Teilzeit

You are currently browsing articles tagged Teilzeit.

15000_aktionslogo_schere_ohne_Text_auf_weiß_150In der AK-Studie „Arbeitszeiten in Österreich: zwischen Wünschen und Realität“ geht der Autor Michael Schwendinger der Frage nach, wie zufrieden denn österreichische ArbeitnehmerInnen mit ihren Arbeitszeiten sind. Das Ergebnis: Vollzeitbeschäftigte wollen kürzer, Teilzeitbeschäftigte länger arbeiten.
.
Insgesamt arbeiten österreichische ArbeitnehmerInnen wöchentlich durchschnittlich 35 Stunden und 48 Minuten. Österreich liegt damit unter den zehn EU-Staaten mit den kürzesten Gesamtarbeitszeiten. Also: eh alles paletti? Keineswegs! Die Gründe für diese verhältnismäßig kurzen Wochenarbeitszeiten sind nämlich weniger in allgemeinen Maßnahmen zu einer solidarischen Verkürzung der Arbeitszeit zu suchen als vielmehr Ergebnis, ausgesprochen ungleich verteilter Arbeit und Arbeitszeit zwischen Voll- und Teilzeitbeschäftigten, zwischen Männern und Frauen.
Read the rest of this entry »

30_stunden_wocheErfreuliches gibt es vom Regionalforum – dem Gewerkschaftstag – der GPA-djp Wien zu berichten. Ein Antrag der AUGE/UG in dem eine umfassende Arbeitszeitverkürzung in Richtung 30-Stunden-Woche gefordert wurde fand eine Mehrheit. Damit ist die 30-Stunden-Woche Programm der GPA-djp Wien.

Forderung nach Arbeitszeitverkürzung auch im Leitantrag der GPA-djp Wien

Forderungen nach einer Arbeitszeitverkürzung bzw. nach „Guten Arbeitszeiten“ finden sich auch im Leitantrag der GPA-djp. Die Gewerkschaft der Privatangestellten fordert u.a.

  • einen Überstunden Euro oder höhere Beiträge zur Arbeitslosenversicherung pro geleisteter Überstunden
  • eine sechste Urlaubswoche für mehr ArbeitnehmerInnen mittels voller Vordienstzeitenanrechung
  • ein Recht auf Bildungskarenz und Sabbatical sowie einen Rechtsanspruch auf Altersteilzeit
  • sowie den Ausbau der Freizeitoption als bewährtes kollektivvertragliches Instrument zur arbeitneghmerInnenorientierten Arbeitszeitflexibilisierung

Eher zurückhaltend blieb der Leitantrag in Sachen genereller Arbeitszeitverkürzung: hier forderte die GPA-djp eine gesetzliche Arbeitszeitverkürzung auf 38,5 Wochenstunden mit der Perspektive einer kollektivvertraglichen Arbeitszeitverkürzung von 35 Wochenstunden. Dieser Passus ist nun mit der Annahme des AUGE/UG-Antrags überholt.

Read the rest of this entry »

30_stunden_wocheWer in den letzten Wochen die Tageszeitungen und Onlinemedien durchforstete kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Vor allem als linke/r, alternative/r GewerkschafterIn: Quer durch die Medienlandschaft – von liberal bis konservativ – wurde da plöztlich die „30-Stunden-Woche“ zum Thema. Interessanterweise zu einem Thema, das durchaus positiv behandelt wurde und keineswegs auf schroffe Ablehnung stieß bzw. als Hirngespinst abgetan wurde. Die 30-Stunden-Woche scheint vom „linken“ Rand nun plötzlich in der Mitte der Gesellschaft angekommen zu sein.
Read the rest of this entry »

TeilzeituhrGestern war ganz offensichtlich „Teilzeittag“ im Wahlkampf. Zumindest bei der SPÖ und den SPÖ-GewerkschafterInnen. Der Grund: eine aktuelle Untersuchung der Statistik Austria im Auftrag des BMASK und des Frauenministeriums  hat einmal mehr den massiven Einkommensunterschied zwischen Voll- und Teilzeitbeschäftigten dokumentiert. Der Stundenlohn bei Teilzeit liegt um rund ein Viertel unter Vollzeit. Eine Einkommensdiskriminierung die überwiegend Frauen trifft, sind doch überwiegend Frauen teilzeitbeschäftigt.
Read the rest of this entry »

Die Arbeiterkammer Wien verschickt regelmäßig einen sozial- und wirtschaftsstatistischen Newsletter. Der aktuelle setzt sich mit Teilzeitbeschäftigung in Österreich auseinander.

.

Ein Viertel aller Beschäftigten arbeiten Teilzeit

Ein Viertel aller Beschäftigten (Selbständige wie Unselbständige) – genau 25,5 % waren 2010 Teilzeit beschäftigt. In absoluten Zahlen waren das 1,03 Millionen Menschen. Interessant ist die Entwicklung von Teilzeit über die letzten Jahre hinweg: seit 1995 ist die Teilzeitbeschäftigung von 14,0 % (515.000 Betroffene) auf besagte 25,5 % gestiegen und hat sich in absoluten Zahlen verdoppelt.

Read the rest of this entry »

Von den Wünschen der Menschen her wäre eine 30-Stunden-Woche für alle das Ideal,

meint Josef Ehmer, Sozial- und Wirtschaftshistoriker an der Uni Wien in einem aktuellen Interview mit der Wiener Zeitung, in welchem er über Veränderungen in der Arbeitswelt, bezahlte und unbezahlte Arbeit, Bildung, soziale Sicherheit und ideale Arbeitszeit spricht.

Es wird eine stärkere Vermischung von Arbeitsformen geben. Zwischen 30 und 50 werden wir nicht nur Erwerbsarbeit nachgehen, sondern auch Bildungsarbeit, Familien- und Pflegearbeit.

Die Arbeitszeit-Zukunft sieht er eher in nach unterschiedlichen Lebensphasen flexiblen Arbeitszeiten, z.B. Auszeiten für Bildung:

Dass Menschen im Laufe ihres Lebens bei unterschiedlichen Arbeitgebern und in verschiedenen Berufen tätig sind, hat es immer gegeben (…) Jetzt ist es wieder im Zunehmen, da durch die schnelle technologische Entwicklung neue Arbeitsfelder geschaffen werden. Das ist eine Herausforderung an das Bildungssystem. Die Vorstellung, dass man seine Ausbildung mit 24 Jahren an der Universität abschließt und das fürs Leben reicht, ist absurd.

Er rechnet damit, dass wir künftig zwar länger arbeiten müssen, es dafür aber zwischendrin grössere Freizeitphasen geben wird.

Das Arbeitsalter wird sich in Zukunft verlängern – vor 100 Jahren war es selbstverständlich, jenseits der 65 zu arbeiten -, dafür werden größere Freizeitphasen in den 30er und 40er Jahren verankert werden. Dass Sabbatical-Angebote zunehmen, ist ein Indiz dafür.

 

42,3 Wochenstunden arbeiten in Österreich durchschnittlich Vollzeit beschäftigte Männer. Vollzeit beschäftigte Frauen arbeiten im Jahr 2010 durchschnittlich 40,4 Wochenstunden. Die Wunscharbeitszeit ist eine ganz andere: bei Männern beträgt diese 39,5 Wochenstunden, bei Frauen 38,1 Wochenstunden. So die Broschüre der AK-Oberösterreich „Arbeit Fair teilen“.

Und die AK präsentiert noch weitere interessante Ergebnisse:

  • 35 % der Männer und rund 20 % der Frauen müssen länger als 40 Wochenstunden arbeiten. Tatsächlich wünschen sich allerdings nur 13 % der Männer und 4 % der Frauen derartig lange Wochenarbeitszeiten.
  • Kürzer als 40 Wochenstunden wollen dagegen 84 % der männlichen Vollzeitbeschäftigten arbeiten: die würden gerne bei maximal 39,5 Wochenstunden Schluss machen. 53 % der Vollzeit arbeitenden Frauen sehen das ähnlich.
  • Umgekehrt ist es bei Teilzeit beschäftigten Männern und Frauen: Teilzeit arbeitende Fauen würden z.B. lieber 24 Wochenstunden statt der üblichen durchschnittlich 23,5 Wochenstunden arbeiten, Teilzeit beschäftigte Männer lieber 24,4 statt der durchschnittlich geleisteten 21,5 Wochenstunden.

Read the rest of this entry »

Atypisch Beschäftigte – also Teilzeit, befristet oder geringfügig Beschäftigte bzw. Leih- und ZeitarbeiterInnen – verdienten 2006 um fast ein Viertel – nämlich um 23,2 % weniger als „normale“ Vollzeitbeschäftigte (nämlich durchschnittlich Euro 9,45/Stunde brutto statt 12,30). Wie verhält es sich nun mit atypischer Beschäftigung und Niedriglöhnen? Atypisch Beschäftigte sind deutlich stärker von Niedriglöhnen betroffen als Personen mit dauerhafter Beschäftigung auf Vollzeitbasis.

Read the rest of this entry »

Die Verteilung zwischen Voll- und Teilzeitarbeitsplätzen in Österreich hat sich äußerst divergent entwickelt. Vollzeit arbeiteten 2008 nach Statistik Austria (Arbeitskräfteerhebung 2008, S. 339ff) 2,71 Mio Personen. Verglichen mit 1994 sind das um 29.000 Arbeitsplätze weniger. 2004 hatte es mit 2,592 Mio Arbeitsplätzen die geringste Anzahl in der Periode von 1994 bis 2008 gegeben. D.h. es wurden im Vergleichszeitraum keine neuen Vollzeitarbeitsplätze geschaffen.

Entwicklung der Teilzeitbeschäftigung

Völlig anders ist die Entwicklung bei den Teilzeitarbeitsplätzen. Verglichen mit 1994 verdoppelten sie sich. 2008 waren rund 819.000 Personen teilzeitbeschäftigt, das sind um 416.000 Personen mehr als 1994. In keinem einzigen Jahr seit 1994 war ein Rückgang der Teilzeitbeschäftigung festzustellen.

Read the rest of this entry »

Die Verteilung von Arbeitszeit hat viel mit der Verteilung von Arbeit zu tun. Das Programm der Arbeitszeitverkürzung zielt direkt auf eine gerechte Verteilung von Arbeit, Zeit und Geld. Die jeweilige Standardisierung der Normalarbeitszeit – vor einem Jahrhundert von gut 80 Wochenarbeitsstunden zuerst auf 72 dann 60 gesenkt – nimmt direkten Einfluss auf die Zahl der Arbeitslosen und die Arbeitslosenraten.

Teil 3 der Darstellung der Rahmenbedingungen von „Arbeitslosigkeit und Arbeitslosenraten in Österreich und Europa“:

Resümee

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass es auf dem österreichischen Arbeitsmarkt in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren zu teilweise massiven Veränderungen gekommen ist. Die Anzahl der unselbständig Erwerbstätigen ist im Vergleich zu 1998 um rund 10 Prozent angewachsen.

Verantwortlich dafür sind der steigende Frauenanteil und die immer größer werdende Zahl ausländischer ArbeitnehmerInnen. Verglichen mit vor fünfzehn Jahren hat sich die Anzahl der Vollzeitarbeitsplätze geringfügig reduziert, die der Teilzeitarbeitsplätze hingegen verdoppelt. Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf den steigenden Anteil von Frauen zurückzuführen. Read the rest of this entry »

« Older entries