Kein Green New Deal – Kirche contra Wachstum
Entgegen der allgemeinen Illusion, durch Wachstum „Wohlstand“ schaffen zu können, mehren sich die Stimmen, dass gerade umgekehrt ein Schuh daraus wird. Dazu eine interessante Veranstaltung in Deutschland, 3. November 2009, Frankfurt am Main, Dominikanerkloster. Bemerkenswerterweise zeigen sich in dieser Frage nicht selten kirchliche Organisationen als Speerspitze einer solidarischen Intelligenz. Als Lektüre zum Einlesen in das Wachstumsproblem für alle, die Wachstum immer noch für harmlos halten: Exner/Lauk/Kulterer: „Die Grenzen des Kapitalismus. Wie wir am Wachstum scheitern„, Ueberreuter 2008.
VERANSTALTUNGSANKÜNDIGUNG, 3. Nov., Frankfurt a. Main
Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der Evangelischen Kirche Hessen und Nassau
Wohlstand ohne Wachstumszwang?
Umsteuern zu nachhaltigem Leben und Wirtschaften
Andauerndes Wirtschaftswachstum wurde jahrzehntelang als Weg zu allgemeinem Wohlstand empfohlen. Politik und Wirtschaft richten sich an einem Wachstumsziel aus, das mit stetig steigendem Ressourcenverbrauch verbunden ist.
Doch dieser Weg führt in die Irre: Menschliches Glück lässt sich mit mehr Wachstum nicht schaffen, wenn erst die wesentlichen Bedürfnisse nach Nahrung, Obdach und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben gestillt sind. Der Planet verträgt nur noch ein Wachstum mit sehr viel geringerem Ressourcenverbrauch und Schadstoffausstoß.
Dies dokumentiert auch die 2008 erschienene Studie „Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt“ des Wuppertal-Instituts für Klima, Umwelt, Energie. Sie bietet fundierte Ansätze für die Änderung von Produktionsprozessen, einen wirtschaftlichen Umgang mit natürlichen Ressourcen, ein nachhaltiges Konsumverhalten, eine neue Gestaltung und Bewertung von Arbeit.
Veränderung ist möglich und nötig. Kirche versteht es als ihren Auftrag, eine Politik der Veränderung möglich zu machen. Sie lebt aus der Freiheit, für die Umkehr zum Leben einzutreten. Die Veranstaltung soll nachhaltige Impulse für eine Konkretisierung und Umsetzung der dafür notwendigen Maßnahmen setzen.
Eingeladen sind Multiplikatorinnen aus Kirche und Gesellschaft, politische Mandatsträger und Vertreterinnen von Wirtschaft und Wissenschaft, Initiativen und Medien. Wir alle sind herausgefordert, uns an dieser Diskussion zu beteiligen und den Veränderungsprozess aktiv und verantwortlich mit zu gestalten.
Das Programm wird Anfang September versandt. Anmeldungen sind bereits hier möglich:
Hanne Münch
Tel.: 061 31 28744-35
Fax: 061 31 28744-1 1
h.muench*ÄT*zgv.info