Articles by Klaudia Paiha

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15000_aktionslogo_schere_ohne_Text_auf_weiß_150Vor vierzig Jahren gab es in Österreich die letzte gesetzliche Arbeitszeitverkürzung. Wir starten eine neue Initiative – unter #30hWoche #Arbeitszeitfairkuerzen kannst du Teil einer breiten Bewegung zur Arbeitsverkürzung werden:

  1. Zeig deinen Freundinnen auf Facebook und Twitter, dass auch Du für ArbeitszeitFAIRkürzung bist. Oder was Du mit täglich zwei Stunden mehr Freizeit machen würdest. Hier gibt’s die Vorlagen. Einfach Photo oder Text einbauen und mit  mit dem Hashtag #30hWoche auf Facebook, twitter und Co stellen!
  2. Fordere mittels Brief Arbeits- und Sozialminister Rudolf Hundstorfer auf, angesichts Rekordarbeitslosigkeit und immer stärker werdenden Arbeitsdrucks endlich Initiativen für Arbeitszeitverkürzung zu setzen.
  3. Werde mittels Banner, Profilbilder, etc. Teil der Internet-Demonstration für Arbeitszeitverkürzung!
  4. Bringe die Folder mit den Argumenten für eine Arbeitszeitverkürzung unter deine FreundInnen, KollegInnen, Bekannten, Verwandten, …
  5. Trage das Anliegen auf die Strasse und finde MitstreiterInnen: am 30. April,  16-18 Uhr, mit Bodenzeitung und Flugiverteilen (Mariahilferstraße/Ecke Neubaugasse, 1070 Wien)
  6. Diskutiere mit bei der Arbeitszeit-Enquete von AUGE/UG und Grünem Klub im Parlament am 18. Mai, 9.30-14.30 Uhr (Anmeldung erforderlich)!
  7. Lade viele deiner FreundInnen, KollegInnen, … zum Mitmachen ein!

Du findest die Arbeitszeitverkürzungs-Aktionswoche zum Weiterverbreiten auch auf Facebook.

Wir freuen uns auf eine großartige Aktionswoche!

 

Von den Wünschen der Menschen her wäre eine 30-Stunden-Woche für alle das Ideal,

meint Josef Ehmer, Sozial- und Wirtschaftshistoriker an der Uni Wien in einem aktuellen Interview mit der Wiener Zeitung, in welchem er über Veränderungen in der Arbeitswelt, bezahlte und unbezahlte Arbeit, Bildung, soziale Sicherheit und ideale Arbeitszeit spricht.

Es wird eine stärkere Vermischung von Arbeitsformen geben. Zwischen 30 und 50 werden wir nicht nur Erwerbsarbeit nachgehen, sondern auch Bildungsarbeit, Familien- und Pflegearbeit.

Die Arbeitszeit-Zukunft sieht er eher in nach unterschiedlichen Lebensphasen flexiblen Arbeitszeiten, z.B. Auszeiten für Bildung:

Dass Menschen im Laufe ihres Lebens bei unterschiedlichen Arbeitgebern und in verschiedenen Berufen tätig sind, hat es immer gegeben (…) Jetzt ist es wieder im Zunehmen, da durch die schnelle technologische Entwicklung neue Arbeitsfelder geschaffen werden. Das ist eine Herausforderung an das Bildungssystem. Die Vorstellung, dass man seine Ausbildung mit 24 Jahren an der Universität abschließt und das fürs Leben reicht, ist absurd.

Er rechnet damit, dass wir künftig zwar länger arbeiten müssen, es dafür aber zwischendrin grössere Freizeitphasen geben wird.

Das Arbeitsalter wird sich in Zukunft verlängern – vor 100 Jahren war es selbstverständlich, jenseits der 65 zu arbeiten -, dafür werden größere Freizeitphasen in den 30er und 40er Jahren verankert werden. Dass Sabbatical-Angebote zunehmen, ist ein Indiz dafür.

 

In der GMTN-Zeitschrift „Glück auf“ ist ein Interview mit Jörg Flecker erschienen. Flecker, wissenschaftlicher Leiter der Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt (FORBA) mit den Arbeitsschwerpunkten Arbeitsorganisation, Arbeitsbeziehungen, Informationstechnik & Arbeit, Flexibilisierung, Internationalisierung hat der Zeitschrift der Gewerkschaft PRO GE rund um das Thema Arbeitszeit, Flexibilisierung und Trends Rede und Antwort gestanden. Im Rahmen des Interviews geht Jörg Flecker auch auf die 30-Stunden-Woche als neues Vollarbeitszeitmaß ein, auf das hinzuarbeiten sei.

Hier der Auszug:

„Glück auf!: Zwischen Teilzeit und Überarbeitung: Verschwindet die Normalarbeitszeit aus unserer Arbeitswelt?

Flecker: Noch arbeiten sehr viele zwischen 36 und 40 Stunden in der Woche. Aber schon über 40 Prozent der Frauen arbeiten in Teilzeit – häufig, weil die Kinderbetreuung sonst nicht klappt. Die vollzeitbeschäftigten Männer wiederum arbeiten in Österreich im Durchschnitt (!) 45 Stunden pro Woche, die vollzeitbeschäftigten Frauen mit 43 Stunden nicht viel weniger. Es besteht tatsächlich die Gefahr, dass einerseits kurze Teilzeit, andererseits überlange Vollzeit zunehmen. Wir sollten auf ein neues Zeitmaß hinarbeiten, auf eine kurze Vollzeit für Frauen und Männer in der Größenordnung von 30 Stunden pro Woche, um diesem Trend zu begegnen.“

Das spannende und lesenswerte Interview ist auf der Homepage der PRO GE nachzulesen.