Den Auftritt von Wissenschaftsministerin Beatrix Karl im Ö1-Journal zu Gast bezeichnete der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald als „Armutszeugnis“. „Karl debattiert Studiengebühren seit sie im Amt ist, weil sie damit ihr eigenes Scheitern kaschieren kann. Dort, wo sie in der Regierung nicht durchsetzt und ÖVP-Chef Pröll ihr die notwendigen Budgets verweigert, wälzt sie ihre Verantwortung einfach auf die Studierenden ab. Karl sollte es endlich zugeben: Die Bundesregierung will die Universitäten nicht ausreichend finanzieren.“ Dass nun die Studierenden als die
Schwächsten im System die Unis finanzieren sollen, sei keine moderne Bildungspolitik sondern schlicht die „Einführung einer Bildungssteuer“, sagte Grünewald.
Was von den Vorschlägen zu halten sei, zeige sich auch, wenn man nur einmal kurz darüber nachdenkt. „Bei einer Gebühr, die an Studienfächern festgemacht wird, würden die Massenfächer massiv profitieren und jene Fächer auf der Strecke bleiben, die hochspezialisiert gute Ausbildung anbieten. Das ist schlicht Unfug“, so Grünewald. „Und eine Quote für Studierende aus bildungsfernen Schichten, wie sie Karl ventiliert, ist schlicht zynisch. Erst machen wir die Universitäten über Bildungssteuern so teuer, dass sie sich nur mehr Betuchte leisten können und dann führen wir für Quoten ein.“
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