40-Stunden-Woche

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Was das heißt? Ganz einfach: Kommen 12-Stunden-Tag und 60-Stunden-Woche ist die 40-Stunden-Woche nur noch ein Papiertiger. Sie ist bedeutungslos. Sie ist faktisch tot. Da kann die Regierung hundertmal versichern, dass sich an der Normalarbeitszeit nichts ändern wird.  Ein Kommentar von Markus Koza
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Fakt ist: der neue Bezugsrahmen ist nicht mehr die 40-Stunden-Woche, sondern die EU-Arbeitszeitrichtlinie. Die besagt, dass über einen Zeitraum von 17 Wochen – also 4 Monaten – durchschnittlich nicht länger als 48 Stunden wöchentlich gearbeitet werden darf. Heisst: Über mehrere Wochen hinweg kann ruhig 60-Stunden gearbeitet werden. Über 5, 7, 8, 10 Wochen, vollkommen egal, solange im Durchschnitt eine wöchentliche Arbeitszeit von 48 Stunden nicht überschritten werden darf. 48 Stunden, das sind – wohlgemerkt – 8 Stunden oder 20 % mehr, als die „Normarbeitszeit“ von 40 Stunden.

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Werbung des Österreichischen GewerkschaftsbundesVor vierzig Jahren, am 6. Jänner 1975 trat in Österreich das Gesetz über den 8-Stunden-Arbeitstag und die 40-Stunden-Arbeitswoche in Kraft. Damit wurde eine langjährige Forderung der ArbeiterInnenbewegung umgesetzt, die eine gerechtere Verteilung der Arbeit sowie mehr Zeit für Erholung brachte. Seither hat sich leider nicht viel getan. In einigen Branchen gilt inzwischen zwar die 38,5-Stunden-Woche. Doch von Unternehmerseite werden bereits Stimmen laut, die überhaupt wieder zurück zum 12-Stunden-Arbeitstag wollen.

Die Fakten belegen, dass das Gegenteil notwendig ist: Die Zahl der Arbeitslosen steigt und steigt. Teilzeitbeschäftigung nimmt zu – oft mit Einkommen, die nicht zum Leben reichen. Auf der anderen Seite bürdet man den Beschäftigten immer mehr Überstunden auf und erhöht den Leistungsdruck. Darum braucht es eine umfassende und generelle Arbeitszeitverkürzung. Und darum ist Arbeitszeitverkürzung auch unser diesjähriger Schwerpunkt.

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