Feed auf
Postings
Kommentare

Auch diesmal kandidiert zur AK-Wahl in Wien eine Liste (Kürzel „GA“), die mit der Bezeichnung „grün“ im Listennamen auf Verwechslungsstimmenfang geht. Mit den Grünen hat diese Liste allerdings nichts zu tun. Sie spielt auch keinerlei Rolle in Gewerkschaften oder Betriebsräten.

Bei der „GA“ handelt es sich um einen Familienbetrieb mit Freundeskreis: Auf den vorderen Listenplätzen  finden sich fast ausschließlich Mitglieder der Familie Dunkl. Vater, Mutter, Tante, Kinder.  Recherchiert man über die „GA“ im Internet wird man hinsichtlich politischer Aktivitäten kaum fündig. Wie auch? Sie treten vor allem vor den AK-Wahlen in Erscheinung um auf Verwechslungsstimmen-Jagd zu gehen. In der AK vertretene Fraktionen bekommen für ihre politische Arbeit – z.B. für Bildung- und Weiterbildung von BetriebsrätInnen, für Kampagnen, für die Herausgabe von Publikationen, für Vertretungs- und Gewerkschaftsarbeit, für Infrastruktur und Personal – Fraktionsmittel. Im Falle der „GA“ profitiert vor allem eine Familie davon.

Will man die „GA“ politisch einordnen, dann bei der völlig bedeutungslosen, nur Eingeweihten bekannten Minipartei namens „BGÖ“ – Bürgerliche Grüne Österreichs, eine Abspaltung der nicht minder inexistenten rechts-bürgerlichen Partei „VGÖ“-Vereinte Grüne Österreichs. Mit den ihrer Meinung nach viel zu linken Grünen wollen weder BGÖ noch GA was zu tun haben – umso verwunderlicher, dass ausgerechnet sie partout als „Grüne“ kandidieren und ihre Folder zusätzlich frapant an jene der Grüne erinnern. Eine besondere Chuzpe, für die sie auch schon – leider letztinstanzlich erfolglos – geklagt wurden.

Jedenfalls ein klares Indiz dafür, dass sie auf „Verwechslung“ als Wahlmotiv setzen. Warum sonst würden sie an grünes CI angelehnte Folder verteilen? Und warum sonst verschweigen sie ihren wahren politischen Hintergrund?

AUGE/UG vs. „GA“ – der Vergleich macht sicher

Die Grünen rufen wie schon bei allen AK-Wahlen zuvor für die AUGE/UG – Alternative, Grüne und Unabhängige GewerkschafterInnen auf.

Die AUGE/UG ist die einzige bundesweit antretende und in allen Arbeiterkammern vertretene Gruppierung, die Umwelt- und Klimaschutz, Soziale Gerechtigkeit und Demokratie verbindet. Das macht uns einzigartig in Gewerkschaften und AK. Dank unserer starken Verankerung in Betriebsräten, Gewerkschaften und Arbeiterkammern können wir so ArbeitnehmerInnenpolitik aktiv mitgestalten.

Ein Vergleich zwischen AUGE/UG und „GA“ macht sicher:

 

AUGE/UG in allen Arbeiterkammern vertreten

AUGE/UG: Ist in allen Bundesländer-Arbeiterkammern und in Bundesarbeitskammer vertreten, österreichweit organisiert und vernetzt. Viertstärkste Fraktion in der AK mit bundesweit 47 AK-RätInnen. 2019 rund 650 KandidatInnen österreichweit.

GA: Kandidiert nur in Wien, 29 KandidatInnen. Auf den vorderen Listenplätzen kandidiert de facto eine Familie.

 

AUGE/UG – stark in Gewerkschaften und Betriebsräten

AUGE/UG: Die AUGE/UG ist die AK-Kandidatur der UG (Unabhängige GewerkschafterInnen), der drittstärksten Fraktion im ÖGB mit rund 700 BetriebsrätInnen und PersonalvertreterInnen in ganz Österreich. Die UG ist im ÖGB-Vorstand und im ÖGB-Bundesvorstand vertreten. Diese Verankerung in Betrieben und Gewerkschaften ist wichtig, da es zwischen AK, Betriebsräten und Gewerkschaften viele personelle, strukturelle und inhaltliche Überschneidungen und Kooperationen gibt. ArbeitnehmerInnenpolitik die wirkt muss daher auf allen drei Ebenen der Interessensvertretung ansetzen.

GA: keine BetriebsrätInnen, keinerlei gewerkschaftliche Verankerung, in ÖGB nicht existent – damit ist es auch nicht möglich „grüne“ Inhalte wirkungsvoll in ArbeitenehmerInnenorganisationen einzubringen

 

AUGE/UG-Kandidatur unter Grüner Beteiligung

AUGE/UG: Die AUGE/UG ist bewußt parteiunabhängig, weil wir der  Überzeugung sind, dass ArbeitnehmerInnenpolitik frei von parteipolitischen Zwängen bzw. „Notwendigkeiten“ erfolgen muss. Deswegen gibt es auch strikte Unvereinbarkeitsregelungen: Wer eine gewichtigte politische Funktion in bzw. für eine Partei einnimmt (Landtagsabgeordnete/r, Nationalrat/rätin, Bundesrat/rätin, Bundesvorstandsmitglied einer Partei) kann keine Funktion für die AUGE/UG in Gewerkschaft bzw. AK ausüben. In der AUGE/UG sind allerdings Grüne aktiv und die Grünen rufen zur Wahl der AUGE/UG auf. Auf AUGE/UG-Liste in Wien kandidieren prominente Grüne wie Karl Öllinger, Albert Steinhauser, Sigrid Maurer. Birgit Hebein, die Grüne Spitzenkandidatin in Wien kommt aus AUGE/UG.

GA: Keine grüne Unterstützung. Im Gegenteil: Die Grünen warnen regelmäßig vor der Wahl der „GA“ etwa auch schon bei der AK-Wahl 2014.

AUGE/UG – Aktivitäten auf allen Ebenen

AUGE/UG: Die AUGE/UG ist als AK-, Gewerkschafts- und Betriebsratsfraktion in vielerlei Hinsicht aktiv. Wir organisieren Betriebsratsschulungen, inhaltliche Seminare, unterstützen Betriebsratslisten bei den Wahlen, organisieren Kampagnen (z.B. zu Arbeitszeitverkürzung, Hartz IV …), arbeiten aktiv in den Gewerkschaften an inhaltlichen Positionierungen mit, versuchen – durchaus erfolgreich – Themen wie Umwelt- und Klimaschutz, neue Formen sozialer Absicherung, Kampf gegen Atypisierung und Prekarisierung … in den Gewerkschaften zu verankern, sitzen in KV-Verhandlungsteams, arbeiten eng mit der Zivilgesellschaft zusammen, versuchen uns nahestehende Organisationen im Sinne gewerkschaftlicher Positionen und Forderungen zu beeinflussen, betreiben inhaltliche Blogs, verfassen Analysen und Stellungnahmen, bringen die Monatszeitung DIE ALTERNATIVE heraus, sind in den sozialen Medien präsent und, und, und …

GA: Über Aktivitäten der GA ist nur wenig zu finden und bekannt. Eine kurze Internetrecherche reicht …

 

AUGE/UG – KandidatInnen aus Betriebsräten, Gewerkschaften, Zivilgesellschaft

AUGE/UG: Auf der Liste der AUGE/UG kandidieren an vorderen Listenplätzen zahlreiche BetriebsrätInnen aus großen Unternehmen z.B. der größten Universität Österreichs, der Uni Wien, der Bank Austria, des Fonds Soziales Wien, der Raiffeisen KAG, den Museen der Stadt Wien, der Generali Versicherung etc. Zusätzlich kandidieren erfahrene GewerkschafterInnen, AktivistInnen und ExpertInnen aus der Zivilgesellschaft und wie schon erwähnt auch Grüne.

Unserer KandidatInnen können entsprechend politisch unabhängig und selbstbewußt agieren. Unsere KandidatInnen wissen, wo die ArbeitnehmerInnen „der Schuh“ drückt, weil sie aus der Arbeitswelt, aus den Betrieben kommen. Auf der Liste der FPÖ dagegen kandidieren auf vorderen Listenplätzen z.B. viele Partei- und Parlamentsangestellte. Die können natürlich deutlich weniger partei-unabhängig agieren. Nicht wirklich anders ist es bei der …

GA: Hier sind die ersten paar Listenplätze von Angehörigen der Familie Dunkl besetzt – Vater, Mutter, Tante, Kinder (siehe KandidatInnen der wahlwerbenden Gruppen zur Wiener AK-Wahl)  – die bei den „GA“, den „BGÖ“ oder GA-nahen Vereinen angestellt sind. Die überwiegende Anzahl der aktuellen und auch künftigen GA-KammerrätInnen ist also „bei sich selbst“ beschäftigt. Sie können also weder unabhängig agieren, noch kommen sie unmittelbar aus der Arbeitswelt, den Betrieben oder einer Interessenvertretung.

 

Darum: AUGEn auf beim Wählen – Liste 4, AUGE/UG wählen

Aus dieser Aufstellung sollten sich die Unterschiede zwischen AUGE/UG und GA klar ergeben. Oben geschilderte Fakten sind auch klar beleg- und recherchierbar. Wer will, dass sozial-ökologische, fortschrittliche und regierungskritische Kräfte in AK, Gewerkschaften und Betriebsräten gestärkt werden, muss AUGE/UG wählen. Weil nur die AUGE/UG entsprechend stark und österreichweit aufgestellt und auch in Gewerkschaften, AK und Betriebsräten verankert ist.

Eine Stimme für die GA ist dahingehend eine verlorene Stimme, weil sie nicht in Gewerkschaften, die Bundesarbeitskammer und in die Betriebsräte wirkt. Im Gegenteil, die sozial-ökologischen Kräften in Gewerkschaften, Betriebsräten und Arbeiterkammern schwächt:

Wäre die Verwechslungsstimmen-Jagd der GA in Wien weniger erfolgreich ausgefallen, wären die AUGE/UG heute zweitstärkste Kraft in der AK Wien – noch vor ÖAAB und Freiheitlichen. Ein starkes Zeichen für mehr Ökologie, soziale Gerechtigkeit und Menschenrechten in AK und Gewerkschaften!

Wer daher zur AK-Wahl „grün“ wählen will, muss AUGE/UG wählen, damit sein/ihre Stimme auch tatsächlich dort ankommt, wo sie hin soll.

Mehr Infos zur AUGE/UG und AK-Wahl auf www.arbeiterkammerwahl2019.at und www.auge.or.at

Darum: AUGEn auf beim Wählen – und das Kreuz bei Liste 4, AUGE/UG machen!

Print Friendly, PDF & Email

Keine Kommentare möglich.