Am 27. März schlossen die VerhandlerInnen des Bankenverbandes und diejenigen der GPA-djp den sog. Finance Kollektivvertrag ab. Er umfasst u.a. die Kollektivverträge der Banken, der Sparkassen, der Landeshypotheken-, der Raiffeisen- und der Volksbanken. Das Ergebnis ist für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dieser Branche als absolut unbefriedigend zu bewerten.

Nach vier Verhandlungsrunden kam es zu folgendem Abschluss: Die KV-Gehälter steigen ab 1.4.2013 um 2,4% und 3,50 Euro, jedoch bis zu einem Maximalbetrag pro Verwendungsgruppe/Beschäftigungsgruppe, in die der/die Angestellte eingereiht ist, höchstens 109,55 Euro. Die Lehrlingsentschädigungen werden um 2,6% und die Kinderzulagen um jeweils 2 Euro. Im Durchschnitt ergibt das einen Anstieg der KV-Gehälter von 2,55%. Die Laufzeit beträgt zwölf Monate.

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Die UBIS-Belegschaft hat ihre Vertretung – ihren Betriebsrat (zur Ausgangssituation siehe Beitrag hier im BLOG) gewählt. Drei Listen – auf zwei von ihnen kandidierten auch AUGE/UG-deklarierte BetriebsrätInnen – standen zur Wahl. 59,86 % der Beschäftigten – 1.375 Personen (davon gültige Stimmen: 1.337)  – nutzten am 5. Dezember ihr Wahlrecht. 17 Betriebsratsmandate waren zu vergeben. Hier das Ergebnis:

  • Die Liste 1, das Team Erich Madl & Hahn (die Listenzweite Margit Hahn ist AUGE/UG-deklariert) erzielte 59,71 % und 11 Mandate und hält damit klar die Mehrheit.
  • Die Liste 2, das FCG-nahe Team Serdinsky kam auf 230 Stimmen (17,2 %) und 3 Mandate.
  • Die erstmals kandidierende Liste 3, die Liste RiesenRat (mit den ebenfalls AUGE/UG-fraktionierten Mahmoud Khageh und Ewald Magnes)  schaffte mit 286 Stimmen und 21,39 %  auf Anhieb Platz 2 und ebenfalls 3 BR-Mandate.

Wir gratulieren „unseren“ BetriebsrätInnen zu Wiederwahl und hoffen auf eine – im Sinne der KollegInnen – produktive und konstruktive Zusammenarbeit! Die Zeiten werden schließlich mit Sicherheit nicht leichter ….
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Am 5. Dezember finden erstmals Betriebsratswahlen in der UniCredit Business Integrated Solutions (UBIS) Austria GmbH Statt. Die UBIS ist der ausgelagerte Serviceprovider der Bank Austria, der Backoffice, Rechenzentrum und IT-Bereiche in sich vereint.

Hervorgegangen ist die UBIS aus dem Zusammenschluss der ehemaligen UGIS und der UCBP. Heute sind ca. 2.300 ArbeitnehmerInnen bei UBIS beschäftigt – ein Großbetrieb mit ensprechender Bedeutung. Wirtschaftlich wie allerdings auch „gewerkschaftlich“. Drei Listen stellen sich in der UBIS zur Wahl – davon zwei überfraktionelle BR-Listen mit AUGE/UG Beteiligung und eine FCG-Liste.

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von Fritz Schiller

Am 10. Mai fanden in der Bank Austria in Wien Betriebsratswahlen statt. Die FSG-nahe Liste 1 Adi Lehner erreichte wieder, wie vor vier Jahren, 21 Mandate, die FCG-nahe Liste 2 mit ihrem Spitzenkandidaten Robert Traunwieser verloren zwei ihrer acht Mandate, während die Liste 3: ein Team eine Alternative – Buger-Haitzer-Hahn ein Mandat dazugewann und nun bei drei Mandaten hält.

Im Vergleich zur Betriebsratswahl 2008 waren dieses Jahr knapp 380 Personen weniger wahlberechtigt. Die Wahlbeteiligung sank um mehr als drei Prozentpunkte auf 65,5%. Die Liste 1 Adi Lehner erhöhte zwar ihren Anteil auf von 66,8% (2008) auf 68,4%, verlor aber 250 Stimmen. Adi Lehner löste Wolfgang Heinzl als Spitzenkandidat ab, Heinzl kandidierte auf Platz 5, bleibt aber weiter Zentralbetriebsratsobmann der Bank Austria. Mit grosser Wahrscheinlichkeit wird Adi Lehner Vorsitzender des Betriebsrates der Bank Austria in Wien werden.

Der eindeutige Verlierer dieser Wahl war die Liste 2 Traunwieser-Serdinsky, deren Stimmenanteil um knapp sechs Prozentpunkte auf 20,3% fiel. Zudem musste sie einen absoluten Stimmenverlust von 411 (knapp 30%) hinnehmen und hält nun bei 968 Stimmen.

Der relative wie absolute Gewinner dieser Wahl war die Liste Buger-Haitzer-Hahn, die Liste, die von der AUGE/UG unterstützt wird. Sie erhöhte ihre Stimmanteil auf 11,3% nach 7,1% von vor vier Jahren und gewann 166 Stimmen dazu und hält nun bei 540 Stimmen (+45 %).

Stefan Buger, Betriebsrat und Zentralbetriebsrat führte die Liste an gefolgt von Gerhard Haitzer, Betriebsrat. Neu gewählt wurde Margit Hahn, stellvertretende Betriebsratsvorsitzende der UBIS, einer Tochterfirma der Bank Austria. In ihrem Bereich gelang es ihrer Liste die FCG-nahe Liste stimmenmäßig zu überholen.

Der einzige Wermutstropfen besteht darin, dass für das vierte Mandat gerade 19 Stimmen fehlten. Stefan Buger ist aber zuversichtlich durch eine kontinuierliche und konsequente Arbeit für die Bank Austria-KollegInnen bei der nächsten BR Wahl in vier Jahren nicht nur ein viertes Mandat zu holen. Wir gratulieren!

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Link: HP der Liste  ein Team ein Alternative – Buger. Haitzer. Hahn

 

 

 

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Die SpitzenkandidatInnen (v.l.n.r.): Stefan Buger, Margit Hahn, Gerhard Haitzer

Am 10. Mai finden die Betriebsratswahlen in der Bank Austria statt. Hinsichtlich einer Betriebsratswahl eine Wahl der „Superlative“. An die 8.000 Beschäftigte sind alleine in Wien aufgerufen, ihre Belegschaftsvertretung zu wählen. Drei Listen kandidieren. Eine FSG-nahe, eine FCG-nahe und eine von der UG im ÖGB und der AUGE/UG in der GPA-djp unterstützte. Die Liste 3 – ein Team eine Alternative – Buger. Haitzer. Hahn. Die SpitzenkandidatInnen sind dabei erfahrene BetriebsrätInnen: Stefan Buger ist seit 4 Jahren Betriebsrat in der Bank Austria, und seit knapp zwei Jahren Mitglied des Zentralbetriebsrats. Gerhard Haitzer, Listenzweiter und anno dazumal noch einziger mit Bugar kandidierender Kollege, zog ebenfalls vor vier Jahren in den Betriebsrat ein. Anders stellt sich die Lage für die Listendritte Margit Hahn dar: sie ist bereits seit 8 Jahren Betriebsrätin, derzeit ist sie stellvertretende BR-Vorsitzende in der UBIS (UniCredit Business Integrated Solutions Austria GmbH). Insgesamt kandidieren 14 Bank Austria-KollegInnen auf der unabhängigen Betriebsratsliste.

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Wie ist das Ergebnis der Banken-KV-Verhandlungen aus Sicht alternativer, unabhängiger GewerkschafterInnen zu bewerten? Fritz Schiller, BRV bei RCM, Mitglied des GPA-djp Bundesvorstands und des Bundesausschusses des WB 21 „Banken und Bankiers“ hat das Ergebnis in der UG-Monatszeitschrift „Die Alternative“ analysiert. Er sieht Licht und Schatten.

Aus seinem Beitrag:

Die positive Erkenntnis aus diesen Kollektivvertragsverhandlungen ist jedoch, dass die als „biedere und brave“ titulierte Bankangestellte durchaus in der Lage sind, ihre Gewerkschaft zu unterstützen und sogar Streikbeschlüsse fassen kann, obwohl deren gewerkschaftlicher Organisationsgrad zu den schwächsten zählt. Von dieser Kampfbereitschaft hätte die Gewerkschaft Gebrauch machen sollen.

Die Gesamteinschätzung  mit Tabellen sowie Hintergrundinfos hier, auf dem BLOG Belvederegasse.

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Einiges ist passiert, sechs Runden hat es gebraucht, kurz vor dem 1. April gibt es nun doch eine Einigung. Die Wirtschaftswoche berichtet:

Die Durchschnittsgehälter steigen um 3,47 Prozent (laut Arbeitgebern) bzw. 3,5 Prozent (laut Gewerkschaft). Bei höheren Gehaltsklassen wurde ein „Deckel“ eingezogen. Mit 1. April steigen die Gehälter linear um 3,1 Prozent, dazu gibt es einen Fixbetrag von 9,50 Euro. Für die unteren Gehaltsgruppen bedeutet der Abschluss eine Erhöhung um bis zu 3,76 Prozent.

… hier geht es zum Artikel der WiWo online.

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Wie vor kurzem berichtet, wurde den MitarbeiterInnen in einem Finanzdienstleistungsunternehmen eine geradezu atemberaubende Gehaltserhöhung von 2% offeriert.

Dies konnten sich die Betriebsräte dieses Unternehmens nicht bieten lassen und baten den Personalvertreter um Stellungnahme.

Folgende Informationen wurden dabei bekannt:

Im Rahmen des Gehaltsfindungsprozesses wurden 2 (sic!) namhafte Beratungsunternehmen beschäftigt, die im Oktober eine Prognose für die Entwicklung der Inflation 2011 in Deutschland und Österreich abgaben – und mit 2% bis 2,5% bezifferten.

Wir empfehlen, die Kosten für diese Beratungsunternehmen zu regressieren und an die MitarbeiterInnen auszuschütten. Dort wäre das Geld besser investiert.  Read the rest of this entry »

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Hallo, ich melde mich mit einem kleinen Sittenbildeinblick aus unserer Branche. Nichts großartiges, aber fangen wir mal an, die symptomatischen Spielchen zu sammeln!

Das folgende hat sich vor kurzem in einem Finanzdienstleistungsunternehmen zugetragen, das – wen wunderts – Tochter in einem internationalen Konzern ist. Die (hoffentlich gutbezahlten, wir wollen es ja niemanden neiden) Konzernherren sitzen – erneut nicht verwunderlich – natürlich nicht in Österreich sondern am anderen Ende der Welt!

Nachdem unsere KollegInnen von der Gewerkschaft ein Gehaltsplus erstritten haben, das in den meisten Fällen zumindest die Inflationsrate abdeckt, sind die Personalisten unserer Konzernzentrale mit einer frohen Botschaft vorgeprescht:

Alle Mitarbeiter sollen ein Gehaltsplus von satten 2 (in Worten: zwei) Prozent erhalten!!!

Diese umwerfende Erhöhung soll für unsere KollegInnen in Deutschland genauso gelten wie für uns hier im schönen Österreich.  Read the rest of this entry »

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Im Standard fiel das Auge auf einen Artikel über die Pensionskassen und ihre Entwicklung:

Statt der in den Pensionsverträgen zugesagten 3,5 bis 6,5 % Veranlagungsertrag musste ein Verlust von 3 % aus der Kapitalveranlagung 2011 bekanntgegeben werden. Die durchschnittliche Pensionskürzung, die gut 50.000 Pensionisten treffen soll, beträgt laut Fachverband 5 %.

Tja, hier geht es zum Artikel am DerStandard.

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