1

Grüne/UG = AUGE/UG in Kärnten: Website neu

Die Grüne/UG hat ihre Website nun auf die Website der AUGE/UG, deren Landesorganisation wir in Kärnten sind, verlagert. Die URL zum Link der Kärntner Landeswebsite wird noch vereinfacht werden.

Die AUGE/UG tritt für eine Alternative zum Kapitalismus ein. Sie ist ökologisch ausgerichtet, arbeitet unabhängig von Parteien und zielt auf eine Demokratisierung der Gewerkschaften. Die AUGE/UG lehnt die sozialpartnerschaftliche Stellvertreter_innenpolitik ab. Sie setzt sich für eine umfassende Anti-Diskriminierung ein. Ihre Arbeitsweise ist offen und partizipativ im Rahmen dieser Grundsätze.

Aus dem Programm der AUGE/UG (Grüne/UG):

„Als Alternative, Grüne und Unabhängige GewerkschafterInnen haben wir die reale Verfasstheit der österreichischen Gewerkschaftsbewegung stets kritisiert. Und wir kritisieren sie weiterhin. Als Alternative, Grüne und Unabhängige GewerkschafterInnen haben wir uns allerdings stets als Teil der Österreichischen Gewerkschaftsbewegung verstanden und kämpfen für Reformen in den Gewerkschaften und eine Neuausrichtung gewerkschaftlicher Politik.

Unser Name ist dabei Programm:

Wir sind alternativ, weil wir nach wie vor der Meinung sind, dass es Alternativen zum kapitalistischen System braucht und eine solidarische, demokratische und ökologische Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung jenseits von Ausbeutung von Mensch und Natur möglich ist. Und gerade die schwerwiegende Krise des kapitalistischen Systems bestätigt uns einmal mehr darin, dass die Suche und das Aufzeigen von Alternativen aktueller und notwendiger denn je ist. Wir sind in diesem Sinne eine gewerkschaftliche Gruppierung, für die der Kapitalismus nicht das Ende geschichtlicher Entwicklung darstellt bzw. darstellen kann.

Wir sind grün, weil für uns selbstverständlich ist, dass der Kampf um den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen auch in der Gewerkschafts- und ArbeitnehmerInnenpolitik eine wesentliche Rolle spielen muss. Entsprechend setzen wir uns auch in allen gewerkschaftlichen Gremien und in den Arbeiterkammern für eine umfassende Ökologisierung der Arbeitswelt und der Wirtschaft ein. Gleichzeitig steht für uns „grün“ bzw. „grün-alternativ“ auch für eine Idee, die Idee von sozialer Gerechtigkeit, von Umverteilung, Gleichstellung von Frauen und MigrantInnen usw.

Wir sind unabhängig, weil wir der festen Überzeugung sind, dass gewerkschaftliche Interessensvertretung
unabhängig von Parteien stattfinden muss, weil wir nur allzuoft erlebt haben, dass gewerkschaftliche Positionen parteipolitischen „Notwendigkeiten“ zum Opfer fallen. Gewerkschaftspolitik muss eigenständig und unabhängig erfolgen, ohne falsche Rücksichtnahme auf parteipolitische Interessen, um glaubhaft bleiben zu können.

Entsprechend gibt es bei uns auch klare Unvereinbarkeitsregelungen: wer ein gewichtiges öffentliches Amt (Regierungsmitglied, Abgeordneter zu einer gesetzgebenden Körperschaft usw.) für eine Partei ausübt, kann keine Funktionen für die AUGE/UG bekleiden.

Wir sind GewerkschafterInnen, weil die Gewerkschaft für uns selbstverständlich jene Organisation ist, in der sich ArbeitnehmerInnen zusammenschließen um ihre Interessen wirkungsvoll vertreten, organisieren und durchsetzen zu können. Ohne Gewerkschaftsbewegung, ohne „Kampforganisationen“ und soziale Kämpfe der ArbeitnehmerInnen wären sozial- und arbeitsrechtliche Errungenschaften nie durchgesetzt geworden. Wir sind daher selbstverständlich Teil der österreichischen Gewerkschaftsbewegung, auch wenn die „real existierenden“ Gewerkschaften und die „realexistierende“ Gewerkschaftspolitik nur bedingt unseren Ansprüchen an eine Gewerkschaftsbewegung gerecht wird.

Wir kämpfen daher in den Gewerkschaften im Verband der „Unabhängigen GewerkschafterInnen“, dem gemeinsamen Dachverband alternativer, unabhängiger und kritischer Gewerkschafts- und Betriebsratsgruppierungen für offene, demokratische und kämpferische Gewerkschaften. Zentrale Anliegen sind uns dabei:

* Die umfassende Demokratisierung der Gewerkschaften. Das beinhaltet die Direktwahl von Gewerkschaftsfunktionen und Gewerkschaftsgremien durch die Gewerkschaftsmitglieder und regelmäßige und verbindliche Urabstimmungen bzw. Mitgliederbefragungen zu gewerkschaftsrelevanten Fragen unter den Gewerkschaftsmitgliedern ebenso, wie die Öffnung der Gewerkschaften gegenüber sozialen Bewegungen und NGOs. MigrantInnen, Arbeitslosen und prekär Beschäftigten müssen in den Gewerkschaften Plattformen zur
Selbstorganisation geboten werden.

* Eine Neuorientierung der Frauenpolitik und Frauenvertretung in den Gewerkschaften

* Eine Neuausrichtung gewerkschaftlicher Politik, die neben der Aktivierung und Politisierung der Gewerkschaftsmitglieder vor allem eine Verabschiedung aus der sozialpartnerschaftlichen Stellvertretungspolitik
bedeutet. Gewerkschaften müssen ihr Selbstverständnis gegenüber Staat und Parteien neu definieren, autonomer agieren und ‚Gegenmacht’ zu negativen gesellschaftlichen Entwicklungen entwickeln. Gewerkschaften sollen vor allem auch den Raum und die Möglichkeiten für Projekte und Initiativen gegen Rassismus, Sexismus und Ausbeutung in Gesellschaft und am Arbeitsplatz bieten.“