55 % weiblichen Bewerberinnen aber anschließend nur 43 % Frauenanteil bei den Zugelassenen.
Die Ergebnisse der heurigen Aufnahmetests für das Medizin-Studium zeichnen ein ähnliches Bild wie in den vergangenen Jahren: Die Frauen-Erfolgsquote bei den Aufnahmetests für das Medizin-Studium ist unverändert niedrig geblieben. Von den insgesamt 1.500 Studienplätzen gehen 643 an Frauen (43 %), im Vorjahr waren es 666 (44 %). Die Frauenquote bei den Testteilnehmern lag dagegen noch bei 55 % (2009: 56 %).
An der Medizin-Uni Wien waren Anfang Juli rund 56 % der TestteilnehmerInnen Frauen, nach der nun erfolgten Auswertung beträgt die Frauenquote bei den zum Studium Zugelassenen nur mehr 42 %. An der Medizin-Uni Innsbruck und der Medizin-Uni Graz, deren Ergebnisse in der Vorwoche veröffentlicht wurden, zeigt sich ein ähnliches Bild: In Graz waren heuer 54 % der TestteilnehmerInnen weiblich, geschafft haben es nur 43 %. Von den Innsbrucker TestteilnehmerInnen waren 54 % Frauen, bei den Zugelassenen waren es 44 %.
Die Frauen-Erfolgsquote ist an allen drei Unis also in etwa gleich gering, obwohl unterschiedliche Multiple-Choice-Testverfahren angewendet werden: Die Medizin-Unis Wien und Innsbruck verwenden den „Eignungstest für das Medizinstudium“ (EMS), der Studien-Fähigkeiten wie medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis, räumliches Vorstellungsvermögen, Umgang mit Zahlen etc. abfragt. Die Medizin-Uni Graz setzt dagegen auf einen Wissenstest in den Grundlagenfächern Biologie, Chemie, Physik und Mathematik sowie auf Textverständnis. Erstmals wurde in Graz heuer außerdem die Sozialkompetenz erhoben, die zu zehn Prozent zum Gesamtergebnis beitrug.
Aufschlüsse über die Gründe für die geringe Frauenerfolgsquote erwartet sich die MedUni Wien nun im September von in den Mittelschulen durchgeführten Befragungen von SchülerInnen.
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