Arbeitszeit

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Am 30. Juni findet die ÖGB-Demonstration gegen die schwarz-blauen Regierungspläne statt!

Zuvor schon werden österreichweit BetriebsrätInnenkonferenzen und Betriebsversammlungen organisiert.

Wir – die AUGE/UG und alle Unabhängigen GewerkschafterInnen im ÖGB sind natürlich dabei, wenn es um die Verhinderung der Regierungspläne geht, die Arbeitszeiten auf 12 Stunden täglich und 60 Stunden wöchentlich auszuweiten.

Wir kämpfen allerdings nicht nur gegen längere Arbeitszeiten – eine gewerkschaftlicher Antwort auf die schwarz-blauen Angriffe auf unsere Rechte kann nur der konsequente Einsatz für eine umfassende Arbeitszeitverkürzung sein. Eine Arbeitszeitverkürzung die nicht nur möglich, sondern ohnehin längst überfällig ist!

Dafür braucht es ein starkes Zeichen von uns allen!

 

Deshalb am 30. Juni:

  • Nein zu 12-Stunden-Tag und 60-Stunden-Woche

  • Ja zu Arbeitszeiten, die sich an den Bedürfnissen der ArbeitnehmerInnen orientieren

  • 30-Stunden-Woche jetzt!

 

Treffpunkt der UG am 30. Juni: Ecke Mariahilfer Str./Millergasse (Christian-Broda-Platz), 14.00 Uhr

 

Die schwarz-blaue Regierung plant massive Änderungen bei der Arbeitszeit, die zu einschneidenden Verschlechterungen führen. Damit belohnt Kurz seine Wahlkampfspender aus der Wirtschaft, die sich im Vorfeld genau diese Änderungen zu ihren Gunsten gewünscht haben.  Albert Steinhauser, Jurist und Arbeitsrechtsexperte fasst die Fakten zusammen und zeigt, warum die Änderungen von schwarz-blau zu schwerwiegenden Nachteilen für ArbeitnehmerInnen führen. Und warum Widerstand notwendig ist.

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§ Was bedeutet 12 Stunden tägliche und 60 Stunden wöchentliche Höchstarbeitszeit?

Bisher lag die tägliche Höchstarbeit bei 10 Stunden und die wöchentliche bei 50 Stunden. Künftig will schwarz-blau, dass bis zu 12 Stunden täglich und 60 Stunden wöchentlich gearbeitet werden darf bzw. muss. Damit sind bis zu 20 Überstunden wöchentlich möglich. Was verschwiegen wird ist, dass in absoluten Ausnahmefällen (vorübergehen besonderer Arbeitsbedarf) schon bisher eine 11. Und 12. Überstunde möglich waren, allerdings nur, wenn der Betriebsrat dem zugestimmt hat. Jetzt entfallen sowohl die strengen Voraussetzungen, als auch die Mitsprache des Betriebsrats und damit oftmals auch höhere Zuschläge, die durch ihn oftmals zur Bedingung gemacht wurden. Darum geht es der Regierung. Ein Mehr an Überstunden soll von den Unternehmen künftig einseitig ohne Schutz durch einen Betriebsrat und erhöhten Zuschlägen einfach angeordnet werden können!

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Interessanter OECD-Ländervergleich: In welchen Ländern arbeiten ArbeitnehmerInnen besonders lang – also 60 h oder sogar mehr je Woche? Wenig überraschend: in Ländern der südlichen Hemisphäre bzw. sog. „Schwellenländern“ arbeiten viele ArbeitnehmerInnen 60 Stunden und mehr wöchentlich. Spitzenreiter sind die Türkei mit 23.3 % der ArbeitnehmerInnen und Südkorea mit 22,6 %. Im OECD-Schnitt sind es 5,9 %. Und wie sieht’s in den „alten“ Industriestaaten aus? Da sorgt der Ländervergleich durchaus mit Überraschungen. Denn u.a. Österreich nimmt einmal mehr einen Spitzenplatz bei (über)langen Arbeitszeiten in Europa ein.

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Die Enquete der AUGE/UG, der Wiener Grünen, und der EU-Grünen am 2. Mai zum Thema Arbeitszeitflexibilisierung – „Alles flexi, oder was?“ war ein voller Erfolg. Zahlreiche Interessierte folgten den ExpertInnen-Inputs von Christine Mayrhuber (WIFO), Gerhard Blasche (Zentrum für Public Health, Med-Uni Wien) und Michael Soder und Stefanie Gerold von der WU Wien über Ansatzpunkte einer geschlechter- und arbeitnehmerInnenorientierten Arbeitszeitpolitik, gesundheitlichen Aspekten flexibilisierter und vor allem langer Arbeitszeiten und erfolgreiche, betrieblicher Arbeitszeitmodelle unter dem Vorzeichen von Arbeitszeitverkürzung. Spannend waren auch die Schilderungen unmittelbar Betroffener bereits bestehender oder drohender Arbeitszeitflexi-Modelle.

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In den nächsten Wochen tagen wieder österreichweit die ArbeitnehmerInnenparlamente – die AK-Vollversammlungen der Länder-Arbeiterkammern – und legen ihre Positionen zu aktuellen politischen Themen fest. Die AK-Fraktionen bringen Anträge bzw. Resolutionen ein, die – wenn sie eine Mehrheit finden – „Programm“ bzw. Forderungen der Arbeiterkammer werden und gegenüber Regierung, Parlament bzw. Wirtschaft vertreten werden. Brandaktuelles Thema aus ArbeitnehmerInnensicht ist natürlich die von der Bundesregierung geforderte und den Sozialpartner zu Verhandlungen überlassene Flexibilisierung der Arbeitszeiten. ArbeitnehmerInnen- und Arbeitgeberpositionen liegen in dieser Frage ja weit auseinander. Die AUGE/UG bringt  eine Resolution zum Thema ein, mit der sich die Arbeiterkammer klar gegen die Begehrlichkeiten der Arbeitgeberverbände WKO und IV – 12-Stunden tägliche Höchstarbeitszeit, 10-Stunden tägliche Normalarbeitszeit, zwei Jahre Durchrechnung, 60 Stunden wöchentliche Höchstarbeitszeit und Aufweichung der Wochenendruhe – positionieren soll. In dieser Resolution werden die ArbeitnehmerInnenparlamente aufgefordert folgende Punkte zu beschließen (aus dem Resolutionstext):

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Unser letzter Clip im Vorfeld unserer Enquete „Alles flexi, oder was?“ am 2. Mai ab 14.00 Uhr im Wiener Rathaus und aktuell zum Tag der Arbeitslosen. Ein Zusammenschnitt der Statements von Thomas Kerekes, Viktoria Spielmann, Walter Braunsteiner und Vera Koller. Über Chancen und Risken flexibler Arbeitszeiten. Einmal mehr gilt: Auf das „Wie“ und „Für Wen“ kommt es an. Es geht darum Arbeitszeiten neu zu denken und menschlich zu gestalten. Im Sinne der unmittelbar Betroffenen.

Clip #4 zum Thema Arbeitszeitflexibisierung. Können flexiblere Arbeitszeiten nicht auch ein Beitrag dazu sein, Erwerbsarbeit und private Verpflichtungen – von Kinderbetreuung bis Pflege – besser zu vereinbaren? Ja, wenn „Flexibilisierung“ in dem Sinne verstanden wird, dass ArbeitnehmerInnen in bestimmten Lebensphasen Arbeitszeitmodelle wählen können, die Notwendigkeiten oder Bedürfnissen in spezifischen Lebenslagen entgegenkommen. Allerdings, so Vera Koller, Juristin darum geht es in der aktuellen Debatte nicht. Es geht nicht um arbeitnehmerInnenorientierte Flexibilisierung, sondern um Arbeitszeiten, die der Interessenslage der Wirtschaft entgegenkommen. „In der Diskussion jetzt geht’s darum, Arbeitszeiten auszubauen.“ Und nicht um bessere Vereinbarkeiten …

Wir haben im Vorfeld unserer Arbeitszeit-Enquete „Alles flexi, oder was?“ am 2. Mai im Wiener Rathaus Betroffene zum Thema „Arbeitszeitflexibilisierung“ befragt. Welche Chancen sie in flexiblen Arbeitszeiten sehen. Welche Risken. Und welche Erfahrungen es gibt. In den nächsten Tagen werden wird Kurzfilme zum Thema posten. Als Einstimmung auf die Enquete. Den Anfang macht Thomas Kerekes, Ökonom und Raumplaner. Er meint: „Da wird’s schon schwierig zu sagen, ich bin dann halt mal flexibel …“  Warum, gibt’s hier zum Ansehen.

 

Die diesjährigen Veranstaltungen rund um den Tag der Arbeitslosen (30. April) und Tag der Arbeit (1. Mai) stehen für die AUGE/UG – Alternative, Grüne und Unabhängige GewerkschafterInnen ganz im Zeichen der aktuellen Arbeitszeitflexibilisierungsdebatte – Stichwort 12-Stunden-Arbeitstag. Bis Ende Juni sollen ja die Sozialpartner ein Arbeiszeit-Flexibilisierungspaket ausverhandelt haben. So zumindest der Wunsch der Bundesregierung. Die Positionen von ÖGB und AK auf der einen Seite, der Wirtschaftskammer auf der anderen Seite liegen allerdings weit auseinander. Eine Lösung ist nicht in Sicht. Schon gar keine Lösung, die den Wünschen der ArbeitnehmerInnenseite – nämlich kürzere Arbeitszeiten und selbstbestimmte Flexibilisierungsmodelle – entgegen kommen. Seitens der AUGE/UG  finden österreichweit zahlreiche Aktivitäten statt.

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15000_aktionslogo_schere_ohne_Text_auf_weiß_150In der AK-Studie „Arbeitszeiten in Österreich: zwischen Wünschen und Realität“ geht der Autor Michael Schwendinger der Frage nach, wie zufrieden denn österreichische ArbeitnehmerInnen mit ihren Arbeitszeiten sind. Das Ergebnis: Vollzeitbeschäftigte wollen kürzer, Teilzeitbeschäftigte länger arbeiten.
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Insgesamt arbeiten österreichische ArbeitnehmerInnen wöchentlich durchschnittlich 35 Stunden und 48 Minuten. Österreich liegt damit unter den zehn EU-Staaten mit den kürzesten Gesamtarbeitszeiten. Also: eh alles paletti? Keineswegs! Die Gründe für diese verhältnismäßig kurzen Wochenarbeitszeiten sind nämlich weniger in allgemeinen Maßnahmen zu einer solidarischen Verkürzung der Arbeitszeit zu suchen als vielmehr Ergebnis, ausgesprochen ungleich verteilter Arbeit und Arbeitszeit zwischen Voll- und Teilzeitbeschäftigten, zwischen Männern und Frauen.
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