Was das heißt? Ganz einfach: Kommen 12-Stunden-Tag und 60-Stunden-Woche ist die 40-Stunden-Woche nur noch ein Papiertiger. Sie ist bedeutungslos. Sie ist faktisch tot. Da kann die Regierung hundertmal versichern, dass sich an der Normalarbeitszeit nichts ändern wird.  Ein Kommentar von Markus Koza
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Fakt ist: der neue Bezugsrahmen ist nicht mehr die 40-Stunden-Woche, sondern die EU-Arbeitszeitrichtlinie. Die besagt, dass über einen Zeitraum von 17 Wochen – also 4 Monaten – durchschnittlich nicht länger als 48 Stunden wöchentlich gearbeitet werden darf. Heisst: Über mehrere Wochen hinweg kann ruhig 60-Stunden gearbeitet werden. Über 5, 7, 8, 10 Wochen, vollkommen egal, solange im Durchschnitt eine wöchentliche Arbeitszeit von 48 Stunden nicht überschritten werden darf. 48 Stunden, das sind – wohlgemerkt – 8 Stunden oder 20 % mehr, als die „Normarbeitszeit“ von 40 Stunden.

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Am 30. Juni findet die ÖGB-Demonstration gegen die schwarz-blauen Regierungspläne statt!

Zuvor schon werden österreichweit BetriebsrätInnenkonferenzen und Betriebsversammlungen organisiert.

Wir – die AUGE/UG und alle Unabhängigen GewerkschafterInnen im ÖGB sind natürlich dabei, wenn es um die Verhinderung der Regierungspläne geht, die Arbeitszeiten auf 12 Stunden täglich und 60 Stunden wöchentlich auszuweiten.

Wir kämpfen allerdings nicht nur gegen längere Arbeitszeiten – eine gewerkschaftlicher Antwort auf die schwarz-blauen Angriffe auf unsere Rechte kann nur der konsequente Einsatz für eine umfassende Arbeitszeitverkürzung sein. Eine Arbeitszeitverkürzung die nicht nur möglich, sondern ohnehin längst überfällig ist!

Dafür braucht es ein starkes Zeichen von uns allen!

 

Deshalb am 30. Juni:

  • Nein zu 12-Stunden-Tag und 60-Stunden-Woche

  • Ja zu Arbeitszeiten, die sich an den Bedürfnissen der ArbeitnehmerInnen orientieren

  • 30-Stunden-Woche jetzt!

 

Treffpunkt der UG am 30. Juni: Ecke Mariahilfer Str./Millergasse (Christian-Broda-Platz), 14.00 Uhr

 

Die schwarz-blaue Regierung plant massive Änderungen bei der Arbeitszeit, die zu einschneidenden Verschlechterungen führen. Damit belohnt Kurz seine Wahlkampfspender aus der Wirtschaft, die sich im Vorfeld genau diese Änderungen zu ihren Gunsten gewünscht haben.  Albert Steinhauser, Jurist und Arbeitsrechtsexperte fasst die Fakten zusammen und zeigt, warum die Änderungen von schwarz-blau zu schwerwiegenden Nachteilen für ArbeitnehmerInnen führen. Und warum Widerstand notwendig ist.

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§ Was bedeutet 12 Stunden tägliche und 60 Stunden wöchentliche Höchstarbeitszeit?

Bisher lag die tägliche Höchstarbeit bei 10 Stunden und die wöchentliche bei 50 Stunden. Künftig will schwarz-blau, dass bis zu 12 Stunden täglich und 60 Stunden wöchentlich gearbeitet werden darf bzw. muss. Damit sind bis zu 20 Überstunden wöchentlich möglich. Was verschwiegen wird ist, dass in absoluten Ausnahmefällen (vorübergehen besonderer Arbeitsbedarf) schon bisher eine 11. Und 12. Überstunde möglich waren, allerdings nur, wenn der Betriebsrat dem zugestimmt hat. Jetzt entfallen sowohl die strengen Voraussetzungen, als auch die Mitsprache des Betriebsrats und damit oftmals auch höhere Zuschläge, die durch ihn oftmals zur Bedingung gemacht wurden. Darum geht es der Regierung. Ein Mehr an Überstunden soll von den Unternehmen künftig einseitig ohne Schutz durch einen Betriebsrat und erhöhten Zuschlägen einfach angeordnet werden können!

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Beispiel 1: Achtung! Lange Arbeitszeiten gefährden die Gesundheit!

Herr K. Arbeitet in einem kleinen Unternehmen. Hin und wieder musste er einen 12-Stunden-Arbeitstag einlegen. Ausnahmsweise. Eine Arbeitsmedizinerin prüfte dann, ob die langen Arbeitszeiten gesundheitlich unbedenklich sind, oder nicht. Das war gut so. Denn: So fit wie früher fühlt sich der 53jährige nicht mehr. Er weiß: Bei langen Arbeitszeiten steigt das Risiko von Herz- und Kreislauferkrankungen. Jetzt gibt‘s keine ärztlichen Prüfungen mehr. Der Chef verlangt von K. Aber immer öfter, länger in der Firma zu bleiben. Was soll K. Tun? Verweigert er, verliert er womöglich den Job. Und der ist nicht mehr der Jüngste. Sein Arzt rät ihm aber, sein Herz zu schonen …

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Am 30. Juni findet die ÖGB-Großdemonstration gegen 12-Stunden-Arbeitstag und 60-Stunden-Woche statt. Zehntausende werden erwartet. Zuvor finden in ganz Österreich BetriebsrätInnenkonferenzen und Betriebsversammlungen statt.

Albert Steinhauser, Jurist und Arbeitsrechtexperte in der GPA-djp hat 10 Gründe gegen den schwarz-blauen 12-Stunden-Arbeitstag zusammengetragen.

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Wünsche und Wirklichkeit klaffen bei Arbeitszeiten stark auseinander. Während uns Industrie und Wirtschaft  immer wieder – ernsthaft! – Glauben machen wollen, dass die Beschäftigten nur darauf warten, endlich 12-Stunden täglich und 60-Stunden wöchentlich arbeiten zu dürfen, sprechen Studien und Befragungen eine ganz andere Sprache.

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  • Laut einer umfassenden Arbeitszeitstudie der Arbeiterkammer aus dem Jahr 2015 wollen Vollzeitbeschäftigte durchschnittlich um 1 Stunde und 48 Minute je Woche kürzer, Teilzeitbeschäftigte dagegen um 2 Stunden und 42 Minuten länger arbeiten. Besonders ausgeprägt ist der Wunsch nach Arbeitszeitverkürzung in der höchsten Einkommensgruppe – sie ist auch jene Gruppe mit den längsten durchschnittlichen Wochenarbeitszeiten (43,9 Stunden). Einen ebenso ausgeprägten Wunsch nach kürzeren Arbeitszeiten gibt es bei älteren ArbeitnehmerInnen.

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Diese Frage stellten wir anlässlich des diesjährigen Tags der Arbeitslosen am 30. April der ganz im Zeichen unserer aktuellen Kampagne #gegenHartz4 stand. Was sagen die Menschen zu den Plänen der Bundesregierung, die Notstandshilfe abzuschaffen und durch die Mindestsicherung zu ersetzen?

Um das herauszufinden gingen wir in bewährter Weise mit einer Bodenzeitung auf die Mariahilfer Straße und fragten die PassantInnen, was sie sich von einer Arbeitslosenversicherung erwarten. Eines kann bereits vorneweg verraten werden: Die Einführung von Hartz IV ist ebenso wenig populär wie der Zugriff auf die Ersparnisse bei längerer Arbeitslosigkeit.

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Rund um den Tag der Arbeitslosen und den 1. Mai fanden in Wien, Linz, Salzburg, Klagenfurt und Graz AUGE/UG-Aktivitäten statt – ganz im Zeichen der diesjährigen AUGE/UG-Kampagne #GegenHartz4.

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AUGE/UG Wien – Verteilaktionen vor Betrieben und Bodenzeitung auf der MaHÜ

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In Wien finden seit letzter Woche Verteilaktionen vor Betrieben statt, in denen wir über die drohende Umsetzung von Hartz IV auf österreichisch – die Streichung der Notstandshilfe und Ersatz durch die Mindestsicherung informieren. Die Verteilaktionen laufen auch noch diese Woche weiter. Ebenfalls verteilt werden die AUGE/UG-Folder im Rahmen der AMS-Frühstücke der Wiener Grünen.

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Was bedeutet Hartz IV auf österreichisch – also die Abschaffung der Notstandshilfe und Umstellung auf die Mindestsicherung ganz konkret für Betroffene? Wir haben in unserem Folder Beispiele angeführt und hier in unserem Blog konkret durchgerechnet.

Frau X

Frau X hat unmittelbar nach Abschluss ihrer Ausbildung einen Job bekommen. Er ist zwar auf zwei Jahre befristet, aber für ihr Alter (25 Jahre) durchaus überdurchschnittlich bezahlt. Nach Ende der Befristung hat sie Anspruch auf 20 Wochen Arbeitslosengeld, da sie noch nicht zumindest 156 Wochen (oder drei Jahre) erwerbstätig war.

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Die schwarz-blaue Bundesregierung will ein „Arbeitslosengeld NEU“ einführen. Dieses soll „degressiv“ gestaltet sein – mit Länge der Bezugsdauer sinken und die Notstandshilfe „integrieren“. Das bedeutet nichts anderes, als dass die Notstandshilfe abgeschafft wird. Jährlich rund 320.000 arbeitslose Menschen, die Notstandshilfe beziehen (Schätzung für 2016), wären davon unmittelbar betroffen. Mit Angehörigen zwischen 600.000 und 700.000 Menschen. Regierungsmitglieder bzw. Vertreter der Regierungsparteien geben das auch ganz unumwunden zu. Nach dem Arbeitslosengeld bleibt dann nur noch die Mindestsicherung.

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