Wachstumsstörungen.
Matinee zu den Grenzen des Kapitalismus und zu emanzipatorischen Alternativen.
Mit Andreas Exner und Christian Lauk
Alle Infos hier.
Selten wurden für eine Krise so schnell »Lösungen« gefunden, wie im Falle der Finanzmarktkrise. Hastig wurden »Rettungspakete« in bislang ungeahnter Kostenhöhe geschnürt. Diejenigen, die noch gestern dem bedingungslosen freien Markt huldigten, fordern heute die staatliche Kontrolle der Finanzmärkte. Allerorts die gleiche Leier: Die Lage sei ernst, aber nicht hoffnungslos. Es müsse nur wieder die Vernunft statt der Gier regieren. Fehler erkannt, korrigiert und weiter so wie bisher! Es gilt schließlich zu retten, was noch zu retten ist. Doch was soll da eigentlich gerettet werden? Müsste statt der herrschenden Flickschusterei nicht unser Wirtschaftssystem als Ganzes auf den Prüfstand gestellt werden?
Nicht erst mit dem Zusammenbruch der Finanzmärkte wird deutlich: Der Kapitalismus gerät an seine Grenzen. Klimawandel, Hungerkatastrophen, Energie- und Wasserknappheit sind einige der Stichworte, die anzeigen, dass die Grenzen des Wachstums nun tatsächlich erreicht sind. Gleichwohl keimen unter dem Stichwort „Green New Deal“ Hoffnungen auf, den Kapitalismus wiederum auf einen nachhaltigen Wachstumspfad zu führen – und damit die Grenzen weiter auszudehnen. Auch hier gilt die Devise: Fehler erkannt, korrigiert und weiter so wie bisher!
In unserer Matinee wollen wir die gegenwärtigen Krisen zueinander in Beziehung setzen und den Zusammenhang zwischen Klimakollaps, Wirtschaftskrise, Kapitalismus und Wachstumsideologie beleuchten. Darüber hinaus wollen wir auf die Suche gehen nach Perspektiven jenseits kosmetischer Lösungen und jenseits des herrschenden »Weiter so«. Welche Veränderungsansätze weisen über das Desaster des Kapitalismus hinaus? Wie lässt sich Wachstum stören?
Referenten:
Andreas Exner ist Ökologe und arbeitet als freier Publizist in Wien. Christian Lauk ist Ökologe und arbeitet am Institut für Soziale Ökologie der Universität Klagenfurt. Gemeinsam sind sie Mitautoren des Buchs »Die Grenzen des Kapitalismus. Wie wir am Wachstum scheitern« (Verlag Ueberreuter, Wien 2008) und engagieren sich unter anderem bei Attac und im Social Innovation Network (www.social-innovation.org).
Programm
10.30 Uhr: Referat von Andreas Exner und Christian Lauk
Wachstumsstörung. Die aktuellen Krisen und die Grenzen des Wachstums
11.15 Uhr: Diskussion
12.00 Uhr: Pause mit kleinem Imbiss
12.30 Uhr: Referat von Andreas Exner und Christian Lauk:
Wachstum stören! Emanzipatorischer Perspektiven jenseits der kapitalistischen Wachstumsideologie
13.15 Uhr: Diskussion
14.00 Uhr: Ende der Veranstaltung
Eintritt frei!
Um Voranmeldung wird gebeten
(mail@stiftung-w.de).

