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Kapitalismus heißt: es wird nur für den Profit der Unternehmer produziert.

Der Kapitalismus ist nun in der Krise.

Sinken die Profite, lassen die Unternehmer weniger produzieren. Sie kaufen weniger Arbeitskraft, Erwerbstätige werden massenhaft gekündigt, die Arbeitslosigkeit steigt. Folglich nimmt die Armut zu und der Staat gerät in finanzielle Schwierigkeiten.

Krisen treten im Kapitalismus immer wieder auf. Sie haben ihre Ursache nicht in der „Gier“ von Managern oder Bankern. Vielmehr zwingt die Konkurrenz dazu, dass jedes Unternehmen auf Teufel-komm-raus investiert. Das geht eine Zeitlang gut. Doch früher oder später stellt sich heraus, dass zuviel investiert worden ist. Das überschüssige Kapital muss dann vernichtet werden.

Mit dem Kapital werden freilich auch die Lohnabhängigen „vernichtet“. Existenzen werden zerstört, Perspektiven ausgelöscht.

Das ist das Problem, vor dem wir stehen. Die Lösung dafür ist eine Solidarische Ökonomie.

Die Solidarische Ökonomie produziert bedarfsorientiert, nicht für Profit. Es gibt in ihr kein Management, das Leute kommandiert. Vielmehr wird gleichberechtigt von den Werktätigen selbst entschieden, was sie auf welche Art herstellen. Aus Lohnabhängigen werden MitgestalterInnen.

Die Solidarische Ökonomie ist keine Utopie, sondern in vielen Teilen der Welt bereits Realität. Besonders beeindruckend ist das Beispiel von Mondragon. Mondragon ist eine „Mega-Kooperative“ in Spanien. Sie produziert High-Tech-Güter, betreibt eine riesige Handelskette und hat Tausende von Mitgliedern.

Mondragon ist die größte Unternehmensgruppe im Baskenland und hat weltweit Produktionsbetriebe. Mondragon beschäftigt mehr als 100.000 Menschen, davon sind ein Drittel Genossenschafts-Mitglied. Mondragon plant, dass bis 2010 zwei Drittel aller MitarbeiterInnen auch Genossenschafts-Mitglieder sind.

Mondragon sichert Wohlstand und Arbeitsplätze. Die Mitglieder bestimmen gleichberechtigt darüber, wie sich Mondragon entwickeln soll.

Übrigens: In Klagenfurt gibt es Mondragon-Produkte z.B. bei GEA zu kaufen.

Nehmen wir uns ein Beispiel. Fördern wir Solidarische Ökonomie.

Damit das Leben besser wird.

Grüne/UG in die AK!

Kein Kommentar am 20. April 2009

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