Österreich

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Was bedeutet Hartz IV auf österreichisch – also die Abschaffung der Notstandshilfe und Umstellung auf die Mindestsicherung ganz konkret für Betroffene? Wir haben in unserem Folder Beispiele angeführt und hier in unserem Blog konkret durchgerechnet.

Frau X

Frau X hat unmittelbar nach Abschluss ihrer Ausbildung einen Job bekommen. Er ist zwar auf zwei Jahre befristet, aber für ihr Alter (25 Jahre) durchaus überdurchschnittlich bezahlt. Nach Ende der Befristung hat sie Anspruch auf 20 Wochen Arbeitslosengeld, da sie noch nicht zumindest 156 Wochen (oder drei Jahre) erwerbstätig war.

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Die schwarz-blaue Bundesregierung will ein „Arbeitslosengeld NEU“ einführen. Dieses soll „degressiv“ gestaltet sein – mit Länge der Bezugsdauer sinken und die Notstandshilfe „integrieren“. Das bedeutet nichts anderes, als dass die Notstandshilfe abgeschafft wird. Jährlich rund 320.000 arbeitslose Menschen, die Notstandshilfe beziehen (Schätzung für 2016), wären davon unmittelbar betroffen. Mit Angehörigen zwischen 600.000 und 700.000 Menschen. Regierungsmitglieder bzw. Vertreter der Regierungsparteien geben das auch ganz unumwunden zu. Nach dem Arbeitslosengeld bleibt dann nur noch die Mindestsicherung.

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Interessanter OECD-Ländervergleich: In welchen Ländern arbeiten ArbeitnehmerInnen besonders lang – also 60 h oder sogar mehr je Woche? Wenig überraschend: in Ländern der südlichen Hemisphäre bzw. sog. „Schwellenländern“ arbeiten viele ArbeitnehmerInnen 60 Stunden und mehr wöchentlich. Spitzenreiter sind die Türkei mit 23.3 % der ArbeitnehmerInnen und Südkorea mit 22,6 %. Im OECD-Schnitt sind es 5,9 %. Und wie sieht’s in den „alten“ Industriestaaten aus? Da sorgt der Ländervergleich durchaus mit Überraschungen. Denn u.a. Österreich nimmt einmal mehr einen Spitzenplatz bei (über)langen Arbeitszeiten in Europa ein.

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AMS_300Was es mit diesen Zahlen auf sich hat? Es sind die aktuellen Arbeitslosenzahlen für Österreich im März 2016. Der „Tag der Arbeitslosen“ findet dieses Jahr vor dem Hintergrund eines neuen, traurigen Arbeitslosenrekords statt.
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Wir lösen auf: 438.654 Menschen waren im März 2016 in Österreich arbeitslos gemeldet oder befanden sich in Schulungen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 10.135 Personen. Das entspricht einer Arbeitslosenrate von 9,4 Prozent (nationale Berechnung) bzw. 6,0 Prozent (Eurostat-Berechnung) (Quelle: AMS-Österreich, Übersicht März 2016). Waren österreichische Bundesregierungen dermaleinst stolz darauf, mit die niedrigsten Arbeitslosenraten in Europa zu haben, ist es damit vorerst einmal vorbei. Heute liegt Österreich an siebt-letzter Stelle, Länder wie Deutschland, Dänemark, ja selbst Ungarn weisen niedrigere Arbeitslosenraten aus.
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TeilzeituhrGestern war ganz offensichtlich „Teilzeittag“ im Wahlkampf. Zumindest bei der SPÖ und den SPÖ-GewerkschafterInnen. Der Grund: eine aktuelle Untersuchung der Statistik Austria im Auftrag des BMASK und des Frauenministeriums  hat einmal mehr den massiven Einkommensunterschied zwischen Voll- und Teilzeitbeschäftigten dokumentiert. Der Stundenlohn bei Teilzeit liegt um rund ein Viertel unter Vollzeit. Eine Einkommensdiskriminierung die überwiegend Frauen trifft, sind doch überwiegend Frauen teilzeitbeschäftigt.
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