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Herbst ist Wahlzeit. Auch für die Unabhängigen GewerkschafterInnen. Betriebsratswahlen. Vor allem an den Unis. Und im Fonds Soziales Wien. Und die Ergebnisse sind durchaus erfreulich.
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Gut, Betriebsratswahlen finden eigentlich fast immer irgendwo in irgendwelchen Betriebe statt. Für uns Unabhängige GewerkschafterInnen gibt es allerdings Betriebsratswahlen, denen eine besondere Bedeutung zukommt. Weil wir in diesen Betrieben Mehrheiten stellen und BR-Wahlen dann entsprechend (auch) Abstimmungen über die vergangene Funktionsperiode sind. Oder: weil diesen Betrieben eine besondere gesellschaftliche bzw. gewerkschaftliche Bedeutung zukommt, gerade auch aus UG-Sicht.

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„Arbeiter“-BR-Wahl bei Tridonic: AUGE/UG goes „Metaller“

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Eine Betriebsratswahl der aus UG-Sicht eine besondere Bedeutung zukommt war etwa jene bei der Tridonic GmbH & Co KG (Vorarlberg), einem

Can Bozgül erreichte mit seiner BR-Liste aus dem Stand die absolute Mehrheit im Arbeiterbetriebsrat bei Tridonic. Can ist Delegierter der UG in den Landesvorstand des ÖGB Vorarlberg.

Unternehmen der Zumtobel Gruppe mit rund 360 Angestellten und 178 ArbeiterInnen. Gewählt wurde Anfang Oktober der ArbeiterInnenbetriebsrat. Nun, ArbeiterInnenbetriebsräte sind traditioneller- und bedauerlicherweise nicht unbedingt Hochburgen der UG. Schon gar nicht im Privatbereich. In diesem Falle allerdings brachte die erstmalige Kandidatur unseres Kollegen Can Bozgül bei hoher Wahlbeteiligung (87 %) auf Anhieb die absolute Mehrheit.  Die Wahl ist nicht nur dahingehend bemerkenswert, dass nach langen Jahren erstmals wieder die AUGE/UG einen Arbeiterbetriebsratsvorsitzenden im „Metallerbereich“ stellt – und das in einem „Leitbetrieb“ in Vorarlberg – sondern dass mit den gewonnenen Betriebsratsmandat die Fraktionsanerkennung der AUGE/UG in der PRO GE – der alten „Metallergewerkschaft“ – in realistische Nähe rückt. Ein entsprechendes Treffen mit dem Vorsitzenden der PRO GE ist mit Jänner nächsten Jahres anvisiert. Mit einer Anerkennung der AUGE/UG in der  Gewerkschaft PRO GE wäre die Gewerkschaft Bau Holz die letzte österreichische Teilgewerkschaft ohne fraktionelle Vertretung der UG ….

 

Mehr dazu auf der Homepage der Vorarlberger AUGE/UG (GEMEINSAM/UG)
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BR-Wahlen im Fonds Soziales Wien: Starke Position noch ausgebaut

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Der Fonds Soziales Wien ist mit rund 1.100 MitarbeiterInnen (FSW und Töchterunternehmen) nicht nur größter „Sozialer Dienstleister“ der Gemeinde Wien (etwa im Bereich der Wohnungslosenhilfe, der mobilen Pflege, Behindertenarbeit, SchuldnerInnenberatung, Spitalssozialarbeit etc.) sondern mit einem Budget von fast 700 Mio. Euro auch wichtigster öffentlicher Fördergeber. Die Leistungserbringung privater sozialer Dienstleister in Wien für die Gemeinde Wien werden zu einem großen Teil vom FSW gefördert. Für die UG von besonderer Bedeutung: die KIV/UG stellt in diesem Wiener Schlüsselbetrieb sowohl in der „Zentrale“ als auch den „Töchtern“ die Mehrheiten im Betriebsrat.

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Das neue "alte" Vorsitzteam (v.l.n.r.): Sonja Müllner (Pflege und Betreuung), Doris Buresch (Wieder Wohnen), Andreas Richter-Huber (FSW).

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Anfang November fanden – im Zeichen drohender Nulllohnrunden auch bei den Gemeindebediensteten – abermals Betriebsratswahlen statt. Dabei wurden die Ergebnisse der Betriebsratswahlen 2008 noch übertroffen, wurden die Mehrheiten sogar noch ausgebaut: künftig stellt die KIV/UG in allen Betrieben die Zwei-Drittel-Mehrheit.
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  • Im Fonds Soziales Wien („Zentrale“) stellt die KIV/UG wie bisher 7 Mandate, die FSG 3.

 

  • Bei den Pflege und Betreuungsdiensten des FSW – einer „Tochter“ – konnte die KIV/UG ihren Erfolg 2008 stimmenmäßig noch ausbauen. In Mandate hält die KIV/UG wieder 5 Mandate, die FSG 2.

 

  • Deutlich zulegen konnte die KIV beim FSW-Tochterunternehmen „Wieder Wohnen“. Die KIV/UG konnte hier ihre Mehrheit auf 4 Mandate ausbauen, 2 Mandate entfielen auf die neue linke Liste „A-Team“. Die FSG ging leer aus.

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Damit stellt die KIV/UG auch für die nächsten vier Jahre die Mehrheit in allen Betrieben des FSW. In alter und neu gewonnenen Stärke.

Mehr zur BR-Wahl im FSW auf der Hompage der KIV/UG.
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BR-Wahlen an den Unis: Neue Mehrheiten

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Eintrudelnde Wahlergebnisse von den Unis bestärken den Trend: die UG legt an allen Unis zu und gewinnt neue Mehrheiten an der Uni Wien und der WU Wien.

Gewählt wurden auch die Betriebsräte des allgemeinen Personals an Österreichs Universitäten (an der Med-Uni Innsbruck wurde auch der Betriebsrat des wissenschaftlichen Personals gewählt). Dabei gab es auch eine UG-Erstkandidatur an der Johannes-Kepler-Universität Linz. Auch die Betriebsratswahlen an den Universitäten endeten für die Unabhängigen GewerkschafterInnen ausgesprochen erfreulich mit neuen, spektakulären Mehrheiten.
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Bereits im Frühjahr 2012 wählten die Beschäftigten der Universität für Bodenkultur (Boku). Die UG (konnte dabei ihre Stimmenmehrheit noch ausbauen und hält 6 von 10 Mandaten und damit die klare Mehrheit.
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  • Mit Spannung erwartet wurde der Ausgang der BR-Wahlen auf Österreichs größter Universität – der Uni Wien – die schon Anfang November wählte. Und an der Uni Wien fand ein kleines „gewerkschaftliches“ Erdbeben statt: die UG konnte ihren Stimmenanteil auf 45 % erhöhen und gewann damit 8 Mandate (+ 2)! Der „alte“, umstrittene FSG-Betriebsratsvorsitzende kandidierte gemeinsam auf einer Liste mit der FCG erreichte 6 Mandate ab. Die neu gegründete FSG erzielte 3 Mandate und kooperiert im neu gewählten BR mit der UG, die mit Manfred Bobek erstmals den BR-Vorsitzenden stellt.

 

  • An der Uni Linz erzielte die UG bei ihrem erstmaligen Antritt 18 % der Stimmen und auf Anhieb zwei Mandate.

 

  • Erstmals stimmenstärkste Fraktion ist die UG an der WU Wien. Lagen bei der BR Wahl 2008 die konkurrierenden Listen nur um wenige Stimmen  auseinander – sie konnte die UG ihre Mitbewerber dieses mal deutlich abhängen. Mit 4 Mandaten (+ 1) wurde sie sogar stimmenstärkste Fraktion bei den „NichtwissenschafterInnen“ an der WU und hat damit realistische Chancen den BR-Vorsitz zu stellen!

 

  • Stimmenzuwächse bei gleichzeitigem Halten des Mandatsstand setzte es für die UG an der TU Wien (3 Mandate), an der Med-Uni Wien (5 Mandate) und der Uni Graz (3 Mandate). Mandate – und die Mehrheit im Betriebsrat – halten konnten auch die KollegInnen des ärztlichen Personals an der Med-Uni in Innsbruck. Die Liste IOK-UG hielt einmal mehr 7 Mandate und ist damit die mit Abstand stärkste BR-Gruppierung.

 

  • Die knappe Betriebsrats-Mehrheit verloren hat die UG bedauerlicherweise bei den „verspätet“ – von 2. bis 4. Dezember stattfindenden – Wahlen an der Med-Uni Graz. Hier fiel die UG von 6 auf immer noch starke 5 Mandate. Die Mehrheit stellt im Betriebsrat des allgemeinen Personals künftig die FCG mit 7 Mandaten.

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Übersicht über alle Wahlergebnisse zu den Uni-Betriebsraeten mit UG-Beteiligung  hier auf der UGöD-Homepage.

 

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