Die Medizinische Universtität Graz erweitert in diesem Jahr das vor vier Jahren eingeführte Auswahlverfahren um einen Testbereich. Der „Situational Judgement-Test“ soll das Wissen der BewerberInnen im Bereich des sozial-kompetenten Handelns überprüfen.
Neben Kenntnissen in den medizinrelevanten Grundlagenfächern Biologie, Chemie, Physik und Mathematik sowie einem Textverständnis-Test wird heuer erstmals auch die Sozialkompetenz der BewerberInnen erhoben. „Der ‚Situational-Judgement-Test‘ besteht aus kurzen Beschreibungen ärztlich-relevanter Situationen, zu denen im Multiple-Choice-Format jeweils fünf Handlungsmöglichkeiten angeboten werden“, so Vizerektor Gilbert Reibnegger im Gespräch mit der APA. Aus diesen Antwortalternativen ist diejenige zu wählen, die dem biopsychosozialen Modell am meisten entspricht. Den Test habe man aus Belgien übernommen, wo er „seit Jahren mit großem Erfolg“ angewendet werde, so der Vizerektor. Das Ergebnis des neuen Testteils wird maximal im Ausmaß von zehn Prozent den Gesamttest beeinflussen.
Voraussetzung für die Teilnahme am Auswahltest am 9. Juli dieses Jahres ist die elektronische Voranmeldung, die diesmal vom 1. bis zum 21. Februar möglich ist. Die Voranmeldung läuft zeitgleich an den Medizinischen Universitäten Wien und Innsbruck, wo – anders als in Graz – am 9. Juli auch heuer unverändert der sogenannte „Eignungstest für das Medizinstudium“ (EMS) angewendet wird. Es ist nicht möglich, am Auswahlverfahren von mehreren Medizinischen Universitäten teilzunehmen, da auch die Aufnahmetests der einzelnen Unis am selben Tag abgehalten werden.
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