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Die Kurzarbeit weitet sich aus. Immer mehr Menschen sind davon betroffen. Alle wissen, dass dies im Kapitalismus kein Dauerzustand sein kann. Auch das Management von Infineon.

„Das ist eine arbeitsplatzerhaltende Maßnahme, die natürlich zeitlich begrenzt sein soll“, sagt Vorstand Hermann Eul in einem Interview für die Kleine Zeitung (14. April).

Der Frage, ob Kündigungen drohen, weicht Eul aus: „Wir müssen wachsam sein und für das Unternehmen neue Geschäftsfelder auftun, damit wir nach der Krise als Gewinner dastehen.“

Dass „wir“ nicht wir Lohnabhängige sind, sondern sie, die Manager, die Vorstand Eul hier anspricht, ist klar.

Schön für Euch, liebe Euls, wenn ihr nach der Krise als Gewinner dasteht… auf dem Rücken von uns, die Eure Gewinne produzieren und denen die Kosten und Verluste zugeschoben werden sollen!

Ob es Infineon überhaupt gelingen kann, mit Entlassungen, Lohnkürzungen, Arbeitshetze und brutaler Konkurrenz – denn das ist das kapitalistische Rezept zur „Erholung“ von Gewinnen – zu reüssieren, ist freilich äußerst fraglich.

Die weltweite Nachfrage ist ja gerade erst dabei, wirklich in die Knie zu gehen. Nachdem den US-Konsumenten bereits die Puste ausgeht, weht der Todeshauch der Krise langsam nach Europa. Langlebige Konsumgüter wie das Auto spüren zuerst den Einbruch – und mit ihr natürlich auch die Zuliefererindustrie. Der Versuch, Kündigungen durchzusetzen und die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern ist damit absehbar, auch wenn das Management es aus taktischen Gründen nicht offen ausspricht.

Zumindest lügt Eul sich in die eigene Tasche, wenn er meint, „dass es weitgehend Einigkeit gibt, wir sind durch.“ Worauf sich diese kühne Behauptung berufen kann – außer dass es „weitgehende Einigkeit“ gibt, wahrscheinlich in seinem Golfclub – verrät uns Vorstand Eul leider nicht. Seine „Prognose“ ist eher eine Halluzination – so wie die neoliberalen Ökonomen meinten, es könne überhaupt nie eine Wirtschaftskrise geben; und dann glaubten, sie sei 2008 vorbei, und dann den Termin auf 2009 verschoben, und jetzt meinen, 2010 sei der Aufschwung wieder da…

Fossile Manager wie Eul sind für uns Lohnabhängige eine Bedrohung.

Die Autoindustrie hat die Menschheit in die globale Katastrophe des Klimawandels getrieben, und die Verknappung des Erdöls – Lebenselexier der Branche – ist bereits Fakt. Wir stehen vor enormen Herausforderungen, worauf die Infineon-Nomenklatura offenbar nicht im Mindesten geistig vorbereitet ist.

Das Infineon von Hermann Eul und Monika Kircher-Kohl hängt von einer Dreckbranche ab, die so, wie sie existiert, keinesfalls zu retten ist, wollen wir uns retten. Unter dem Klimawandel leiden nämlich nicht die Reichen, also Eul und Kircher-Kohl, sondern die breite Mehrheit der Lohnabhängigen. Und die arm gemachten unter uns am meisten – dabei verschmutzen sie am wenigsten.

So schön und logisch ist das System, das Vorstand Eul vertritt.

Immerhin – das Management hat inzwischen auch schon was von „grünen Technologien“ gehört und gibt also kund: „Wir werden weiter Autos fahren, aber die werden am Ende verbrauchsärmer und noch komfortabler sein.“

Was Hermann Eul nicht so alles weiß. Wir werden weiter Autos fahren.

Ja, sicher, für sehr bestimmte Zwecke sind Automobile in der Tat höchst nützlich. Aber für den Alltag der meisten Menschen gibt es nur eine Möglichkeit, die unsere Lebensqualität erhält: massiver Ausbau des öffentlichen Verkehrs.

Natürlich bringt Hermann Eul auch den ausgelutschten Gassenhauer der steigenden „Energieeffizienz“ und meint, „Wir sehen, dass die Märkte für Energieeffizienz nachhaltig größer werden. Beim Thema Solar kann man schon fast von einer Explosion reden.“

Wie wir in „Die Grenzen des Kapitalismus“ (Ueberreuter, 2008) detailliert aufzeigen, steigt die Effizienz seit es den Kapitalismus gibt. Nur wächst mit ihr zugleich der Gesamtverbrauch. Wenn ein Auto sparsamer ist, zugleich aber mehr Autos produziert werden, hilft uns keine Effizienz der Welt. Im Kapitalismus ist steigende Effizienz ineffektiv.

Und die Solarbranche ist keine, die für endloses Wachstum taugt. Die Solartechnologie ist zwar sehr wichtig und für bestimmte Anwendungen optimal. Doch ist sie in keiner Weise geeignet, den derzeitigen Energieverbrauch signifikant zu decken. Dafür ist sie viel zu teuer und zudem hat sie ein Ressourcenproblem: die bis dato vielversprechendsten Solarzellen-Technologien brauchen seltene Metalle. 2030, so gibt eine vom Deutschen Bundeswirtschaftsministerium beim IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung in Auftrag gegebene Studie an, wird es deutliche Ressourcenverknappungen bei diesen Stoffen geben.

Der wissenschaftliche Direktor des IZT, Prof. Dr. Rolf Kreibich, stellt fest:  „Zu den betroffenen Technologien gehören Brennstoffzellen (Platin, Scandium), Hybrid- und Elektrofahrzeuge (Neodym), Elektrooptik (Gallium, Germanium, Indium), Dünnschicht-Photovoltaik (Gallium, Indium, Tellur) und Mikroelektronik (Gallium, Tantal).“

Fazit: Die entsprechenden Branchen werden schon rein stofflich an Wachstumsgrenzen stoßen.

Infineon hätte ausgesprochen wichtige Funktionen zu erfüllen und könnte ganz anders geleitet werden als jetzt. Doch wenn das Management einen Betrieb wie Infineon zu immer neuem Wachstum peitscht und die Lohnabhängigen mitmachen müssen, nur um ihren Arbeitsplatz zu erhalten, dann ist das nichts weniger als ein Teufelskreis, der uns alle, die wir nicht über Vermögen oder Kapital verfügen, umzubringen droht.

Was Vorstand Eul als Konzerndevise ausgibt, ist eine Drohung für uns alle.

Es gibt nur eine Alternative:

  1. Infineon demokratisieren – nur in der Hand der Belegschaft wird ein ökologischer Betriebsumbau möglich
  2. Eine solidarische Ökonomie aufbauen – damit ein selbstverwaltetes Infineon Teil einer selbstverwalteten Wirtschaft sein kann
  3. Grundeinkommen 900 Euro/Monat – so wird Kurzarbeit für Alle zum Segen

Grüne/UG in die AK!

Und das Klima atmet erleichtert auf.

2 Kommentare am 16. April 2009

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Wir fordern ein Grundeinkommen, das allen bedingungslos zusteht: Als individueller Rechtsanspruch, ohne so genannte „Bedarfsprüfung“ oder „Arbeitsbereitschaft“, 900 Euro 12 Mal im Jahr.

Damit Armut und Angst der Vergangenheit angehören!

Nur ein Grundeinkommen sichert unsere Existenz auch in der Krise. Die anwachsende Massenarbeitslosigkeit ist anders nicht zu bekämpfen. Ein Grundeinkommen ist unausweichlich.

Und es ist leistbar.

Denn seit den 1970er Jahren hat sich die Produktivität der Wirtschaft rund verdoppelt. Eine 20-Stunden-Woche für Alle reicht für ein gutes Leben also völlig aus.

Stattdessen haben sich jedoch Unternehmer und die Banken die Profite in ihre Taschen gesteckt, von Arbeitszeitverkürzung oder Reallohnzuwachs keine Spur. Der Staat schiebt den Banken jetzt noch eine Million hinter der anderen nach. Für die Reichen ist also plötzlich Geld genug da.

Faktum aber ist: Diesen Reichtum haben wir geschaffen. Als Grundeinkommen steht er uns zu.

Ein Grundeinkommen entlohnt außerdem Hausarbeit und Kindererziehung. Das ist dringend nötig. Denn Haushaltsarbeit ist gleich viel wert wie die Arbeit im Büro oder in der Fabrik. Auch Erwerbspausen sind dann sozial besser abgefedert. Frauen werden ökonomisch unabhängiger und gewinnen Handlungsfreiheit.

Mit einem Grundeinkommen braucht niemand mehr Angst zu haben, unterzugehen. Es gibt allen genug Geld, um sich zu entfalten: Mehr Zeit für Kreativität, Familie, Freunde, Hobbies und für’s Ausruhen – Wir haben uns das wirklich redlich verdient.

Und das Beste ist: mit einem Grundeinkommen gewinnen Angestellte, Arbeiterinnen und Arbeiter, freie Dienstnehmende und Leute mit Werkverträgen an Verhandlungsmacht. Wer uns einen miesen Job andrehen will, hat dann ausgespielt.

900 Euro 12 Mal im Jahr für Alle sind ein Bollwerk gegen Lohndumping, schlechte Arbeitsbedingungen und Ausbeutung.

Und nur wenn das Grundeinkommen bedingungslos ausbezahlt wird, ist es auch am Bedarf orientiert: Wer es dringend braucht, bekommt es in voller Höhe; wer dazu verdient, entsprechend weniger; wer viel verdient, zahlt netto ein.

Mit einem Grundeinkommen wird Freizeit leistbar und die Arbeit besser.

Deshalb: Grüne/UG in die AK!

Weitere Informationen gibt es hier.

keine Kommentare am 15. April 2009

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Steuereinnahmen, so Dörfler, sind für Eigenwerbung da. Das ist das Schöne an den Altorangen: Sie haben keine Skrupel, ihr Etat – das heißt unser Geld – zu vergeuden.

Das von Dörfler so genannte „1. Kärntner Pendlergeld“ war ein derart durchschlagender Erfolg, dass der Herr Landeshauptmann gleich eine ganze, extrem teure Seite Eigenwerbung jeweils in Kärntner Tageszeitung, Kleine Zeitung, Kronen Zeitung …und wer weiß wo sonst überall noch… schalten musste.

Dort prangt Dörfler  blassorange und tönt: „Über 1 Million Euro für Kärntens Pendler!“

Insgesamt wurden, so Herr Landeshauptmann, 1.192.125 Euro heuer ausgezahlt. Und zwar an 20.447 Kärntnerinnen (solange sie Dörfler noch nicht am Herd festgebunden hat) und Kärntner, wie er schreibt.

Kann Dörfler rechnen?

Seine 1. Kärntner Steuer-Verramsch-Aktion ergibt 58,3 Euro pro Mensch und Jahr (1.192.125 Euro : 20.447 Leute).

Und das soll eine „wirksame Maßnahme“ gegen die Teuerung sein? 4,8 Euro pro Mensch und Monat?

Zweite Frage: Woher hat der Landeshauptmann das Geld? Sicher nicht von der Kärntner Schickeria, die seine Partei vertritt, und auch nicht von den Franz Stronachs dieses Landes. Das Wort Gewinn- und Vermögenssteuern kennt Dörfler nämlich nicht.

Das heißt: Wir Lohnabhängige, die wir weder über Zweitauto noch Zweitwohnsitz verfügen, und auch keine Steueroasen-Kontos haben, zahlen 1.192.125 Euro an Herrn Dörfler, um 1.192.125 Euro von ihm rückerstattet zu erhalten – per Antrag, den seine Beamten dann „bearbeiten“.

Herr Dörfler, wollen sie uns für dumm verkaufen?

Dass rund 20.000 von uns extra einen Antrag gestellt haben, wie es die 1. Kärntner Steuer-Verramsch-Aktion von  Dörfler vorschreibt (wahrscheinlich um Arbeitsplätze oranger Beamter zu erhalten), zeigt, wie sehr uns die Teuerung wirklich trifft.

Zieht man den Aufwand der Antragstellung in Rechnung, bleibt vom Wenigen noch weniger. Hauptsache Dörfler macht den Lohnabhängigen Arbeit. Als hätten wir nicht schon genug zu tun. Zugleich setzt Dörfler alles daran, uns weiterhin an steigende Erdölpreise zu ketten: Ausbau der S37, Autobahnanschluss Völkermarkt, Erweiterung von Straßen überall.

Die Grüne/UG setzt sich dafür ein, dass wir Lohnabhängige wirklich und dauerhaft entlastet werden:

  1. Massiver Ausbau des öffentlichen Verkehrs
  2. Gratis-Öffis
  3. Grundeinkommen 900 Euro/Monat

So kommt Kärnten richtig in Fahrt!

Grüne/UG in die AK!

keine Kommentare am 14. April 2009

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Gestern ging ein offener Leserbrief an die KTZ, in deren Oster-Ausgabe ein Interview mit Prof. Bodenhöfer (Universität Klagenfurt) erschienen ist, in dem er sich für Lohnkürzungen ausspricht.

Bodenhöfers Argumentation bringt auf den Punkt, wohin der neoliberale Hase in der Krise laufen will. Dem gilt es sich von allem Anfang an entgegenzustellen.

Den Leserbrief gibt es hier anzusehen.

Um Verbreitung des Leserbriefs und weitere Reaktionen an die KTZ wird gebeten.

Die Redaktionsadresse der KTZ lautet: redaktion*ÄT*ktz.at

Das Interview mit Prof. Bodenhöfer hat Claudia.Grabner*ÄT*ktz.at geführt

keine Kommentare am 13. April 2009

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Die Herren Mainstream-Ökonomen treten an, uns die Krise zu erklären. Sie tun dabei so, als wüssten sie von nichts. Einer davon ist Prof. Dr. Hans-Joachim Bodenhöfer, der über eine Lehrbefugnis an der Universität Klagenfurt verfügt. Die Kärntner Tageszeitung (KTZ) lieh dem Professor ihr Ohr und befragte ihn zur Krise.

Während Bodenhöfer ohne mit der Wimper zu zucken meint: „Die Krise macht die Überlebenden stärker“ – mahnt er das „Verantwortungsbewusstsein der Gewerkschaften“ ein.

Die neoliberalen Ökonomen dieser Welt versagen auf voller Linie, doch sie tun, als wäre nichts geschehen. Dagegen ist deutlich festzuhalten: Leute wie Bodenhöfer sind mitverantwortlich für die Krise – privilegierte ideologische Wasserträger des Neoliberalismus, deren „Forschung“ so wichtig ist wie ein Kropf.

Das System, das neoliberale Ökonomen jahraus, jahrein verteidigt haben, ist für alle sichtbar gescheitert. Ihre Lehrbuchweisheiten haben sich in einer Weise blamiert, dass es schlimmer gar nicht geht.

Finanzmärkte sind instabil? Aber wo denn, meinten neoliberale Ökonomen. Spekulative Blasen können nicht endlos wachsen? Aber nicht doch. Renditen über dem Wirtschaftswachstum sind nicht tragbar? Aber keineswegs. Die Armen werden immer ärmer, die Reichen reicher? Aber wie denn.

Niemand der Herren Mainstream-Ökonomen hat die Krise abgesehen. Kritische Ökonominnen und Ökonomen warnten dagegen schon seit rund 20 Jahren vor dem Crash. Niemand der Herren Mainstream-Ökonomen hat schließlich den Krisenverlauf richtig eingeschätzt. Zuerst wollte man die Krise auf die USA beschränkt wissen; dann bequemte man sich halbherzig zur Einsicht, dass sich eine globalisierte Wirtschaft schlecht in Nationalwirtschaften separieren lässt; schließlich hielt man den Abschwung für parziell und ephemer.

Nachdem das Modell der Neoliberalen schmählich gescheitert ist, wollen sie sich jetzt noch zusammenreimen, die Krise sei 2010 vorüber. Die Blamage wird nächstes Jahr komplett.

Richtig lagen dagegen kritische Ökonominnen und Ökonomen: Vor rund 20 Jahren ist der Kapitalismus dazu übergegangen, Profite immer mehr in der Finanzwirtschaft zu machen, weil eine gesättigte Realwirtschaft ihm dafür immer weniger Gelegenheiten bot.

Dabei halfen ihm Regierungen in aller Welt, indem sie die Finanzmärkte liberalisierten, dem Staat durch eine Umverteilung von unten nach oben die Steuergrundlage entzogen – und folglich auf den Finanzmärkten kräftig Schulden machen mussten, die daran ebenso kräftig verdienten.

Daran änderte die „Budgetdisziplin“ der neoliberalen Regierungen, die ab den 1980er Jahren von links und rechts die Ruder übernahmen keinen Deut. Denn umso mehr spielten die USA per Verschuldung die Funktion der globalen Wachstumslokomotive. Und die Länder der EU versenkten dankend ihre Waren im Schlund des amerikanischen Konsums.

Weil das kapitalistische Wachstum der Realwirtschaft in den 1970er Jahren an seine ökonomischen und sozialen Grenzen gestoßen war, ging man in den 1980er und 1990er Jahren dazu über, sich auf dem neu geschaffenen Terrain der liberalisierten Finanzmärkte einfach reich zu rechnen. Dass Aktienkurse nicht ewig steigen können, zeigte sich 2001. Dass auch Häuserpreise nicht in den Himmel wachsen, lernten die Mainstream-Ökonomen 2007. Dass die Krise 2010 nicht vorüber sein wird, werden sie erst noch lernen müssen.

Diese reichlich triste wissenschaftliche Bilanz hält Leute wie Bodenhöfer jedoch nicht davon ab, Empfehlungen abzugeben. So lesen wir in der KTZ: „Wenn aber Nulllohnrunden oder ein Aufschieben von Lohnverhandlungen von der Wirtschaft gefordert werden, so ist das insofern verständlich, als dass höhere Gehälter die Rentabilität der Unternehmen belasten – vor allem auch deren Liquidität! Hier geht es mitunter um Firmenexistenzen.“

Bodenhöfer findet die Zumutungen des Kapitals also sehr „verständlich“. Implizit fordert er nichts anderes, als dass die Lohnabhängigen die Kosten dafür tragen, dass der Kapitalismus auf voller Linie versagt. Die Rentabilität ist für ihn Dogma, gerade so wie Gott im Mittelalter.

Es ist schamlos, sich um „Firmenexistenzen“ zu sorgen, wenn es um die Existenz von Hunderttausenden Menschen allein in Österreich geht. Und es ist schlicht falsch, zu meinen, dass niedrigere Gehälter einen Aufschwung bringen werden. Die eigentliche Krisenursache ist gerade die Umverteilung von unten nach oben, zugunsten der Reichen, zulasten der Armen.

Kein Kapitalist, der noch bei Trost ist, wird vorrangig in eine Realwirtschaft investieren, deren Kapazitäten unausgelastet sind, weil die Kaufkraft mit dem Produktivitätswachstum nicht Schritt hält. Umso weniger, wenn ihm die Finanzwirtschaft weit bessere Profitmöglichkeiten bietet als der mühevolle Weg der realen Investition.

Nicht zuwenig Kapital, sondern zuviel Kapital war im Umlauf. Kapital, das nur mehr unzureichend in die Realwirtschaft investiert, kann sich eine Zeitlang reich rechnen. Früher oder später aber platzt der Traum. Der Überschuss an unverwertbarem Kapital wird vernichtet. Und mit ihm die Existenz von Millionen.

Doch in der neoliberalen Blütenwelt des Herrn Bodenhöfer spielen solch irdische Zusammenhänge keine Rolle.

Es ist dabei nicht einmal mehr schamlos, sondern dreist, wenn Bodenhöfer feststellt: „Die österreichische Gewerkschaft hat in der Vergangenheit ein hohes Maß an Verantwortung bewiesen. Wir hatten nie die Situation einer sogenannten expansiven Lohnpolitik, die bewusst auf Umverteilung gesetzt hätte. Ich denke, dass den Gewerkschaften jetzt auch das Besondere der Situation bewusst ist.“

Wenn Bodenhöfer sich schon dem simplen ökonomischen Faktum verschließt, dass für Profite immer noch eine Endnachfrage nötig ist, die der Neoliberalismus systematisch untergraben hat, so sollte er zumindest zur Kenntnis nehmen, dass in Österreich – wie in allen OECD-Ländern – Reichtum von unten nach oben in drastischem Ausmaß umverteilt worden ist. Die Armut hat neben der Erwerbslosigkeit seit den 1980er Jahren im langfristigen Trend ebenso dramatisch zugenommen.

Und das also, meint Bodenhöfer, sei „verantwortungsvoll“.

Ja, er geht noch weiter und erlaubt sich einen professoralen Ratschlag: „Ich denke: Lohnkürzungen sind da gerechtfertigt, wo sie vorübergehend sind oder in den Fällen, in denen klar ist, dass davon der Erhalt von Beschäftigungsverhältnissen oder das Überleben abhängt.“

Bodenhöfer dreht die realen Verhältnisse schlicht um. Lohnkürzungen – teils relativ, teils absolut – hat der Neoliberalismus die ganzen letzten 20 Jahre durchgesetzt. Die Lohnquote ist deshalb gesunken, die Profitquote im Gegenzug gestiegen. Und jetzt sollen wir weitere Lohneinbußen hinnehmen? Noch dazu, wo vor der Krise Lebensmittel- und Energiepreise deutlich gestiegen (und seither nicht in entsprechendem Maß gesunken) sind?

Das Kapital hat gezeigt, dass seine Angriffe darauf zielen, die Rechte der Lohnabhängigen zu zerschlagen. Vielleicht ist Bodenhöfer so naiv wie er vorgibt. Demgegenüber ist jedenfalls klar zu sagen: Ein Schritt zurück mit dem fadenscheinigen Argument der Krise ist ein Verlust auf Dauer.

Dies nicht zuletzt deshalb, weil der Kapitalismus aus dieser Systemkrise – vor allem aus ökologischen Gründen – überhaupt keinen Ausweg mehr finden wird. Nicht durch neue Reichrechen-Illusionen, nicht durch einen hoffnungslosen „Green New Deal“, und auch nicht durch Lohnkürzungen auf breitester Front; schon gar nicht aber durch eine Ressourcenverbrauchs-Steuer, wie Bodenhöfer sie vorschlägt.

Was zur Disposition steht, ist das Überleben des Kapitalismus, nicht das Überleben der breiten Mehrheit der Bevölkerung. Den unabhängigen und alternativen Gewerkschaften ist „das Besondere der aktuellen Situation“ also „durchaus bewusst“. Nur anders als Bodenhöfer dies versteht.

Wenn es eine Wirtschaftsweise nicht schafft, dauerhaft Reichtum für Alle zu erzeugen, obwohl die Rohstoffe, die Maschinen, das Wissen – schlicht alles Nötige – dafür ausreichend vorhanden ist, dann ist diese Wirtschaftsweise gescheitert. Und mit ihr die Bodenhöfers dieser Welt.

5 Kommentare am 12. April 2009

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Die Rechtsextremen dominieren Landtag und Gemeinden. Was soll unsereins davon halten? Muss man verzweifeln, gar aufgeben? Sicher nicht. Allerdings hilft nur eine klare Analyse, diese fatale Richtung umzukehren.

Zuerst einmal sollte man Wahlen als das sehen, was sie sind. Sie spiegeln die Verhältnisse in der Zivilgesellschaft wieder. Der Staat ist eben kein autonomer Akteur, der über unseren Köpfen schwebt oder ein Instrument, das man nach Belieben zur Verschönerung des Kapitalismus einsetzen kann. Vielmehr wurzeln der Staat und seine Politik in dem, was scheinbar außerhalb davon liegt: den Arbeitsbeziehungen und der Zivilgesellschaft.

Insofern muss man die Bedeutung von Landtags- oder Regierungswahlen geringer einschätzen als üblich: sie zeigen nur das, was ohnehin Sache ist, zöge man die gesellschaftlichen Kräfteverhältnisse auf einen Punkt zusammen. Das heißt freilich nicht, dass kein Anlass zur Sorge besteht. Es bedeutet jedoch, den strategischen Ansatzpunkt zu verschieben.

Linke Regierungen sind das Ergebnis gesellschaftlicher Kämpfe, die wesentlich in den Arbeitsbeziehungen stattfinden müssen, um Kräfteverhältnisse wirklich zu verschieben. Eine linke Regierung als solche ändert an sich gar nichts. Ein Zeichen der Hoffnung könnten Zugewinne linksorientierter Parteien (inwieweit die Grünen dazu zählen, sei dahingestellt) nur sein, wenn sie echte Kräfteverschiebungen anzeigen und in Folge unterstützen.

Was kann das für Kärnten heißen? Eine Konsequenz liegt für mich auf der Hand: es kann nicht darum gehen, die wenigen linken Kräfte auf Parteien hin zu bündeln. Es muss vielmehr darum gehen, zivilgesellschaftliche Strukturen aufzubauen, die einer autonomen Öffentlichkeit Gehör verschaffen können.

Linke Parteien mögen davon profitieren, aber nicht umgekehrt. Und es muss weiters darum gehen, offensive Ansätze der Gewerkschaftsarbeit zu stärken und auf den wachsenden Bereich der Erwerbslosigkeit auszudehnen.

Der Rechtsextremismus lebt davon, den sozialen Konflikt in eine Aggression gegen Schwache zu verschieben und so eine vermeintliche nationale Einheit zu stiften. Die Gegenstrategie ist deshalb, den sozialen Konflikt offensiv zu benennen und die Abhängigkeit vom Kapital anzugreifen: durch ein Arbeitslosengeld ohne Kontrolle, ein Grundeinkommen, das Erwerbslose und Prekarisierte stärkt, durch Selbstverwaltung der Betriebe.

Die Krise wird sich verschärfen und es gilt, jetzt die nötigen Antworten dafür zu entwickeln. Nur so ist zu verhindern, dass die absehbare Enttäuschung vieler BZÖ-WählerInnen in offene Gewalt gegen „AusländerInnen“, Frauen und ein Hauen-und-Stechen von allen gegen alle umschlägt.

keine Kommentare am 12. April 2009

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Eröffnungsvortrag und Diskussion mit Andreas Exner
für die “Wissenschaftsgespräche bei den Minoriten 2009

Vom Wert sich zu verkleinern. Plädoyers nach einer Ära schrankenlosen Wachstums

Andreas Exner diskutiert mit Caritas-Präsident Franz Küberl

Zeit: Di, 21.April, 19.00-21.00
Ort: Kulturzentrum bei den MINORITEN, Mariahilferplatz 3/II, 8020 Graz

Für Andreas Exner ist der Kapitalismus endlich, sein Wachstumsmodell stößt an ökonomische und ökologische Grenzen. Parallel dazu verschärft sich das psycho-soziale Leiden. Eine Gesellschaftskrise wächst sich sichtbar aus. Soziale Bewegungen müssen aktiv werden, die eine Ökonomie der Solidarität und den freien Zugang zu Gemeineigentum materiell realisieren. Das Leben nach dem Kapitalismus beginnt hier und jetzt.

Weitere Vortragende der Veranstaltungsreihe: Wolfgang Schüssel, Stephan Schulmeister, Martin Bartenstein, Andreas Wabl, Josef Riegler und andere

Das Programm gibt’s hier.

keine Kommentare am 10. April 2009

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Für den Klagenfurter Stadtsender KT1 besuchte Daniela Deutsch Angestellte im Bereich Gesundheit & Pflege. Als Diplomierte Krankenschwester weiß Daniela Deutsch, wovon sie spricht.

Deutsch in der AK:

  • für mehr Gesundheit am Arbeitsplatz
  • für bessere und leistbare Altenpflege
  • Spitzen-Medizin auch für kleine Einkommen
  • Krankenversicherung für Alle

Den Job-Report gibts hier.

keine Kommentare am 10. April 2009

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Blitzlicht Revue: Was sind Ihre wichtigsten Ziele als Kandidat der AK-Wahl 2009?

Daniela Deutsch: Zuerst einmal ein klarer Zugewinn für unsere Grüne & Unabhängige Liste. Persönlich ist es mir ein großes Anliegen, als aktive Krankenschwester, eine weitere Privatisierung des LKH`s zu verhindern. Beim Gesundheitssystem darf Gewinnmaximierung nicht im Vordergrund stehen.

Blitzlicht: Welche Maßnahmen würden sie gegen wachsende Armut setzen?

Deutsch: Ein Grundeinkommen von etwa 800 Euro wäre ein Schritt in die richtige Richtung. Auch die Sozialberatung der Arbeiterkammer möchte ich ausbauen.

Blitzlicht: Welche Maßnahmen zur Arbeitsplatzsicherung und Schaffung würden für Sie im Vordergrund stehen?

Deutsch: Investitionen in Wärmedämmung und Erneuerbare Energie schaffen in Kärnten tausende neue Jobs und entlasten die Brieftaschen bei den Heizkosten. Nutzen wir doch die vorhandenen heimischen Ressourcen wie Biomasse, Wasserkraft, Solar und Windkraft.

Blitzlicht: Wie würden Sie Arbeitslose motivieren die vom AMS nicht viel weniger Lohn bekommen?

Deutsch: Der Mindestlohn muss erhöht werden werden. Hier besteht nur die Möglichkeit mit attraktiven Arbeitsbedingungen zu punkten.

Blitzlicht: Ist unser gesamtes System zu sozial?

Deutsch: Der Wertewandel ist bemerkbar dennoch ist unser System sicherlich nicht zu sozial, im Gegenteil, es gibt viele Menschen die gerne arbeiten würden, aber keinen Job finden.

Blitzlicht: Wie sollen Menschen zum Arbeiten motiviert werden wenn eine Kassiererin mit einer dreiköpfigen Familie bei einer Lebensmittelkette 800 Euro netto im Monat verdient?

Deutsch: Bei dem von uns vorgeschlagenden Grundeinkommen müsste die Lebensmittelkette einfach mehr Lohn bieten, damit bereit ist dort zu arbeiten. Wir geben den Angestellten die Verhandlungsmacht beim Lohn zurück, statt Ohnmacht und miese Ausbeutungslöhne.
Auch Kindererziehung und Haushalt gehören entlohnt.

Blitzlicht: Wie sehen Sie eine Angleichung einfacher Arbeitnehmergehälter an die Inflation?

Deutsch: Hier wäre eine Lohnerhöhung notwendig die nicht Prozentuell gehandhabt wird. Die Inflation trifft ja auch alle gleich.

Blitzlicht: Wie stehen Sie zu Managergehältern und Boni bei Konzernen, während die Mitarbeiter im Zuge der Finanzmarktkrise um ihren Job bangen müssen?

Deutsch: So kann es nicht weitergehen. Eine Umverteilung von oben nach unten ist notwendig.

Blitzlicht: Wie stehen Sie zum Kündigungsschutz?

Deutsch: Der Kündigungsschutz gehört unbedingt erhalten. Gerade in Krisenzeiten!

Name: Daniela Deutsch
Geburtsdatum: 29.1.1979
Wohnort: Ebental
Beruf: Krankenschwester
Hobbys: Laufen, Lesen, Kochen
In der AK stehe ich für: Parteiunabhängigkeit, die Arbeiterkammer muss für die Arbeitnehmer da sein, nicht für Parteipolitik.

Das Interview erschien in Blitzlicht Revue

keine Kommentare am 10. April 2009

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Das ist der Weblog der Grünen und Unabhängigen GewerkschafterInnen in Kärnten. Denn die Zeit ist reif für Veränderung. Ein Systemwechsel ist fällig.

  • Wir sind der Systemwechsel in der AK

Mehr Arbeit für immer weniger Geld – das war das Programm der Wirtschaft in den letzten Jahren. Jetzt hat uns das Kapital die Krise eingebrockt. Der Mittelstand droht abzustürzen, die Arbeitslosenzahlen werden bald in die Höhe schnellen. Die Reichen sollen reicher und die arm Gemachten noch viel ärmer werden. Während die kaputten Banken sich per Steuermilliarden reich und reicher rechnen, sollen wir roboten und mit lumpigen Arbeitsplätzen zufrieden sein? Nein, da sind wir strikt dagegen.

  • Löhne rauf, Profite runter

Es reicht. Das Leben ist mehr als Arbeit. Die Grünen/UG setzen sich deshalb dafür ein, dass wir uns das Leben wieder leisten können. Arm gemachte Haushalte müssen Energie gratis erhalten. Das Arbeitslosengeld muss erhöht und inflationsgesichert werden. Das AMS ist in eine wirkliche Serviceeinrichtung umzubauen. Kursbesuche müssen freiwillig sein. Die Sperren des Arbeitslosengeldes sind fristlos zu streichen.

Kurz: Die Löhne müssen rauf, und die Profite runter. Fesseln braucht das Kapital, nicht das Gehalt. Wir werden freilich nur erfolgreich sein, wenn wir dafür auch kämpfen. Die Grüne/UG unterstützt deshalb jeden Arbeitskampf, der das Entscheidungsmonopol von Management und Kapitaleignern angreift. Brav sein war gestern. Den Aufmüpfigen gehört die Welt.

  • Grundeinkommen statt Bankenrettung

Unsere Gesellschaft ist reich genug. Doch konzentriert der Reichtum sich in den falschen Händen. Deshalb treten wir dafür ein, die Vermögenden zu besteuern und den Reichtum denen zurückzugeben, die ihn auch erwirtschaften. Und zwar ohne Wenn und Aber: Ein Grundeinkommen für alle ist finanzierbar – wer es nicht braucht, weil Vermögen oder Gehalt groß genug sind, dem und der wird es per Steuer wieder abgezogen. Das ist nicht nur gerecht, sondern auch bedarfsorientiert.

Wenn der Staat Banken und Bonzen mit Subventionen und Steuergeschenken füttern kann, dann ist ein Grundeinkommen für alle ganz offensichtlich kein Problem. Einzig der politische Wille entscheidet. Doch der wirkt bis jetzt zumeist im Sinne des Kapitals – selbst in der AK und im ÖGB, wo die Bonzenfraktionen dominieren. Das muss sich ändern.

  • Wirtschaftsdemokratie statt Diktatur des Kapitals

Wir dagegen treten ein für Wirtschaftsdemokratie. Während in allen anderen Bereichen der Gesellschaft demokratische Rechte existieren, hört die Demokratie vor der Bürotür und dem Fabriktor auf. Das ist ein Skandal.

Das Management dient allein dem Profit, aber nicht unseren Interessen. Ja, es hat uns in die schlimmste Krise seit rund 80 Jahren manövriert.

So kann es nicht weiter gehen. Die Betriebe müssen von denen geleitet werden, die dort produzieren. Sitten aus dem 19. Jahrhundert, ein Entscheidungsprivileg der Reichen und des Kapitals – all das hat in der modernen Welt nichts mehr verloren. Wer Leitungsfunktionen im Betrieb übernimmt, muss sich dort einer Wahl stellen wie das auch in allen anderen Lebensbereichen üblich ist. Der Betriebsrat bzw. die Beschäftigten müssen das Recht erhalten, über die Produktion zu entscheiden.

Und produziert werden muss für den konkreten Bedarf – der Profit ist kein Kriterium. Geld kann man nicht essen.

  • Gesunde Tätigkeit – gesunde Umwelt

Und schließlich kämpfen wir nicht nur für gesunde Tätigkeit ohne Burn-Out, ohne Mobbing, ohne Diskriminierung von MigrantInnen, ohne Ungleichbehandlung von Frauen und ohne unnütze Hierarchien, sondern auch für eine gesunde Umwelt.

Nicht nur in der Wirtschaftskrise, auch im Bereich der natürlichen Umwelt zeigt sich: zuerst brockt uns das Kapital Probleme ein, und dann sollen die Lohnabhängigen dafür büßen. Während wir für jede Sinnlosarbeit dankbar sein sollen, verpesten die fossilen Schmutz- und Schundindustrien unsere Atmosphäre als hätte man vom Klimawandel noch nie gehört. Aber auch die Bonzenfraktionen in der AK und im ÖGB sind häufig lieber für das Klimachaos als dafür, den kapitalen Selbstmord aufzuhalten.

Anstatt Autos vorzeitig zu verschrotten, müssen wir einen Großteil der Autoindustrie verschrotten. Einen anderen Weg gibt es nicht. Erstens wird ein großer Teil der Schmutzindustrien in der Krise ohnehin vor die Hunde gehen. Zweitens müssen wir einen Großteil der Autoindustrie so oder so auf Dauer schließen. Es gibt vernünftigere Wege der Fortbewegung: öffentlicher Verkehr spart Zeit und Energie.

  • Gutes Leben statt Sinnlosarbeit

An die Stelle der Schmutz- und Schundindustrien müssen deshalb intelligente Mobilität, eine Orientierung am guten Leben und grüne Technologien treten: Windkraft, Sonnenenergie und Biomasse. Was wir uns an Arbeit dann ersparen, ist nur zu begrüßen. Arbeit ist kein Selbstzweck. Ein Grundeinkommen für alle macht die zusätzliche freie Zeit auch leistbar. Das AMS in eine echte Serviceeinrichtung umzuwandeln ist dafür der erste Schritt.

keine Kommentare am 6. Februar 2009

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