Studentinnen und Studenten besetzen im Moment das Audimax der Uni Wien, um gegen den Bildungsabbau zu protestieren.
Laufende Updates über den aktuellen Stand der Besetzung finden Sie hier
Studentinnen und Studenten besetzen im Moment das Audimax der Uni Wien, um gegen den Bildungsabbau zu protestieren.
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„Rektoren hoffen auf Studienplatzfinanzierung, Hahn auf Einlenken der SPÖ bei Studiengebühren“
Laut einem Artikel im online-Standard werden die Universitäten nach Angaben von Rektorenchef Christoph Badelt in den überlaufenen Studienrichtungen mit „kurzfristigen Kapazitätserweiterungen bei einzelnen Lehrveranstaltungen“ über das Wintersemester kommen. Erst dann kann in einzelnen Studienrichtungen der „Notfallparagraph“ 124b zur Anwendung kommen, der es den Unis erlaubt, die Zahl der Studienplätze zu beschränken.
Den gesatem Artikel finden Sie hier
Die Exzellenz-Universität in Gugging ist bis dato ein „reiner Männerverein“
Das Exzellenz-Institut in Gugging ist – obwohl enorme Finanzmittel für dieses Elite-Institut und angedachte Vorzeigeprojekt aufgewendet werden – von jeglicher Verpflichtung zur Frauenförderung, wie sie sonst an den österreichischen Universitäten verankert ist, ausgenommen.
Wie der Homepage des Institute of Science and Technology (I.S.T.) Austria zu entnehmen ist, wurden Professuren bis jetzt nur mit Männern besetzt. Das Aufnahmeverfahren wird ebenfalls von Männern geleitet. Es gibt keinerlei Verpflichtung zur Einrichtung eines Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen noch tritt man an hoch qualifizierte Frauen heran, sich zu bewerben.
Dazu die stellvertretende Vorsitzende der UGöD, Ulrike Stein, auch tätig als stellvertretende Vorsitzende des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen und als Betriebsrätin an der Medizinischen Universität Wien: „Die 21 österreichischen Universitäten haben laut Universitätsgesetz die Verpflichtung zur Einrichtung eines Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen und zur Frauenförderung. Auch die Donauuniversität Krems hat ein derartiges Gremium installiert. So wird sichergestellt, dass die Universitäten Frauen fördern und diese keine Benachteiligung erfahren bzw. eine solche zumindest beeinspruchen können. Am I.S.T. Austria ist aber zu befürchten, dass das alte System der Männerbündnisse und –seilschaften weiter besteht und sogar noch mit öffentlichen Geldern gefördert wird. Daher fordern die unabhängigen GewerkschafterInnen im öffentlichen Dienst (UGöD), dass auch für das Exzellenz-Institut in Gugging gesetzlich verankert wird, dass ein Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen einzurichten ist und aktive Frauenförderung betrieben werden muss.“
Rückfragehinweise:
UGöD, Unabhängige GewerkschafterInnen im Öffentlichen Dienst und Ausgegliederte
Mail: office@ugoed.org
Ulrike Stein, Mobil: 0680/1262146
Der online-Standard bringt einen Artikel zum „Titanprojekt“ österreichischer Hochschulplan:
Laut Regierungsprogramm soll mit dem „Österreichischen Hochschulplan“ eine „klare Aufgabenteilung und Schwerpunktsetzung“ angestrebt werden. Schwerpunkte des Plans sollen sollen „strategische Leitlinien, Standortoptimierungen, Durchlässigkeit innerhalb des Hochschulwesens in Österreich sowie Balance zwischen regionalen Bildungsangeboten und Bündelung von Forschungsinfrastruktur“ sein.
Ausgangspunkt für Hahn ist die derzeitige „bunte Hochschullandschaft“ mit 21 Universitäten, 19 Fachhochschulen, 12 Privatunis und anderen hochschulischen Einrichtungen mit über 300.000 Studierenden im tertiären Sektor.
Folgende Fragen stehen für den Minister am Beginn des Prozesses: „Was sind die Anforderungen an den tertiären Sektor; was erwartet die Gesellschaft von einer fundierten Hochschulbildung und wie kann diese Erwartungshaltung beantwortet werden, insbesondere in der Erstausbildungsphase; wie kann die Berufsqualifikation von Bachelor-Absolventen sichergestellt werden?“ Dabei ist dem Minister die Zusammenarbeit mit den Beteiligten wichtig.
Für die Ausarbeitung des Plans will man sich im Ressort zwei Jahre Zeit nehmen.
Dass es im Zuge der Umsetzung des Hochschulplans zu Schließungen von Uni-Standorten kommt, schloss Hahn unter Hinweis auf deren geringe Anzahl aus.
Den gesamten Artikel finden Sie hier
Christiane Spiel analysierte vor 2 Jahren für das Wissenschaftsministerium das schlechtere Abschneiden von Frauen bei den Aufnahmetests zum Medizinstudium. „Die Ursachen liegen bei der Schule und beim Test selbst.“ Weiter zum Interview
Die Analyse finden Sie hier
Nachdem auch heuer wieder bei den Aufnahmetests an den drei Medizinischen Universitäten Frauen schlechter abgeschnitten haben als Männer, hat ÖVP-Gesundheitssprecher Erwin Rasinger gefordert, 50% der Studienplätze verpflichtend an Frauen zu vergeben, weil die gestellten Fragen Männer bevorzugen würden.
Minister Hahn lehnt diesen Vorschlag ab, da „es vor allem an der unterschiedlichen Kultur bei der Benotung in den naturwissenschaftlichen Fächern in der Schule liegt, wo junge Frauen weniger gefordert werden als männliche Schulkollegen“.
Auch Ministerin Heinisch-Hosek hält im Fall der Medizin-Unis eine Quote für nicht klug, weil auch sie sich den Rückstand der Frauen mit eingefahrenen „Rollenbildern im Bildungsbereich“ erklärt.
Den gesamten online-Standard Artikel finden Sie hier
Der österreichische Wissenschaftsrat, eine Institution nach §119 UG02, legt nun seinen Tätigkeitsbericht für die Jahre 2006-2008 dem Parlament vor.
„Wie die Senatsvorsitzenden der Unis in Innsbruck, Klagenfurt, Graz und Wien die Veränderungen einschätzen, was sie fordern und was sie befürchten sagen sie im Gespräch mit derStandard.at.“
In seinem Gastkommentar in der Presse schreibt Norbert Roszenich:
„Das UG 2002 macht angeblich Schule im Ausland? Wieso muss es dann nach wenigen Jahren an 146 Textstellen wieder repariert werden? Die wirklichen Probleme, unter denen die an den Unis operativ Tätigen täglich leiden, nämlich Überbürokratisierung und Unterfinanzierung, werden in dieser Novelle nicht einmal in den Erläuterungen erwähnt. Bisher ist kein Land bekannt, dessen Wissenschaftspolitiker uns neiderfüllt über die Schulter blicken.“
Den gesatem Kommentar finden Sie hier
Ein Interview zum Thema Frauenförderung mit der Vizerektorin für Personalentwicklung und Frauenförderung der Medizinischen Universität Wien, Prof.in Gutiérrez-Lobos finden Sie hier
ein Auszug: Gutiérrez-Lobos: “….Jetzt sind drei Professuren besetzt worden – alle mit Männern. Auch das Aufnahmeverfahren wird nur von Männern geleitet, da gibt es keinen Arbeitskreis, offenbar auch nicht die Aufforderung, dass sich besonders qualifizierte Frauen bewerben sollen. Das ist ein Rückschritt, und ich würde mir auch hier eindeutige gesetzliche Regelungen wünschen: Frauenquote auch für das Exzellenzinstitut in Gugging.”