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Die Personalvertretungs- und Gewerkschaftswahlen bei Post und Telekom sind geschlagen. Und sie endeten für die UG-Listen leider alles andere als erfreulich. Telekom und vor allem die Post waren immer schon und sind nach wie vor „schwere Pflaster“ für die UG.

Die Wahlen bei Post und Telekom sind vorbei. Die Ergebnisse für die UG sind ernüchternd. Ein Blick zurück, in die Zeit vor der Wahl: Die Telekom-Liste we4you/UG durfte sich durchaus Hoffnungen machen zu reüssieren. Sie kandidierte in der Region Ost (Wien, NÖ, Bgld) in allen Vertrauenspersonenausschüssen, zum Personalausschuss und auch zum Zentralausschuss und hatte ihre AktivistInnenbasis ausbauen können.

Ähnlich stellte sich die Situation in der Post dar, wo zum dritten Mal eine UG-Liste im Briefzentrum Liesing kandidierte.
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Stimm- und Mandats-Verluste bei der Telekom

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Die Ergebnisse der Wahl waren angesichts der Ausgangsbedingungen mehr als enttäuschend:

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  •  Im VPA Ost 1 (Telekom) fiel we4you/UG von 9,8 (2014) auf 4,4 Prozent und verlor ihr Mandat.
  • Im VPA Ost 3 fiel die UG-Liste von 6,75 auf 3,6 Prozent. Die Folge war auch hier der Verlust der Personalvertretungsmandats.
  • Lediglich im VPA Ost 2 konnte die UG ihr Mandat halten und verpasste das zweite trotz leichter Stimmverluste (von 9,8 auf 8,2 Prozent) nur knapp.

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Insgesamt kam die Liste we4you/UG in der Region Ost auf 5,54 Prozent und verpasste den Einzug in den Personalausschuss von Wien, Niederösterreich und Burgenland doch klar.
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Ein wesentlicher Mitgrund für die Stimmenverluste war die Kandidatur der FSG-Abspaltung „A1 united“, die in der Region Ost auf 14,9 Prozent Stimmanteil kam und auf Anhieb in der Personalausschuss einzog. In den VPA fuhr die neue Liste zwischen 12 und 18 Prozent der Stimmen ein – auf Kosten der FSG und der UG.

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Einziges Post-Mandat verloren

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Verloren gegangen ist auch das einzige Mandat in der Personalvertretung der Post im Briefzentrum Liesing. Das 2010 gewonnene – erste und bislang einzige! – UG-Mandat bei dern Post ist damit Geschichte. UG-Kandidaturen waren und sind bei der Post von Seltenheitswert. Umso trauriger der Mandats-Verlust an einer der größten Dienststellen Österreichs.
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Ein Lichtblick: UG hält Bundesvorstandsmandat in Postgewerkschaft

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Einziger Lichtblick dieser Wahl: Das – zugegebenermaßen bescheidene – Wahlergebnis von 2014 bei der Gewerkschaftswahl konnte gehalten werden. Die UG erreichte wie schon 2010 1,6 Prozent der Stimmen und einen Sitz im Bundesvorstand der Postgewerkschaft. Leichte Zugewinne für die UG gab es bei der Telekom Landesgruppe Wien, NÖ, Burgenland (von knapp 3 auf 3,8 Prozent). Insgesamt setzte es leichte Verluste für FCG und GLB und Zugewinne für die FSG.

Die UG ist damit nach wie vor die einzige kleine Gewerkschaftsfraktion, die neben FSG und FCG im Bundesvorstand der Postgewerkschaft vertreten ist.

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Wie weiter?

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Dass die Enttäuschung bei den KollegInnen bei Post und Telekom groß ist, ist verständlich. Die UG-AktivistInnen vor Ort führten einen engagierten und intensiven Wahlkampf und setzten auf Themen statt Mistkübel und leere Schlagworte – von Arbeitszeitverkürzung über Chef-Wahlen bis hin zu Leiharbeit und Öffi-Tickets für MitarbeiterInnen.
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Nun heißt‘s aufstehen, Krone richten, wieder zu Kräften kommen. Unterstützung und Zuspruch kommt dabei auch aus großen Teilen der Belegschaft, die mit diesem Ergebnis nicht gerechnet hätte und die UG-KandidatInnen vor Ort bitten, doch weiter zu machen.
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Dank gehaltenem Mandat in der Telekom und in der Postgewerkschaft beginnt der Neustart für unsere FreundInnen in Post und Telekom nicht bei „Null“. Es gibt Erfahrungen, es gibt ein Netzwerk und eine junge Gruppe, auf denen aufgebaut werden kann. Die nächsten Wahlen kommen bestimmt. Und die UG wird wohl wieder dabei sein. In der Telekom. Und hoffentlich auch wieder bei der Post.
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Die UG-KollegInnen in den anderen Gewerkschaften werden sie dabei bestmöglich unterstützen.

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