30-Stunden-Woche: In der „Mitte“ angekommen

30_stunden_wocheWer in den letzten Wochen die Tageszeitungen und Onlinemedien durchforstete kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Vor allem als linke/r, alternative/r GewerkschafterIn: Quer durch die Medienlandschaft – von liberal bis konservativ – wurde da plöztlich die „30-Stunden-Woche“ zum Thema. Interessanterweise zu einem Thema, das durchaus positiv behandelt wurde und keineswegs auf schroffe Ablehnung stieß bzw. als Hirngespinst abgetan wurde. Die 30-Stunden-Woche scheint vom „linken“ Rand nun plötzlich in der Mitte der Gesellschaft angekommen zu sein.

Zu verdanken ist das Univ.-Prof. Jörg Flecker, Professor für Soziologie an der Uni Wien. In einem Interview mit der Tiroler Tageszeitung hielt er ein flammendes Plädoyer für die 30-Stunden-Woche. Seine Argumente:
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  • eine 30-Stunden-Woche würde der ausufernden Teilzeitarbeit bei Frauen entgegenwirken
  • für Eine bessere Verteilung der Arbeit sorgen
  • und würde vor allem auch arbeitsbedingten Krankheitsbildern entgegenwirken.

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Denn, so Flecker, für eine alters- und gesundheitsgerechte Arbeitswelt sein Österreich nicht unbedingt „berühmt“. Die Tiroler Tageszeitung führt weiter aus.
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Was uns als AUGE/UG freut: Ganz offensichtlich lagen und liegen wir mit unserer Forderungen und mit unserer Argumentation für die 30-Stunden-Woche goldrichtig. Es freut uns, dass nun auch von wissenschaftlicher Seite – nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich – Rückendeckung für die Forderung nach einer umfassenden Arbeitszeitverkürzung kommt. Natürlich muss die Diskussion noch an Intensität gewinnen. Und muss auch europaweit geführt werden. Wenn sie allerdings von den „Rändern“ ins „Zentrum“ rückt und nicht mehr als weltfremde Spinnerei abgetan werden kann, ist schon viel gewonnen. Und es ist außerordentlich erfreulich, dass es WissenschafterInnen wie Jörg Flecker gibt. WissenschafterInnen die Klartext reden.

Links:

Jörg Flecker in Tiroler Tageszeitung

Format: Burn out – ein Plädoyer für die 30-Stunden-Woche

Bericht auf ORF.at

Die Forderungen der AUGE/UG:

Zum Wahlprogramm der AUGE/UG (AK-Wahl 2014)

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