenden an Hannes Ametsreiter ab.

Alles in Ordnung? Mitnichten. Der Nachfolger Ametsreiter sitzt bei besagter Investorenkonferenz neben Schieszler, und nimmt das Gehörte ohne mit der Wimper zu zucken auf. Read more [+]

Demokratie und Solidarität im Betrieb

Für abhängig Beschäftigte endet bislang Demokratie weitgehend vor den Betriebstoren. Im Rahmen des Solidarische Ökonomie-Kongresses vom 20.-22. Februar 2009 in Wien beschäftigt sich der workshop ‚Demokratie und Solidarität im Betrieb‘ u.a. mit folgenden Fragen: (Wie) Können mühsam erkämpfte BürgerInnenrechte, wie etwa das Recht auf freie Meinungsäußerung, auch in den Arbeitsbeziehungen Anwendung finden? Wie entsteht Bewusstsein für notwendige Veränderungen? Welche Veränderungen sind überhaupt denkbar?

FR, 20.2.2009, 16:00 – 19:30
18, Gymnasiumstr. 83/Lannerstrasse

ReferentInnen: Dr. Paul Kolm & Klaudia Paiha, Alternative und Grüne GewerkschafterInnen

Uns geht die Luft aus!

In einer aktuellen Studie befasst sich das WIFO mit Arbeitsbedingten Erkrankungen und deren gesamtwirtschaftlichen Kosten.

Besonders auffällig: Während Österreich hinsichtlich physischer Belastungen im europäischen Mittelfeld (EU 15) liegt, haben wir hinsichtlich Arbeitsdruck und Arbeitstempo „die Nase vorn“:

„2005 gaben rund 60% der ÖsterreicherInnen an, ein hohes Arbeitstempo einhalten zu müssen (EU 15: 48%), und 42% hatten nicht genug Zeit zur Erfüllung ihrer Arbeitsaufgaben (EU 15: 33%).“

Tendenz steigend:

„In den letzten Jahren hat sich die Wahrnehmung der Beschäftigten, zeitlich unter Druck zu stehen, deutlich verschärft und der Abstand Österreichs zum Durchschnitt hat sich vergrössert.“

Im Unterschied zu den skandinavischen Ländern „zeichnet“ sich Österreich auch dadurch aus, dass die hohe Anforderungen meist auch noch mit einem geringen Gestaltungsspielraum verknüpft sind. OECD-weit gehört ja Österreich – gemeinsam mit Deutschland – zu den Ländern mit den geringsten Mitbestimmungsmöglichkeiten am Arbeitsplatz.

Für „Mehr Luft in der Arbeit“ braucht es eindeutig mehr Mitsprache bei Arbeitsorganisation, Arbeitsabläufen und Strukturen, wie sie auch die AUGE – Alternative und Grüne GewerkschafterInnen fordert.

Download WIFO-Studie: Arbeitsbedingte Erkrankungen. Schätzung der gesamtwirtschaftlichen Kosten mit dem Schwerpunkt auf physischen Belastungen

Erhöhtes Krankheitsrisiko durch Sonntagsarbeit

Deutlich erhöhtes Krankheitsrisiko durch Sonntagsarbeit
Regelmäßige, verlässliche Auszeit leistet wichtigen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge

verkündet die „Allianz für den freien Sonntag“ in ihrer jüngsten Pressaussendung. Erstaunlich nur, dass dort ebenfalls Allianz-Sprecher Ludwig Schwarz (Diözesanbischof Linz) mit folgender Aussage zitiert ist:

„Der heurige 8. Dezember ist ein Glücksfall, bedeutet er doch für viele Menschen ein XXL-Wochenende und die Chance auf einen hohen Ruhe-Faktor in einem Meer an Unruhe“.

XXL-Wochenende??? Stimmt schon – für mich, glücklicherweise. Auch für manche andere – glücklicherweise. Aber: mit keinem Wort erwähnt, all jene Handelsangestellten, die an diesem Feiertag arbeiten dürfen, damit die Kassen XXL-mässig klingeln …