Eine von der AK beauftragte Studie über die Motive zur Berufswahl von Jugendlichen ergibt ein trauriges, aber erwartbares Bild: Jugendliche sind in der 7. und 8. Schulstufe höchst orientierungslos, orientieren sich meist an den Berufen im familiären Umfeld. Die Eltern wollen zwar, dass ihre Kinder eine bessere und höhere Ausbildung machen als sie selbst, können ihnen dabei aber – trotz hoher Investitionen in Nachhilfe – nicht ausreichend helfen. Kinder von Eltern mit höherer Ausbildung sind besser informiert als bildungsferne, wo der Schulabschluss im Vordergrund steht und was danach folgen soll, äusserst vage bleibt. Sie haben keinen Zugang zu Berufspraktika, die ihnen Kenntnis über akademische Berufe hätten vermitteln können.

Resumee: nicht nur Bildung wird „vererbt“ – die Wahrscheinlichkeit, Matura zu machen, liegt bei Eltern mit Pflichtschule als höchsten Abschluss bei 10%, bei Eltern mit Lehre bei 17%, mit Matura bei 60% und mit Universitätsabschluss bei 79% – sondern auch die Berufswahl. Ein Grund mehr für die dringende Einführung der Gesamtschule

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1 Kommentare am 20. März 2009

One Response to “Studie "Motive für die Berufswahl"”

  1. […] interessant der Bericht über die Ergebnisse einer Studie zu den “Motiven für die Berufswahl“: Jugendliche sind höchst orientierungslos, orientieren sich meist an den Berufen im […]