ArbeiterkammerrätInnen von Universitäten

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Andrea Ofner, MUW, Arbeiterkammerrätin

Seit 1992 als Grafikerin/Fotografin an der  Medizinischen Universität Wien. Betriebsrätin für das allgemeine Personal.

Die Mitbestimmungsrechte der Uni-AssistentInnen, der Studierenden und des  allgemeinen Personals sind durch das UG-Gesetz 2002 radikal beschnitten worden. In der AK will sich Andrea Ofner  für eine Demokratisierung der Unis einsetzen: „Die Verankerung betriebsrätlicher Mitbestimmungsrechte für das  wissenschaftliche sowie das allgemeine Personal ist dabei unumgänglich!“
 
Ein weiteres Anliegen: Frauenförderung an den Unis. Über ein  finanzielles  Sanktions- und Anreizssystem soll Gleichstellung gefördert, und das  extreme Ungleichgewicht in  Leitungsfunktionen ausgeglichen werden.

MitarbeiterInnen erwarten  an den Universitäten befristete Verträge, schlechte Bezahlung, schwierige Arbeitsbedingungen, wenig Karrieremöglichkeiten, starre Hierarchien: Verhältnisse die demoralisieren und weder für Lehre und Forschung, noch für die bis jetzt völlig außer acht gelassene Entwicklung von sozialer Kompetenz förderlich sind.

„Unis sind KEINE Unternehmen – ihr Auftrag ist nicht Gewinnmaximierung, sondern Förderung, Entwicklung und Vermittlung von Wissen.“

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Ulrike Stein, MUW, Arbeiterkammerrätin

Organisationsreferentin, Betriebsrätin und Mitglied im Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen an der Medizinischen Universität Wien, stellvertretende Vorsitzende der UGöD und Mitglied der Bundesvertretung 16 (allgemeines Universitätspersonal).

 Als Mitglied im Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen beschäftige ich mich seit einigen Jahren mit dem Thema Gleichbehandlung in all seinen Formen. Natürlich steht hier die Gleichbehandlung von Männern und Frauen an erster Stelle, aber ich erachte auch die Gleichbehandlung auf Grund von Alter, ethnischer bzw. religiöser Zugehörigkeit, Weltanschauung und sexueller Orientierung als relevant. Gerade in der Arbeitswelt müssen wir z.B. einer Diskriminierung aus Altersgründen entgegenwirken.

Als ausgebildete Konfliktlotsin liegt mir ein positives und zufrieden stellendes Beschäftigungsumfeld am Herzen. Ich erachte es als wichtig, auf allen Ebenen (als Betriebsrätin und Gewerkschafterin genauso wie in der AK) darauf hinzuwirken.

Auf diese und andere Rahmenbedingungen in der Arbeitswelt Einfluss nehmen zu können, ist meine Motivation für eine AK-Kandidatur.

Als Universitätsangehörige arbeite ich in einem ausgegliederten Betrieb und kenne daher Bedürfnisse und Anliegen dieser Bedienstetengruppen. Diese Bedürfnisse sind oft sehr speziell und gekennzeichnet durch eine zerrissene und widersprüchliche Arbeitssituation, die zwischen öffentlichem Dienst und Privatwirtschaft angesiedelt ist. Diese Problematik werde ich verstärkt auch in die AK tragen und gezielt Lösungen dafür einfordern.

Gerade an einer Universität wird spürbar, welche Beachtung der Bildung geschenkt wird. Aber nicht nur im universitären Bereich, sondern im gesamten Bildungssystem (von Kindergarten über Schule bis hin zur Erwachsenenbildung) wird deutlich, dass Bildung meist nicht der gesellschaftspolitische Stellenwert eingeräumt wird, den sie einnehmen muss. Bildungsfernen Schichten den Zugang zu jedweder (Aus)Bildung zu ermöglichen ist mir ein großes Anliegen. Für diese Ziele werde ich mich mit allen in der UG organisierten Berufsgruppen aus diesem Bereich vernetzen, so zB. die in der UGöD vertretenen Lehrerinnen und Lehrer.

Außerdem ist es mir wichtig, dass gerade wir als AUGE/UG in der AK immer wieder den Umweltschutz und die Förderung von umweltfreundlichen und nachhaltigen Alternativen zum Thema machen. Österreich lebt – so wie alle anderen Industriestaaten – ökologisch auf Kosten anderer, vor allem der Entwicklungsländer. Es muss eines unserer obersten Ziele sein, unseren „ökologischen Fußabdruck“ zu reduzieren. Gerade jetzt, wo für Banken und Autohersteller riesige Geldsummen bereit gestellt werden (können), darf auf die Finanzierung von langfristigen umweltfreundlichen Alternativen nicht vergessen werden.  Deshalb müssen wir uns dafür einsetzen, den öffentlichen Verkehr auszubauen, die Energieeffizienz (zB. durch eine Wohnbausanierungsoffensive) zu erhöhen, erneuerbare Energien zu fördern uvm. Nicht zuletzt  schaffen Investitionen in Klima- und Umweltschutz neue, nachhaltige Jobs, die wir jetzt – so sehr wie nie – benötigen.

Daher werde ich diese Themen besonders in die AK-Arbeit einbringen:
Gleichbehandlung (von Frauen, MigrantInnen, Menschen mit Behinderung, ….)
ausgegliederte Bereiche
Universitätsangelegenheiten
Bildung
Gesundheit
Umwelt
Arbeitsumfeld und -gestaltung

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 Ernst Eigenbauer, MUW, Ersatz-Arbeiterkammerrat

Seit 1980 an der MUW, seit 1994 an der BE-MSI (ehemals IMC). Betriebsrats-Vorsitzende-Stv. Mitglied im Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen.

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Brigitte Ratzer, TU, Ersatz-Arbeiterkammerrätin

Leiterin der Koordinationsstelle für Frauenförderung und Gender Studies. Betriebsrätin an der TU.

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Karin Fischer, Universität Wien, Listenplatz 23 der AUGE/UG

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Thomas Vanorek, MUW, Ersatz-Arbeiterkammerrat

Seit 1981 an der Uni. EDV-Organisator. Betriebsrat an der MedUniWien.

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Weitere Ersatz-ArbeiterkammerrätInnen von Universitäten auf der Liste der AUGE/UG:

Manfred Gengler, Alfred Nagl, Elke Weißenborn, Claudia Kreuzsaler, Ingrid Sperlich und Karl Schimanko.

 

 


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