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AUGE/UG und KIV/UG hatten unter dem Motto „Wir stürmen den Gipfel zur Sozialmilliarde“ für den 18. März zum Sozialgipfel ins Wiener Rathaus geladen. Über 100 BetriebsrätInnen, PersonalvertreterInnen und Beschäftigte aus Sozial- und Gesundheitsberufen – aus dem Pflege-, den Behinderten-, Jugend-, Kinderbetreuungsbereich und der Sozialarbeit waren dem Aufruf gefolgt und formulierten ein Forderungspaket an die Bundesregierung. Einmal mehr wurde eine Sozialmilliarde gefordert: für Investitionen in flächendeckende, bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige Soziale und Gesundheitsdienstleistungen und bessere Arbeits- und Einkommensbedingungen für die Beschäftigten im Sozialbereich. Mit über 6.000 Unternehmen, 140.000 Beschäftigten (im gesamten Sozial-, Gesundheits- und Veterinärwesen sogar 240.000 Beschäftigte) und einem Umsatz von 4 Mrd. Euro stellt die Sozialwirtschaft einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar.

Massive bestehende Versorgungsdefizite – etwa im Kinderbetreuungs, Alten- und Pflegebereich, sowie im Bereich des betreuten Wohnens – zeugen von den großen Beschäftigungspotentialen, die in diesen Bereichen liegen. Geprägt ist der Sozialbereich allerdings von einem immer höher werdenden Arbeitsdruck bei den Beschäftigten, von Planungs- und Bestandsunsicherheiten aufgrund kurzfristiger Finanzierungsverträgen, von prekären Beschäftigungsverhältnissen, niedrigen Einkommen, Dequalifizierungstendenzen und Arbeitsverdichtung, die kaum mehr eine entsprechende intensive und an den Problemen der KlientInnen orientierte Arbeit zulassen. Einen Bericht zum Sozialgipfel mit Downloadmöglichkeiten der Impulsreferate von Nikolaus Dimmel, Professor an der Universität Salzburg und Experte für Sozialwirtschaft sowie Elisabeth Hammer von der FH Campus Wien, und Mitbegründerin des Vereins Kritische Soziale Arbeit findet sich auf der Homepage der AUGE/UG. Und auch die KIV/UG hat berichtet.

Einen kurzen Film über den Sozialgipfel hat Wolfgang Weber produziert:

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