Überstunden

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Beispiel 1: Achtung! Lange Arbeitszeiten gefährden die Gesundheit!

Herr K. Arbeitet in einem kleinen Unternehmen. Hin und wieder musste er einen 12-Stunden-Arbeitstag einlegen. Ausnahmsweise. Eine Arbeitsmedizinerin prüfte dann, ob die langen Arbeitszeiten gesundheitlich unbedenklich sind, oder nicht. Das war gut so. Denn: So fit wie früher fühlt sich der 53jährige nicht mehr. Er weiß: Bei langen Arbeitszeiten steigt das Risiko von Herz- und Kreislauferkrankungen. Jetzt gibt‘s keine ärztlichen Prüfungen mehr. Der Chef verlangt von K. Aber immer öfter, länger in der Firma zu bleiben. Was soll K. Tun? Verweigert er, verliert er womöglich den Job. Und der ist nicht mehr der Jüngste. Sein Arzt rät ihm aber, sein Herz zu schonen …

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Wünsche und Wirklichkeit klaffen bei Arbeitszeiten stark auseinander. Während uns Industrie und Wirtschaft  immer wieder – ernsthaft! – Glauben machen wollen, dass die Beschäftigten nur darauf warten, endlich 12-Stunden täglich und 60-Stunden wöchentlich arbeiten zu dürfen, sprechen Studien und Befragungen eine ganz andere Sprache.

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  • Laut einer umfassenden Arbeitszeitstudie der Arbeiterkammer aus dem Jahr 2015 wollen Vollzeitbeschäftigte durchschnittlich um 1 Stunde und 48 Minute je Woche kürzer, Teilzeitbeschäftigte dagegen um 2 Stunden und 42 Minuten länger arbeiten. Besonders ausgeprägt ist der Wunsch nach Arbeitszeitverkürzung in der höchsten Einkommensgruppe – sie ist auch jene Gruppe mit den längsten durchschnittlichen Wochenarbeitszeiten (43,9 Stunden). Einen ebenso ausgeprägten Wunsch nach kürzeren Arbeitszeiten gibt es bei älteren ArbeitnehmerInnen.

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8_Stunden_Tag_1501. April 2014: Die aktuellen Arbeitslosenzahlen liegen vor. Im März 2014 waren 402.323 Menschen arbeitslos. Ein Plus von 9,8 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahrs.
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2. April 2014: ÖVP-Wirtschaftsminister Mitterlehner freut sich im Morgenjournal über neu gewonnene Arbeitszeitflexibilität, dass künftig Beschäftigte mit Gleitzeit bis zu 12-Stunden täglich arbeiten dürfen und spricht von einer win-win-Situation für alle und verweist darauf, dass eh nicht länger als maximal 50 Stunden die Woche gearbeitet werden dürfe. Ja, und die Überstundenzuschläge würden auch bleiben

ÖVP-Familienministerin Karmasin will am gleichen Tag familienfreundliche Arbeitszeiten und eine höhere Beteiligung der Männer an unbezahlter Arbeit und Kinderbetreuung. SPÖ-Abgeordneter Spindelberger spricht in Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage davon, dass 2013 270 Millionen Überstunden erbracht wurden und 2012 knapp 170.000 Personen 68,4 Millionen unbezahlte Überstunden geleistet haben. Der ÖGB versucht abzuwiegeln – nach dem es eine Protestwelle auch sozialdemokratischer Organisationen gegeben hat – dass es eh keinen allgemeinen 12-Stunden-Tag geben würde, sich praktisch eh nichts ändern würde und daher jegliche Aufregung unbegründet sei.

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Fast ein Drittel aller ArbeitnehmerInnen in Österreich arbeiten länger als vertraglich vertraglich vereinbart. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Arbeitsklimaindex (März 2012) der Arbeiterkammer Oberösterreich.

Mehr Arbeit als vertraglich vereinbart

Ein beträchtlicher Teil der österreichischen ArbeitnehmerInnen arbeiten mehr als 40 Wochenstunden: 14 Prozent der Beschäftigten leisten zwischen 40 und 45 Stunden wöchentlich, 10 Prozent mehr als 45 Wochenstunden. 48 Prozent der unselbständig Beschäftigten arbeiten zwischen 35,1 und 40 Stunden pro Woche.

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42,3 Wochenstunden arbeiten in Österreich durchschnittlich Vollzeit beschäftigte Männer. Vollzeit beschäftigte Frauen arbeiten im Jahr 2010 durchschnittlich 40,4 Wochenstunden. Die Wunscharbeitszeit ist eine ganz andere: bei Männern beträgt diese 39,5 Wochenstunden, bei Frauen 38,1 Wochenstunden. So die Broschüre der AK-Oberösterreich „Arbeit Fair teilen“.

Und die AK präsentiert noch weitere interessante Ergebnisse:

  • 35 % der Männer und rund 20 % der Frauen müssen länger als 40 Wochenstunden arbeiten. Tatsächlich wünschen sich allerdings nur 13 % der Männer und 4 % der Frauen derartig lange Wochenarbeitszeiten.
  • Kürzer als 40 Wochenstunden wollen dagegen 84 % der männlichen Vollzeitbeschäftigten arbeiten: die würden gerne bei maximal 39,5 Wochenstunden Schluss machen. 53 % der Vollzeit arbeitenden Frauen sehen das ähnlich.
  • Umgekehrt ist es bei Teilzeit beschäftigten Männern und Frauen: Teilzeit arbeitende Fauen würden z.B. lieber 24 Wochenstunden statt der üblichen durchschnittlich 23,5 Wochenstunden arbeiten, Teilzeit beschäftigte Männer lieber 24,4 statt der durchschnittlich geleisteten 21,5 Wochenstunden.

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162.000 NiederösterreicherInnen – rund ein Viertel aller ArbeitnehmerInnen in NÖ – leisten regelmäßig Überstunden. Mit 9 Überstunden/Woche liegen sie damit über dem Österreich-Schnitt von 8,5 Stunden wöchentlich.

In einer Studie vom Juli dieses Jahres („Überstunden und Beschäftigung“, AK NÖ)  geht nun die AK NÖ der Frage nach, ob der Abbau von Überstunden zusätzliche Jobs schaffen kann und entsprechend ein adäquates Mittel darstellt, um auch in Krisenzeiten die Arbeitslosigkeit zu reduzieren.

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Erfreulich: ÖGB und WIFO wollen weniger Überstunden. Weniger erfreulich allerdings zu erwarten: Wirtschaftsminister Mitterlehner eher nicht. Sozialminister Hundstorfer will einen Kompromiss.

Im heutigen Ö 1 – Morgenjournal forderten sowohl WIFO-Budgetexpertin Margit Schratzenstaller als auch Bernhard Achitz, leitender Sekretär der ÖGB-Grundlagenabteilung Maßnahmen zur Eindämmung von Überstunden. Schratzenstaller fordert ein Ende der steuerlichen Begünstigung von Überstunden, Achitz entweder höher Überstundenzuschläge, oder ein Überstundenabgabe, die der Arbeitslosen- und Krankenversicherung zugute kommen soll, „…weil ja Überstunden nachweislich krank machen und erhöhte Kosten im Gesundheitssystem verursachen,“ so Achitz.

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