Urlaub

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Diese Frage stellten wir anlässlich der diesjährigen Aktionswoche  am 29. April im Vorfeld des Tags der Arbeitslosen auf der Mariahilferstraße. Die Antworten der PassantInnen waren dabei recht eindeutig. Sie setzen im Kampf gegen Arbeitslosigkeit vor allem auf Bildung und Arbeitszeitverkürzung.
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Wie bereits im Jahr zuvor hatten wir dazu in der Begegnungszone eine Fußbodenzeitung aufgelegt, auf der wir neben vorgegebenen möglichen Maßnahmen auch Platz für Kommentare der PassantInnen ließen. Und: viele Vorübergehende ergriffen auch die Möglichkeit ihre Meinung abzugeben und mit uns über Arbeitslosigkeit und Wege daraus zu diskutieren.
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Jetzt gibt es die zentralsten Argumente und Forderungen aus  der Arbeitszeitenquete „Weniger ist mehr! Arbeitszeitverkürzung – ein Modell für die Zukunft?“ auch zum Nachsehen und Nachhören. Für alle, die nicht teilnehmen konnten. Wir haben ExpertInnen und ReferentInnen aus Wissenschaft, Gewerkschaft und Politik vor die Kamera zum Interview gebeten. Heinz-J. Bontrup, Claudia Sorger, Bernhard Achitz, Klaudia Paiha und Birgit Schatz sind uns Rede und Antwort gestanden und haben noch einmal die für sie wichtigsten Gründe, warum es eine umfassende Arbeitszeitverkürzung braucht, vorgebracht. Sie haben notwendige gesellschaftliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen die es braucht, damit Arbeitszeitverkürzung ein Erfolgsmodell wird, umrissen. Und sie haben gerne vorgebrachte, gängige Argumente gegen eine Arbeitszeitverkürzung relativiert und entkräftet. Unser Dank gilt dabei insbesondere Wolfgang Weber von wien.tv, der den Film gedreht und geschnitten hat. Wir empfehlen: Anschauen! Es zahlt sich aus. Unser Dank

15000_aktionslogo_schereSeit 40 Jahren gab es in Österreich keine gesetzliche Arbeitszeitverkürzung. Zum Vergleich: In den 25 Jahren davor gab es gleich vier. Ist heute Arbeitszeitverkürzung nicht mehr notwendig? Von Klaudia Paiha

Zunehmender Arbeitsdruck, unbezahlte Überstunden, flexibler Arbeitseinsatz, Abbau von Arbeit­nehmer­Innenrechten, Prekarisierung der Arbeitsverhältnisse – das ist die Alltagsrealität der Menschen in Österreich. Vor dem Hinter­grund steigender Erwerbslosenzahlen erfolgt eine massive Verschlechterung der Arbeitsbe­dingungen.

Steigende Produktivität führt dazu, dass in derselben Zeit immer mehr Produkte und Dienstleistungen erzeugt werden können – in Österreich stieg sie beispielsweise von 1994 bis 2012 um 24 Prozent, für Deutschland wurde berechnet, dass die selbe Menge an Gütern heute in der Hälfte der Zeit von 1960 produziert werden kann.

„Solange wir eine Person haben, die Arbeit sucht und keine findet, sind die Arbeitszeiten zu lang“,

soll 1887 Samuel Gompers, der damalige Präsident des Gewerkschaftsverbandes AFL in den USA, gesagt haben. Warum?

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8_Stunden_Tag_1501. April 2014: Die aktuellen Arbeitslosenzahlen liegen vor. Im März 2014 waren 402.323 Menschen arbeitslos. Ein Plus von 9,8 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahrs.
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2. April 2014: ÖVP-Wirtschaftsminister Mitterlehner freut sich im Morgenjournal über neu gewonnene Arbeitszeitflexibilität, dass künftig Beschäftigte mit Gleitzeit bis zu 12-Stunden täglich arbeiten dürfen und spricht von einer win-win-Situation für alle und verweist darauf, dass eh nicht länger als maximal 50 Stunden die Woche gearbeitet werden dürfe. Ja, und die Überstundenzuschläge würden auch bleiben

ÖVP-Familienministerin Karmasin will am gleichen Tag familienfreundliche Arbeitszeiten und eine höhere Beteiligung der Männer an unbezahlter Arbeit und Kinderbetreuung. SPÖ-Abgeordneter Spindelberger spricht in Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage davon, dass 2013 270 Millionen Überstunden erbracht wurden und 2012 knapp 170.000 Personen 68,4 Millionen unbezahlte Überstunden geleistet haben. Der ÖGB versucht abzuwiegeln – nach dem es eine Protestwelle auch sozialdemokratischer Organisationen gegeben hat – dass es eh keinen allgemeinen 12-Stunden-Tag geben würde, sich praktisch eh nichts ändern würde und daher jegliche Aufregung unbegründet sei.

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„Mehr Urlaub für Alle“ kampagnisiert derzeit die GPA-djp. Sechs statt fünf Wochen bezahlter Urlaub nach 20 Jahren Betriebszugehörigkeit oder ab dem 43 Lebensjahr fordert die Angestelltengewerkschaft. Ab einem gewissen Alter braucht es einfach mehr und längere Erholungsphasen. Gut so, und richtig so. Wie nicht anders zu erwarten: von der Wirtschaftskammer kommt ein unmissverständliches „Njet“. Auch vom Wirtschaftsminister. Die Argumente gegen 6-Wochen-Urlaub sind so bekannt wie austauschbar: zu teuer, können sich die Unternehmen nicht leisten, Österreich eh schon im Spitzenfeld und – wie das Amen im Gebet – gefährlich für den Wirtschaftsstandort und die Position Österreichs als Exportland. Und erste Zahlen, was eine sechste Urlaubswoche denn so kosten würde, tauchen auch schon auf: Der Linzer Universitätsprofessor Friedrich Schneider schätzt die Kosten für die Betriebe auf rund 3 Milliarden Euro, und damit „derzeit unrealistisch“ und die „Wettbewerbsposition Österreichs“ gefährdend. Nur, eine ketzerische Frage: wäre das den wirklich so schlecht? Oder nicht eigentlich ein Gebot der Stunde? Weiterlesen auf dem Belvederegasse-BLOG