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Schwarz-Blau will Mitbestimmung beschneiden

Bislang wenig öffentliche Aufmerksamkeit haben die schwarz-blauen Regierungspläne zur Beschneidung der betrieblichen Mitbestimmung bekommen. Die haben es allerdings in sich. FPÖ und ÖVP wollen nicht nur die Jugendvertrauensräte abschaffen, unter dem Titel der Gleichstellung von ArbeiterInnen und Angestellten sollen auch die Betriebsratskörperschaften gesetzlich zusammengeführt bzw. gelegt – im Programm steht „angeglichen“ werden.  Das droht die Mitbestimmungsmöglichkeiten der ArbeitnehmerInnen empfindlich einzuschränken.

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Der Fall Shire – und was daraus für Schlüsse gezogen werden könnten

Ein Unternehmen – in diesem Fall der Pharmakonzern Shire – macht einen Standort dicht. Rund 500 Beschäftigten droht der Jobverlust. Das Unternehmen ist profitabel, soll allerdings noch profitabler werden, weshalb der Standort nach Irland verlegt wird. It’s Capitalism. Ja, zeugt aber auch davon wie wenig sich Belegschaften und ihre VertreterInnen – die Betriebsräte – gegen Umstrukturierungen, Ausgliederungen, Verlagerungen, Schließungen profitabler Stätten wehren können.
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Mitbestimmen: Nicht von Gottesgnaden, sondern Recht und Stärke des Betriebsrates

Die Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechte, ebenso wie die Fähigkeiten mit den ArbeitgeberInnen in Verhandlungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen einzutreten, sind kein Entgegenkommen von Gottesgnaden (oder als was sich die “erlauchten” ArbeitgeberInnen auch immer verstehen), sondern ein verbrieftes Recht des Betriebsrates. Es ist ebenso die Stärke einer Belegschaft, die auch mittels Arbeitskampf, bis hin zu Streik, dem Betriebsrat ermöglicht günstigere Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Read more [+]

Datenschutzgesetz sticht nicht Kontrollrechte des Betriebsrates

paragraf “Leider ist die Einsicht in die Lohn- und Gehaltslisten/Arbeitszeitaufzeichnungen/ etc. aufgrund der Datenschutzbestimmungen nicht möglich” – solches oder so ähnliches haben schon viele Betriebsräte und Betriebsrätinnen von der Geschäftsführung ihres Betriebes zu hören bekommen und wohl vielen wird es in Zukunft noch gesagt werden. Dabei kann wieder einmal nur festgehalten werden: Die Überwachungsrechte des Betriebsrates sind umfassend, sie sind nicht zustimmungspflichtig und das Datenschutzgesetz 2000 spielt keine Rolle. Wie auch der Oberste Gerichtshof im September 2014 bestätigte. Read more [+]

AK/WIFO Studie: Wenn Arbeit psychisch krank macht …

… kommt sie allen teuer

Das ist – in aller Kürze – das Resümee einer WIFO-Studie im Auftrag der AK Wien (Titel: „Psychische Belastungen der Arbeit und ihre Folgen“), die gestern präsentiert wurde.

Die Studienergebnisse zusammengefasst:

  • während Beschäftigte ohne arbeitsbedingte Belastungen nur 0,8 Krankheitstage/Jahr aufweisen, fallen Beschäftigte mit psychischen Arbeitsbelastungen schon 3,3 Krankheitstage aus, Beschäftigte mit psychischer und körperlicher Arbeitsbelastung knapp 6 Tage.
  • 32 % aller Neuzugänge in die Berufsunfähigkeits- und Invaliditätspension sind auf psychische Arbeitsbelastungen zurückzuführen
  • Krankenstände aufgrund arbeitsbedingter psychischer Belastungen dauern länger und kosten die österreichische Volkswirtschaft 3,3 Milliarden Euro jährlich!
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Urgent Action: Beschneidung der betrieblichen Mitbestimmung verhindern!

Am 17. November wird im Nationalrat eine Novelle des Arbeitsverfassungsgesetzes behandelt werden, die den jahrelangen und erfolgreichen Kampf von Betriebsratskörperschaften und der GPA-djp rund um leistungs-und erfolgsbezogene Entgeltsysteme mit Zielvereinbarungen zunichte macht: § 96 Abs.1 Z.4 ArbVG soll so geändert werden, dass nur mehr Akkordlöhne und akkordähnliche Entgeltformen erfasst werden. Die in diesem Passus des ArbVG jetzt erwähnten „sonstigen“ leistungsbezogenen Prämien und Entgelte, die „auf Arbeits(Persönlichkeits)bewertungsverfahren, statistischen Verfahren, Datenerfassungsverfahren, Kleinstzeitverfahren oder ähnlichen Entgeltfindungsmethoden beruhen…“, sollen ersatzlos gestrichen werden!

Wenn im Betrieb – was im Angestelltenbereich häufig vorkommt – regelmäßige Prämien, Boni aufgrund von guter Leistung oder Kleinstzeitverfahren (z.B. REFA) angewendet werden, dann soll der Betriebsrat in Zukunft nicht mehr mitreden können

fasst der Blog der Abteilung Arbeit & Technik der GPA-djp unter SOS-Mitbestimmung zusammen.

Damit das nicht passiert, bist DU gefragt! Schicke dringend mails an die Spitze der ArbeitnehmerInnenvertretung, wie es auch die Betriebsratsvorsitzende von Novartis bereits in einem Brief an den ÖGB-Präsidenten getan hat!

  • ÖGB-Präsident Erich Foglar: erich.foglar@oegb.at
  • Leiter der ÖGB-Grundsatzabteilung Bernhard Achitz: bernhard.achitz@oegb.at
  • AK-Präsident Herbert Tumpel: herbert.tumpel@akwien.at
  • AK-Direktor Werner Muhm: werner.muhm@akwien.at Read more [+]

Kennen Sie “Semco”?

Über demokratische Unternehmen verschiedener Ausprägung und die Auswirkungen auf das generelle Handeln von dort Beschäftigten im Alltag, haben wir im Beitrag „Chefs wählen …“ ja schon berichtet. Weil uns aber jedes neue Beispiel neue Hoffnung gibt, verweisen wir gerne auch auf einen Eintrag im Belvederegassen-blog, in welchem über die Firma Semco u.a. zu lesen ist:

Nun stelle sich mann/frau allerdings vor: da gibt es ein Unternehmen, einen Konzern mit knapp 3.000 MitarbeiterInnen. Also ein Großunternehmen, kein Klein- oder Mittelbetrieb. Diese MitarbeiterInnen wählen ihre Vorgesetzten und bestimmen ihre eigenen Arbeitszeiten und Einkommen.
Es gibt keine Geschäftspläne, keine Personalabteilung, fast keine Hierarchie. Gewinne werden per Abstimmung aufgeteilt, Gehälter und sämtliche Geschäftsbücher für alle einsehbar, …

Um mehr über Semco zu erfahren, klicken sie einfach hier!

Veranstaltung: Datenschutz im Betrieb

Grund genug für eine solche Veranstaltung gibt es ja:

DATENSCHUTZ IM BETRIEB
Gelebte Praxis oder heiße Luft?

Mittwoch, 25.11.2009, 16-19 Uhr
GPA-djp Vista 3, Alfred Dallinger Platz 1, 1034 Wien

Als Appetitanreger ein kurzer Auszug aus einer von der AK Wien und Fachgewerkschaften in Auftrag gegebenen FORBA-Studie zum Datenschutz im Betrieb:

Zwei Drittel der befragten BetriebsrätInnen sind mit sieben oder mehr Systemen im Betrieb konfrontiert, die Beschäftigtendaten verwenden. (…) etwa in 50% der befragten Betriebe werden Videokontrollsysteme eingesetzt. Obwohl hier eine Betriebsvereinbarung notwendig wäre, wurde eine solche aber nicht einmal in der Hälfte der Fälle abgeschlossen. (…)

Details zur Veranstaltung sowie einen Bericht über eine vorangegangene Veranstaltung findet ihr am Blog der GPA-djp-Abteilung ‚Arbeit & Technik‘.

Wirtschaftsdemokratie von unten

Wirtschaftsdemokratie von unten: Demokratische Unternehmen

oder…

Die Alternative zur Sackgasse muss kein Holzweg sein

Präsentation zum Workshop beim Solidarischen Ökonomie-Kongress, 20.-22. Feb. 09 in Wien von Univ.-Prof. Dr. Wolfgang G. Weber und Mag. Armin Pircher Verdorfer, Institut für Psychologie FG Angewandte Psychologie Universität Innsbruck

Chefs wählen …

… über Gewinnverwendung entscheiden, Produkte und ihre Herstellung bestimmen – ja, wo gibt’s denn das? Es gibt’s – und es funktioniert!

demokratiefreiEs ist selbstverständlich – glücklicherweise -, dass wir wählen können, wer unsere Gesetze macht, die Spielregeln formuliert, nach welchen unser Gemeinschaftsleben funktioniert; dass wir jene, die das tun, auch laut kritisieren dürfen; dass wir uns zusammenrotten und protestieren können, wenn uns etwas nicht passt. Demokratie heisst eben, sich in die eigenen Angelegenheiten einzumischen (Max Frisch).

Und ebenso selbstverständlich ist es, dass wir all das nicht mehr machen können, sobald wir den Arbeitsplatz betreten: wir sind weisungsgebunden, fremdbestimmt, sind persönlich und wirtschaftliche abhängig vom Eigentümer bzw. seinen VertreterInnen.

I have a dream …

odemDabei bleibt das nicht ohne Folgen für unser aller Zusammenleben: Ein Forschungsprojekt der Uni Innsbruck zeigt, dass die Menschen im Alltag umso solidarischer, sozialer und ethischer handeln und sich umso stärker demokratisch und gesellschaftlich engagieren, je demokratischer die Organisationsstruktur des Betriebes ist, in welchem sie arbeiten. Und umgekehrt.

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