WU-Rektor Badelt will um zwei Drittel weniger StudienanfängerInnen
Die WU Wien will die Zahl der StudienanfängerInnen einschränken. Geht es nach dem Wunsch von Rektor Badelt sollen zukünftig nur nur 2.050 Personen ein Bachelor-Studium an der WU beginnen dürfen. Die WU hat entsprechende Zugangsbeschränkungen im Rahmen des sogenannten „Notfall-Paragraphen“ des Universitätsgesetzes beantragt.
Wissenschaftsministerin Karl unterstützt dieses Vorhaben und hat der SPÖ einen entsprechenden Erlass-Entwurf übermittel. Die SPÖ hat angekündigt diesem Antrag nicht zustimmen zu wollen. Sie hat ein juristisches Gutachten erstellen lassen, das eine solche Beschränkung als rechtswidrig erklärt. Der „Notfallparagraph“ können nur angewandt werden, wenn alle österreichischen Universitäten, die gleichartige Studien anbieten, einen Antrag stellen. Dies sei hier nicht der Fall und würde dazu führen, dass die wirtschaftlichen Fächer der Uni Wien von den abgewiesenen InteressentInnen der WU überschwemmt würden. Außerdem sei nicht nachgewiesen, dass alle Studien der WU von deutschen „Numerus Clausus Flüchtlingen“ überschwemmt würden, wie es der Notfallparagrpah erfordert.
SP-Wissenschaftssprecherin Kuntzl kritisiert den Antrag: „Das Rektorat will offensichtlich aus der WU-Wien eine Elite-Universität machen – was klar ihrem öffentlichen Auftrag widerspricht und zulasten anderer Unis gehen würde.“
Diese versteht wiederum Badelt nicht:“Nichts zu tun heißt, den Zynismus zum System zu erklären, dass wir jetzt schon über 80 Prozent der Studierenden hinausprüfen müssen. Es kann doch nicht sein, dass sich die SPÖ rühmt, den Hochschulzugang frei zu halten und die Unis dann die Aufgabe haben, vier von fünf wieder hinauszuprüfen.“
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Badelt will um zwei Drittel weniger Studienanfänger (Der Standard)