22.03.2010 | 18:38 | BEATE LAMMER (Die Presse)
In einem namibischen Dorf gibt es seit zwei Jahren ein bedingungsloses
Grundeinkommen. Projektsprecher Herbert Jauch erklärt im Interview mit der „Presse“, warum jetzt mehr Leute arbeiten.
http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/548050/index.do
Anmerkung A.E.: in unserem Sammelband „Grundeinkommen. Soziale Sicherheit ohne Arbeit“ wurde 2007 ein Text von Claudia und Dirk Haarmann veröffentlicht, die detailliert die Machbarkeit und Notwendigkeit eines bedingungslosen Grundeinkommens in Namibia darstellen (auch ein Text von COSATU-Funktionär Neil Coleman, Südafrika, findet sich darin). Wenn semiperiphere und periphere Staaten ein Grundeinkommen offensichtlich einführen könnten, dann kann das in Österreich keine Frage der Machbarkeit sein. In Südafrika empfahl dies sogar eine von der Regierung eingesetzte Kommission (die Regierung zog daraufhin ihre Sympathien für das Grundeinkommen zurück). Dass Gewerkschaften zu den aktivsten Befürworterinnen eines bedingungslosen Grundeinkommens in Namibia und Südafrika gehören, wirft ein beschämendes Licht auf die hiesigen so genannten (!) Interessensvertretungen der Erwerbstätigen.

