Laut Österreichischer HochschülerInnenschaft gerät Ministerin Karl mit der für Ende März geplanten Präsentation eines Konzeptes zur Studienplatzfinanzierung immer weiter in Verzug. Dazu Sigrid Maurer von der Österreichischen HochschülerInnenschaft Bundesvertretung: „Die Berechnungen zum Modell haben aufgezeigt, wie krass die Budgetmisere an Österreichs Hochschulen ist. … Es ist ganz klar und auch nicht neu: Ohne Erhöhung des Hochschulbudgets auf 2% des BIP läuft gar nix.“
„Die ÖH hat bereits ein eigenes Konzept zur Hochschulfinanzierung vorgelegt. Berechnungsgrundlage dabei ist die Betreuungsrelation zwischen Lehrenden und Studierenden. Das ÖH-Konzept garantiert, dass alle qualitätsvoll studieren können, die Forschung aber nicht auf der Strecke bleibt“, sagt Thomas Wallerberger von der ÖH-Bundesvertretung.
Die ÖH fordert einen verbindlichen Finanzierungspfad für das Hochschulbudget auf 2% des BIP. Das derzeit diskutierte Modell der Studienplatzfinanzierung geht in die falsche Richtung. Wird das Budget nicht erhöht, gibt es nur zwei Möglichkeiten: lächerlich niedrige Fixbeträge pro StudentIn oder eine massive Reduzierung der Studierendenzahlen“, so Mirijam Müller, ÖH-Generalsekretärin.
Das Finanzierungsmodell der ÖH umfasst folgende Punkte:
* Erreichung von internationalen Standards in der Betreuungsrelation, mindestens im Verhältnis 1 zu 40
* Stufenplan bis 2020 für eine Verdreifachung des ProfessorInnen- und eine Verdoppelung der DozentInnenstellen
* eine Maximalquote für kurzfristig angestelltes Personal von 20%
* gleichzeitger Ausbau adäquater Infrastruktur für WissenschaftlerInnen
* Ausbau von Bibliotheken, Lern- und Computerräumen entsprechend der Studierendenzahlen
* Basisfinanzierung von Forschung
* Bereinigung der Universitätsbudgets um den klinischen Mehraufwand, Mieten und ähnliche Kosten
Diese Konzept der ÖH Bundesvertretung ist Teil einer umfassenden Publikation zu bildungspolitischen Fragestellungen, die im Mai veröffentlicht wird.
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