image_pdfimage_print

Es ist schon Abend, als ich mein Zimmer im Gasthof  „Steirerland“ verlasse um nach unten zu gehen und zu sehen, ob mein Gastgeber schon eingetroffen ist. Vom Gang aus höre ich drei Leute reden, Thema: Grundeinkommen. Rupert Rauch von der Grünen Wirtschaft sitzt mit Wirt und einem Gast zusammen. Er vertritt das Grundeinkommen. Der Wirt meint zu mir gewandt, leicht skeptisch: „Na, Herr Magister, wia is des jetzt mit den Grundeinkommen, sogns ma des in drei Sätze, so afoch wie meglich“ – Ich: „Das ist eine bedingungslose Geldleistung, die alle von uns erhalten und die für ein bescheidenes gutes Leben ausreicht“. Der Wirt schaut etwas verduzt. So einfach hat er sich das womöglich doch nicht vorgestellt.

Auch der Gast ist skeptisch: „So gaunz überzeugt mi deis net“. Rupert Rauch verteidigt die Idee: Arbeit würde wieder leistbar. Ich ergänze: „Das Grundeinkommen ist nicht zuletzt auch eine soziale Sicherheit für Unternehmer.“ Dieses Argument regt die Gewerbetreibenden zum Nachdenken an. Jedenfalls drängt es niemanden mehr, weiterzudebattieren und wir müssen auch schon los zum Ort der Veranstaltung. Die Grüne Wirtschaft hat mich nämlich zu einer Debatte um das Grundeinkommen in Mureck eingeladen.

Wir fahren ans andere Ende des Orts, zu einem geräumigen Wirtshaus. Im Vorraum sitzen jene, die partout nicht vom Rauchen lassen wollen. Man begrüßt einander. „Und wo kommen sie her?“ – frage ich den Mann gegenüber. „Ich bin der Bürgermeister“, sagt er lachend. Josef Galler ist ein freundlicher Mensch. Es kann wohl nur den guten sozialen Beziehungen im Ort geschuldet sein, dass der ÖVP-Bürgermeister sich auf ein Gespräch zum Grundeinkommen, das die Grüne Wirtschaft – wohlgemerkt drei Tage vor der Gemeinderatswahl in der Steiermark – veranstaltet, einlässt. Er sei ja als Privatperson hier, nicht als Bürgermeister, meint er. Und bleibt im Publikum – sowohl interessiert als auch informiert, wie sich zeigt.

Rupert Rauch wollte zwei Kurzfilme der Schweizer Initiative Grundeinkommen zeigen. Da die Technik nicht ihren Beitrag dazu leisten will, stelle ich das Grundeinkommen in einem Referat kurz vor: eine bedingungslose, individuell an alle dauerhaft in einem politischen Gemeinwesen (z.B. Österreich) wohnhaften Menschen ausbezahlte Geldleistung, in existenz- und teilhabesichernder Höhe. Laut Netzwerk Grundeinkommen Österreich also ca. 900 Euro pro Person und Monat, 12 Mal im Jahr.

Das Grundeinkommen will ein „in Freiheit tätig sein“ ermöglichen.

Was dafür spricht: Einiges.

Zuerst einmal das Recht auf Leben, das bedingungslos gilt und – will es nicht bloße Phrase sein – ein bedingungsloses Recht auf Lebensmittel impliziert.

Weiters die Veränderung der Arbeitsverhältnisse. Von Vollbeschäftigung träumt schon fast niemand mehr, und auch die verbleibende Erwerbsarbeit hat sich grundlegend gewandelt: sie wird immer prekärer, verschiedene Arbeitsformen durchdringen einander, Projektarbeit, Teilzeitarbeit, Phasen der Erwerbslosigkeit, ab und an ein Vollzeitjob, der vielleicht nach 3 Jahren wieder ausläuft etc.

Drittens die immer weitergehende Verflechtung von „Beruf“, „Weiterbildung“ und „Freizeit“, die derzeit vielfach als Stress erfahren wird. Sie könnte aber als Quelle selbstbestimmter Selbstentfaltung genutzt werden, wenn ein Grundenkommen dafür den Freiraum schafft.

Viertens die Tatsache, dass bezahlte Arbeit nur die Spitze einer ganzen „Arbeitspyramide“ unbezahlter Tätigkeiten darstellt: Schülerinnen und Schüler, Studierende leisten Arbeit für die Gesellschaft, die nicht abgegolten wird (auch nicht durch spätere Jobs), Erziehungsarbeit, Arbeiten im Haushalt, Ehrenamt und freiwilliges Engagement zählen ebenso dazu wie die Momente selbstmotivierten Engagements in der Erwerbsarbeit – „Dienst nach Vorschrift“ ist bekanntlich eine Drohung. All diese Tätigkeiten und Arbeitsmomente sind für die Gesellschaft überlebenswichtig, werden aber nicht nur ignoriert, sondern auch in keiner Weise honoriert – selbst im Bereich der Erwerbsarbeit nicht.

Fünftens spricht für ein Grundeinkommen die Tatsache, dass die Produktivität einer modernen Wirtschaft längst nicht mehr von „individueller Leistung“ abhängt, sondern von der maschinell verstärkten Kooperation, sozialen Netzwerken und der Leistung vergangener Generationen und – nicht zu vergessen – den unbezahlten „Leistungen“ der Natur. Niemand kann mit Fug und Recht diese Produktionsgrundlagen ganz einfach privatisieren – wenn das Unternehmen tun, so müssen sie dies der Gesellschaft abgelten: mit einem Grundeinkommen.

Sechstens müssen wir Auswege aus dem Wachstumszwang und -drang der kapitalistischen Wirtschaft finden. Dies wird nur gelingen, wenn wir soziale Sicherheit und Teilhabe von Produktivitätssteigerungen und „Output“ entkoppeln: das realisiert ein Grundeinkommen.

Dies sind sechs Gründe warum ein Grundeinkommen nötig ist. Möglich ist es, weil die Produktivität der Wirtschaft dafür völlig ausreicht. Man muss nicht einmal den (verfänglichen) Spruch von „Es ist genug Geld für alle da“ bemühen, um (inhaltlich zutreffender) zu erkennen, dass eine sichere soziale Basis für alle mitnichten an der Produktivität der Arbeit scheitert.

Der Umstand, dass gerade in peripheren und semipheripheren Staaten (Namibia, Südafrika, Brasilien, Mongolei) das Grundeinkommen ernsthaft diskutiert (und in Namibia als kommunales Experiment realisiert) wird, sollte ausreichen um zu zeigen, wie absurd der kritische Standpunkt der Gewerkschaften (und des Kapitals) in den reichen Ländern dieser Erde ist.

Die Diskussion in Mureck drehte sich nachfolgend um verschiedene Themen. Dem Argument, dass nach Einführung eines Grundeinkommens ja niemand mehr die unattraktiven Arbeiten verrichten würde, wurde gekontert, dass diese dann eben besser entlohnt werden müssten – was übrigens die derzeitige absurde Hierarchie der Arbeiten, wonach die unattraktiven weit geringer entlohnt werden als die attraktiven, richtig stellen würde. Dem Argument, ein Grundeinkommen müsste durch eine Umverteilung von oben nach unten finanziert werden, was aber den „Standort Österreich“ negativ beträfe, hielt ich entgegen, diese Argumentation sei schlicht katastrophal (wie nicht zuletzt die Klimapolitik uns zeigt). Man müsse erste Schritte nach vorne setzen und dann sehen, was dies wirklich an Veränderungen auslöst.

Würde sich nach Einführung eines Grundeinkommens gesellschaftlich nichts ändern, so wäre das Grundeinkommen schlicht sinnlos. Es soll ja gerade Selbstbestimmung ermöglichen und was die Menschen dann tun, weiß niemand im voraus: ob Leute sich gewerkschaftlich organisieren und ihre gestiegene Verhandlungsmacht für höhere Löhne nutzen ist ebensowenig vorherbestimmt wie die andere Möglichkeit: dass Billiglöhne vermehrt in Kauf genommen werden. Ebenso im Bereich der Haushalts- und Erziehungsarbeit: ob Frauen mit ihrer gesellschaftlichen Rolle dann versöhnt würden und erst recht daheim bleiben oder ob sie – wie die historischen Grundeinkommensexperimente in den USA anhand gestiegender Scheidungsraten zeigten – Heim, Haus und Herd erst Recht Adieu sagen, hängt von den Frauen ab und ihren Kämpfen.

Wer Selbstbestimmung ernst nimmt, wird akzeptieren müssen, dass die Leute damit das machen werden, was sie machen wollen. Und nicht unbedingt das, was uns – als Funktionär_innen, Intellektuellen etc. – am Besten in den Kram passt.

Freiheit ist eben nicht zu erzwingen. Nur ihre Voraussetzungen können wir verbessern, und das Grundeinkommen ist ein guter Schritt dorthin.

Auf Nachfrage von Rupert Rauch stellte ich die Unterschiede zu herkömmlichen Sozialleistungen und vor allem zur geplanten Mindestsicherung heraus, wie sie auch die Grünen vertreten. Diese ist eine unzureichende Reparaturmaßnahme am herkömmlichen Sozialsystem, der es nicht um Teilhabe geht, sondern um eine notdürftige Ausbesserung von Schwächen des sozialen Netzes – und nicht einmal das gelingt ihr in der derzeitigen Fassung. Kleinunternehmer_innen werden ebenso wenig inkludiert wie die unbezahlte Arbeit in ihrer mannigfachen Ausprägung honoriert wird. Keinesfalls geht es der Mindestsicherung um einen gesellschaftlichen Richtungswechsel hin zu einem ökologisch und sozial verträglichen System – ganz anders als dem Grundeinkommen, das eine „Richtungsforderung“ hin zu einer neuen Art von Gesellschaft darstellt. Davon abgesehen ist die Mindestsicherung mit Willkür und bürokratischer Herrschaft verbunden – das Grundeinkommen dagegen wirkt, gerade weil es bedingungslos ist, bedarfsorientiert (alle die es brauchen erhalten es ausnahmslos, jene, die über ausreichend Erwerbseinkommen verfügen, finanzieren es über das Steuersystem).

So ging ein spannender Diskussionsabend in angeregtem Gespräch zuende. Bleibt zu hoffen, dass das Grundeinkommen nicht nur in Vorwahlkampfzeiten von auf kommunaler Ebene aktiven Grüngruppierungen aufgegriffen wird, sondern als ein Dauerthema auch auf Länder- und Bundesebene Fuß fasst.

keine Kommentare am 21. März 2010

image_pdfimage_print

Hrsg. von Stefan Heissenberger, Viola Mark, Susanne Schramm, Peter Sniesko, Rahel Sophia Süß

Verlag Turia + Kant
318 S., 16 x 24 cm, Paperback, EUR 24,-
ISBN 978-3-85132-604-8

“Uni brennt” war im Herbst 2009 der Ruf der Studierenden, aber auch vieler Lehrender, an der Universität Wien. Von hier ausgehend entwickelten sich weitere Protestbewegungen in Österreich, Deutschland und vereinzelt anderen Ländern. Gemeinsam ist ihnen die Kritik an der Bologna-Architektur und der neoliberalen Verwirtschaftlichung der Universität.

Dieser Band, entstanden aus Initiative von protestierenden Studierenden, macht sich auf die Suche nach den Ursachen, stellt grundsätzliche Fragen zum Bildungsbegriff und zur Bildungspolitik, versammelt kritische Positionen und Forderungen und gibt atmosphärische Stimmungsbilder aus den (ehemals) besetzten Hörsälen wieder. Die unterschiedlichen Textsorten – Wissenschaftliches, Essays, Kommentare, Satiren, Impressionistisches, Reden, Interviews etc. – sollen es den Leser_innen ermöglichen, sich dem Thema von verschiedenen Seiten zu nähern. Diesem Gedanken liegt auch die Autor_innenauswahl zugrunde. So kommen neben Studierenden selbst auch Lehrende (u.a. Jana Herwig, Paul Kellermann, Konrad Paul Liessmann, Herta Nöbauer, Pier Paolo Pasqualoni, Erich Ribolits, Thomas Schmidinger, Karin Schönpflug), Intellektuelle und Künstler_innen (Christian Felber, Gustav, Matthias Hartmann, Robert Menasse, Robert Misik, Bahman Nirumand, Doron Rabinovici, Marlene Streeruwitz, Armin Thurnher) zu Wort. Mit dem Schwerpunkt auf Wien soll das Zentrum der Proteste näher beleuchtet werden. Darüber hinaus sind Beiträge aus Graz, Klagenfurt, Salzburg, Innsbruck und Berlin enthalten.

Das Buch soll einen bunten und kritischen Diskussionsbeitrag zur Bildungsdebatte liefern, Ideen nicht verloren gehen lassen, eine kritische Öffentlichkeit informieren und ab und zu auch inspirieren. D.h. auch, dass unterschiedliche, z.T. sich widersprechende Positionen in diesem Buch versammelt sind. Es darf und muss über Bildung diskutiert und gestritten werden. Gemeinsam ist dem Großteil der Texte ein vorsichtiges bis starkes Bejahen der Proteste, das Raum lässt, sich mit den Geschehnissen selbst kritisch auseinanderzusetzen.

Der Band enthält auch einen Text zur “Kritischen und Solidarischen Universität – KriSU

keine Kommentare am 13. März 2010

image_pdfimage_print

Eine Fortsetzung des Reflexionsprozesses „Welche Zukunft machen wir?“

Freitag, 19. bis Samstag, 20. März 2010
an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, z-109

Getragen vom Engagement einer großen Zahl von Organisationen und Einzelpersonen findet zur Zeit auf Initiative des „Bündnis für Eine Welt“ ein Reflexionsprozess zum Thema Migration statt. In diesem Rahmen gibt es eine Reihe größerer und kleinerer Vorträge und Diskussionen und erfolgt eine Reihe von Veröffentlichungen (siehe www.kaernoel.at/oeie).

Höhepunkt dieses Prozesses ist die zweitägige Debatte „Migration – Kampf um’s Überleben?“ vom 19. bis 20. März an der Universität Klagenfurt. Mit dieser Tagung sollen Ursachen und Zusammenhänge des Phänomens Migration weltweit und in Österreich aufgezeigt sowie Ängste/Stereotypen bewusst angesprochen und hinterfragt werden.

Programm:

Freitag, 19. März

14:00 Eröffnung und Grußworte

14:15 Impulsreferate

Bernhard Perchinig
„Gefühlte Einwanderung. Warum wir neue Begriffe für die Diskussion über Migration brauchen“

Martin Schenk
„Armländer sind Rausländer. Aussschließung macht arm, Armut macht fremd, Fremdheit macht Angst.“

Wolfgang Fritz Haug
„Migration im transnationalen High-Tech-Kapitalismus. Orientierungsversuche“

16:00 Kaffeepause

16:30 Plenumsdiskussion mit Statements der Organisationen/ Institutionen

18:30 Büffet

19:30 Dr. Caranthanus` Octobermanipulation

Theaterstück von Felix Strasser und Julija Izmajlova.

Dr. Caranthanus, Mitglied der Akademie der Geheimwissenschaften, wird vor den Augen des Publikums ohne Spiegelungen und doppelten Boden die sibirische Wilde Olga in die echte Deutsch-Kärntnerin Eva verwandeln.

Samstag, 20. März

09:00 „Vertiefende Gesprächsrunden“:

Aufenthalt in Österreich – Voraussetzungen: Geld, Geduld und Glück
Burgi Decker und Rosi

Migration, Religion und Kultur
mit Barbara Rauchwarter

Migration und Gegenöffentlichkeit
mit Angelika Hödl

Migration, Ökologie und Entwicklung
mit Gerhard Payr und Christian Salmhofer

Migration, Arbeit und Armut
mit Martin Birkner, einer Vertreterin von Maiz (angefragt) und Wolfgang Fritz Haug

12:30 Resümee – Zusammenfassung, Verabschiedung durch die Veranstalter/innen

Die Referenten

Bernhard Perchinig: Politikwissenschafter, Migrationsexperte. Mitbegründer des Wiener Integrationsfonds (1992). Aktuell tätig am Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte.

Martin Schenk ist einer der zentralen Akteure in der Österreichischen Armutskonferenz und Sozialexperte der Diakonie.

Wolfgang Fritz Haug: Prof. für Philosophie an der Freien Universität Berlin von 1979-2001, Herausgeber der Zeitschrift „Das Argument“, wiss. Leiter des Instituts für kritische Theorie.

Tagungsgebühr (beinhaltet Verpflegung): € 20,– bzw. Eintritt frei für Erwerbslose, Migrant/innen, Zivil- und Präsenzdiener, Student/innen und Jugendliche.

Anmeldung – zwecks Erleichterung der Vorbereitungsarbeiten dringend erbeten – bis 15. März an: Bündnis für Eine Welt, Nikolaigasse 27/1, 9500 Villach. Tel. 0664 / 73740101 (Walther Schütz); E-Mail: buendnis.oeie@aon.at

Veranstaltet von: Bündnis für Eine Welt, Aktionskomitee für mehr Menschlichkeit und Toleranz in Kärnten | amnesty international – Gruppe Villach | ATTAC-Kärnten | BSA Bund Sozialdemokratischer Akademiker/innen Klagenfurt und Villach | Earthship Austria | ecocontact | Europäisches Bürger/innenform – EBF | Evangelische Akademie | Evangelische Frauenarbeit in Kärnten | Evangelische Hochschulgemeinde Klagenfurt | Evangelische Superintendentur A.B. Kärnten | Freies Radio AGORA | Grüne und Unabhängige Gewerkschafter/innen Kärnten | Katholische Aktion | Katholische ArbeitnehmerInnenbewegung | Katholischer Hochschulgemeinde Klagenfurt | Kärntner Netzwerk gegen Armut und soziale Ausgrenzung | Klimabündnis Kärnten | Kulturinitiative kärnöl | PIVA – Projektgruppe Integration von Ausländer/innen | Plattform Migration Villach | ÖH – Österreichische Hochschüler/innenschaft Klagenfurt | SOL (Menschen für Solidarität, Ökologie und Lebensstil) | Verein Erinnern | Verein VOBIS | Volkshilfe Kärnten | Welthaus Klagenfurt/Hisa Sveta | Arbeitskreis „Wirtschaft im Dienst des Lebens“ | Zentrum für Friedensforschung und Friedenspädagogik an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.

Mit Unterstützung des Entwicklungspolitischen Beirates des Landes Kärnten, des Universitäts.Club Klagenfurt, der Stadt Klagenfurt – Referat für Frauen, Familie, Umweltschutz, Wissenschaft und Forschung. Gefördert aus Mitteln der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit und des Lebensministeriums.

keine Kommentare am 13. März 2010

image_pdfimage_print

Von 26.-28. Februar fand am Hafnersee in Kärnten die Tagung der Alternativen und Grünen bzw. Unabhängigen Gewerkschafter_innen (AUGE/UG) statt. Die AUGE/UG ist in Kärnten mit der Fraktion Grüne/UG in der AK vertreten (die Landeslisten haben teilweise abweichende Namen). Die UG ist in Kärnten durch die KIV (Gemeindebedienstete) sowie die ÖLI-UG (Lehrer_innen) vertreten. Rund 60 Aktivist_innen aus ganz Österreich nahmen daran teil. Aus Kärnten waren 2 Grüne/UG-Aktivist_innen vertreten.

Am Freitag stand die Entscheidung über den Jahresschwerpunkt der AUGE/UG in der AK an: Klima, Arbeitszeitverkürzung oder Umverteilung waren die Optionen. Nach längerer Diskussion stimmte die Mehrheit der AUGE/UG-Aktivist_innen für das Thema Arbeitszeitverkürzung.

Am Samstag gab es 3 Vorträge mit anschließenden Diskussionen:

1) von Käthe Knittler, Co-Autorin der großen Umverteilungsstudie des WIFO über die Umverteilungseffekte des österreichischen Staates
2) von Robert Jellasitz aus dem Arbeitsministerium über Arbeitszeiten im EU-Vergleich und über Erfahrungen mit Arbeitszeitverkürzung
3) von Markus Koza (UG) über die Krise und klimafreundliche Umverteilungsmaßnahmen („Green Jobs“) – in Anlehnung an die AUGE/UG-Broschüre zum Klimawandel.

Am Abend diskutierten wir die Forderung nach einer deutlichen Arbeitszeitverkürzung mit Lohnausgleich in kleinen Arbeitsgruppen. Argumente für die Arbeitszeitverkürzung mit Lohnausgleich (mehr Freizeit, Umverteilung von Produktivitätsfortschritten) wurden gesammelt, Gegenargumente entkräftet und somit der diesjährige AUGE/UG-Schwerpunkt inhaltlich vorbereitet.

Am Sonntag trafen sich die einzelnen „UG-Säulen“ (die Einzelgewerkschaften der AUGE/UG) getrennt. Für die AUGE/UG – die nicht nur das „Dach“ aller unabhängigen Gewerkschaften und AK-Fraktionen in Österreich darstellt, sondern zugleich auch die UG-Fraktion in der GPA ist, war die Beschickung des höchsten Gremiums der GPA (des Bundesforums) sowie des GPA-Bundesvorstands und die Erarbeitung entsprechender Anträge bzw. Positionen der wichtigste Punkt in Hinblick auf die Arbeit der nächsten Monate in der GPA.

keine Kommentare am 1. März 2010

image_pdfimage_print

Einige Leute haben den Versuch gestartet, eine linke Organisation jenseits von loser Plattform und rigider Partei aufzubauen. Die Grundsätze sind einfach : (1) gegen Staat und Kapital, (2) für eine Emanzipation von vermeintlichen „Sachzwängen“, feministisch, für freie Tätigkeit und Assoziation, (3) wir bilden keine Partei.

Die Organisation ist für alle Parteimitglieder, Leute in Institutionen, Autonome aller Couleur, NGO-Aktivist_innen, Gewerkschafter_innen etc. offen, die ihre Grundsätze mittragen.

Unten Infos zum Aufruf: bitte um Eure/Ihre Unterstützung per Unterschrift an: organisieren*ät*lnxnt .org

Bisher (16.2.2010) unterstützen: Amanshauser Bernhard, Apprich Clemens, Baiculescu Michael, Bargehr Gabriele, Bartenberger Martin, Beneder Beatrix, Bernat Regina, Birkner Martin, Bratic Ljubomir, Dimitrova Petja, Dorfer Bernhard, Eckhart Walter, Eder Barbara, Exner Andreas, Fleissner Peter, Forster Franziskus, Gangl Georg, Glatz Lorenz, Grass Markus, Haumer Peter, Hörtner Pablo, Isop Utta, Jauk Daniela, Jesenitschnig Tobias, Keller Fritz, Kerschbaum Thomas, Kranebitter Andreas, Kratzwald Brigitte, Krondorfer Birge, Kumrow David, Lambrecht Wolfgang, Lauk Christian, Leder Anna, Lehner Peter Ulrich, Mende-Danneberg Bärbel, Mercnik Manfred, Mokre Monika, Monk Rainer, Naetar Franz, Nahar Renate, Neuhold Petra, Nöstlinger Franz, Oberscheider Rainer, Pfeiffermann Karl, Pichl Peter, Presch Hedwig, Reinprecht Karl, Reitter Karl, Ressler Oliver, Rieger Ralph, Riva Gianni, Rosenberg Laurin, Schäfer Franz, Schandl Franz, Schmidt Wolfgang, Schneider Günter, Schönberger Klaus, Spörl Andreas, Strutz Helmut, Taucher Philip, Wallner Gerold, Weiss Stephanie, Weissenborn Elke, Wollner Eveline, Ziegler Petra, Zoister Klaus

Es gibt inzwischen 2 Arbeitsgruppen, die einen Kongress im Frühsommer vorbereiten, wo wir mit Euch/Ihnen zusammen die Organisierungsinitiative weiter entwickeln wollen.

Aus dem Aufruf:

Die Linke in Österreich 2010 – Stärken und Schwächen

Die radikale Linke ist heute meist in unterschiedlichsten Netzwerken tätig. Sie stellen insofern den „modernsten“ Flügel der gesellschaftlichen Veränderung dar als sie die Überwindung des „klassischen Typus der Partei“ (mit umfassendem Anspruch der Organisation aller Lebensbereiche) verkörpert. Die Vielfalt dieser Linken drückt sich u.a. durch Themenreichtum, Selbstverständnis, Geschlecht, Generation, Handlungsebene und -weise, Milieu aus.

Diese Stärke ist zugleich aber ihre Schwäche. Durch diese Ausrichtung besitzen diese Gruppen nämlich spezifisches Wissen und Erfahrung und organisieren sich oft ausschließlich  nach den sie bestimmenden Parametern. Das kann einen reduzierten Szene-Blick fördern und engt oftmals sowohl hinsichtlich inhaltlicher wie organisatorischer Gesichtspunkte die Erweiterungsfähigkeit des eigenen Tätigkeitsbereichs ein

Mehr Infos hier.

keine Kommentare am 19. Februar 2010

image_pdfimage_print

Mythen der Krise. Einsprüche gegen falsche Lehren aus dem großen Crash

Herausgegeben von BEIGEWUM in Kooperation mit Attac

Autor_innen: Joachim Becker, Andreas Exner, Georg Feigl, Franziskus Forster, Klemens Himpele, Johannes Jäger, Karin Küblböck, Sebastian Leitner, Markus Marterbauer, Gabriele Michalitsch, Taha Nasr, Claus Puhr, Raul Ramskogler, Werner Raza, Vanessa Redak, Christa Schlager, Helene Schuberth, Martin Schürz, Elisabeth Springler, Engelbert Stockhammer, Beat Weber.

Zu Beginn der Wirtschafts- und Finanzkrise schien der Neoliberalismus, ja der Kapitalismus insgesamt, in der Defensive. Doch mittlerweile haben sich seine Apologeten erholt und versuchen mit allen Mitteln, ihre Lehren und Interessen zu verteidigen. Krisen-Mythen haben Konjunktur. „Mythen der Krise“, herausgegeben vom BEIGEWUM in Kooperation mit Attac, entlarvt nun die falschen Lehren aus dem großen Crash.

Die Autor_innen nehmen sich kursierende Mythen rund um Krisenursachen, Krisendynamiken sowie Krisenlösungen vor und prüfen sie auf ihre Richtigkeit. Dabei kommen Alternativen nicht zu kurz. Die auch für Nicht-Ökonom_innen eingängige Darstellung macht dieses Buch zur willkommenen Argumentationshilfe für alle, die dem herrschenden Krisen-Management kenntnisreich entgegentreten wollen.

Mit Mythen wie „Die Amerikaner_innen haben über ihre Verhältnisse gelebt“ oder „Die Einkommensverteilung war nicht das Problem“ wird Ursachenverleugnung betrieben.Mit Ansagen wie „Die ‚braven‘ Banken sind unschuldige Opfer“ oder „Protektionismus ist die größte Gefahr“ wird versucht, eine Abkehr von der dominierenden wirtschaftspolitischen Doktrin zu verhindern. Mit Warnungen wie „Jetzt droht die Hyperinflation“ wird beschleunigt in Sackgassen gesteuert. Doch auch antineoliberale Ansätze wie die Zinskritik erweisen sich als wenig weiterführende Alternativen.

Inhaltsverzeichnis & Leseprobe:

==> http://www.attac.at/uploads/media/Mythen-der-Krise-_Inhalt-Autoren.pdf

Inhaltsverzeichnis, Textprobe & Bestellmöglichkeit:

==> http://www.beigewum.at/2010/01/mythen-der-krise/

2 Kommentare am 14. Februar 2010

image_pdfimage_print

„Hast du einen freien Dienstvertrag? Arbeitest du mit Werkverträgen? Hast du einen Gewerbeschein, aber keine eigenen Angestellten? Dann bist du bei work@flex genau richtig.“

schreibt die Interessensgemeinschaft der GPA, in der sich atypisch Beschäftigte organisieren, auf ihrer Website.

work@flex ist für Erwerbslose, Studierende, Werkvertragsnehmer_innen, Teilzeitbeschäftigte und ganz allgemein für Menschen mit unregelmäßigen, atypischen Erwerbsbiografien da.

work@flex gibt es in Kärnten noch nicht. Für die Gründung einer Landesgruppe werden noch Unterschriften benötigt!

Der Beitritt zu work@flex erfolgt über diesen Link.

keine Kommentare am 6. Februar 2010

image_pdfimage_print

Link hier

Am Freitag, 15.1., nahmen sich rund 10 Leute der KriSU einige Stunden Zeit, um sich intensiv über das KriSU-Projekt „Kartierung Solidarischer Ökonomie“ zu unterhalten. Die Klausur vom 5. und 6.1. hatte den Grundstein gelegt. Der Workshop konkretisierte die Debatte.

Als Solidarische Ökonomie werden dabei Projekte verstanden, die (1) auf Selbstverwaltung und Kooperation beruhen, (2) eine Bedarfs- anstatt einer Profitorientierung aufweisen und (3) zum Lebensunterhalt der Beteiligten beitragen. Solidarische Ökonomie will eine Alternative zum Kapitalismus bieten, die in Ansätzen bereits existiert. Zuerst diskutierten wir verschiedene Projekte zur Projekte im Bereich Solidarökonomie, Open Mapping und Freeconomy:

Datensammlungen / Mappings / Ressourcenpools

http://www.kmfn.de/rnf/

http://geldlos.at/angebote_liste.php

http://spreadsheets.google.com/ ccc?key=0AiJ9wl9qbZEzdGRYY2YzRlhHemVMT3ZFd1otSHp0anc&hl=en

Definitionsversuche, Taxonomien Solidarischer Ökonomie

http://en.solecopedia.org/index.php?title=Solidarity_economy

http://www.keimform.de/2010/01/11/commons-in-a-taxonomy-of-goods/

http://www.mindmeister.com/28717702/everything-open-and-free

openstreetmap

http://www.openstreetmap.org/

http://www.opencyclemap.org/

http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Map_Features

Netzwerke

http://www.wiserearth.org/

http://factorefarm.org/

Keines der bestehenden Tools schien uns unmittelbar für unsere Ansprüche geeignet. Als vorbildhaft wurde das Konzept des openstreetmapping bewertet. Dabei erarbeiten die user_innen in einem transparenten und offenen Prozess eine emergente Klassifikation der „Objekte“ (in diesem Fall: von Straßen etc.). Niemand legt vorher fest, welche Kategorisierungen getroffen werden. Das System arbeitet mit „tags“, die aus einem „key“ (Hauptkategorie) und einem „value“ (Unterkategorie) bestehen. Objekte werden verortet und mit einem tag versehen = „kartiert“. Ein solcher Zugang folgt der Logik vernetzten, geflechtartigen Denkens. Das Ergebnis ist im Fall von openstreetmap eine praktisch außerordentlich brauchbare Karte.

Anschließend erstellte jede/jeder für sich mit Zettel und Schreibstift eine „Mind Map“ des „Solidarökonomischen Wien“: Was würden wir kartieren? Wie würden wir tags vergeben? Es zeigte sich, dass manche eine ganze Fülle verschiedener Ressourcen als „Kartierungsgegenstände“ definierten (z.B. Gratisbadeplätze, Dumpstermöglichkeiten; Hausflure, die mit dem Z-Schlüssel zugänglich sind,Fruchtsträucher etc.) andere sich eher auf solidarökonomische Projekte im engen Sinn k onzentrierten (ida, EKH, Amerlingbeisl etc.). Wieder andere betonten die hybriden Formen von Ökonomien, wozu neben den besetzten Hörsälen auch das „Wohlwollen“ staatlicher Stellen etc. gezählt wurde. Es wurde mehrfach betont, dass die im Kapitalismus unsichtbar gemachten Tätigkeiten und V erhaltensweisen – die unbezahlte Hausarbeit, Care Tätigkeiten, die Familie – genauso wichtig sind wie die sichtbaren Projekte Solidarischer Ökonomie. Schließlich wurden auch die kapitalistisch organisierten und verwalteteten Produktionsmittel und Infrastrukturen als interessante Kartierungsgegenstände genannt: „Produktionsmittel, die wir haben wollen bzw. brauchen“ – mitsamt der Frage, welche kapitalistischen Betriebe z.B. für eine Besetzung geeignet wären und welche man stilllegen muss; welche davon für eine Lokale Ökonomie essenziell sind; woher sie ihre Ressourcen beziehen und wie man ihren Stoff-Fluss lokal schließen könnte.

Damit im Zusammenhang wurde auch der Sinn und die Motivation der „Kartierung“ diskutiert. Zentrales Ziel, so wurde betont, besteht im Aufbau von Strukturen, die eine Alternative zum Kapitalismus bieten können. Dabei müssen neue Formen von Beziehungen und Stoff-Flüssen außerhalb von Markt und Staat entwickelt werden. Es geht um „solidarökonomische Produktionsketten“. Die Kartierung Solidarischer Ökonomie wird folglich nur ein Teilgebiet des Projekts sein. Eine Erhebung solidarökonomischer Projekte nach brasilianischem und hessischem Vorbild mittels Fragebögen wird durch das Projekt keineswegs ausgeschlossen, ist aber vorerst nicht Gegenstand der AG.

Als „Titel“ des Projekts wurden versuchsweise vorgeschlagen: „Vivir bien“ sowie „Ressourcen für ein nicht-kapitalistisches Leben“ (Ressourcen umfassend verstanden: inkl. Verhaltensweisen, nicht-kapitalistische Momente in kapitalistischen Strukturen, natürliche und kulturelle Ressourcen, solidarökonomische Projekte etc.). Der nächste Schritt besteht im Aufsetzen eines Wiki, in dem erste Versuche mit der Erfassung von „Ressourcen für ein nicht-kapitalistisches Leben“ gestartet, mit tags experimentiert und eventuell erste Karten erstellt werden. Die AG ist für alle Interessierte offen, wird aber bis zur Fertigstellung eines Prototyps geschlossen arbeiten. Wer in die Email-Liste der AG will, bitte Mail an krisu@riseup.net Verbreitung der Online-Petition nach wie vor erbeten: http://www.petitiononline.com/KriSU09/petition.html

keine Kommentare am 25. Januar 2010

image_pdfimage_print

Gemma fuer 90.000 Menschen in Kaernten Demonstration im „Europaeischen Jahr der Armutsbekaempfung“ gegen Armut und soziale Ausgrenzung

Donnerstag, 28.01.2010 um 16:00 Uhr
im Landhaushof in Klagenfurt

Die Zahl von Arbeitsplaetzen mit geringer Arbeitsplatzsicherheit, niedrigem Lohn, Teilzeitbeschaeftigung, befristeten Vertraegen und mangelndem Kuendigungsschutz nimmt stetig zu. Immer mehr Menschen geraten trotz Erwerbstaetigkeit in die Armutsfalle. Dazu kommen ueberdurchschnittlich viele Arbeitslose. Rund 90.000(!) Menschen in Kaernten koennen sich selbst das Noetigste wie Miete, Lebensmittel oder Kleidung kaum oder gar nicht mehr leisten. Ungeachtet dessen werden jetzt auch noch wichtige Sozialleistungen wie die Arbeitnehmerfoerderung oder die Mindestsicherung drastisch gekuerzt! Angesichts dieser dramatischen Situation kaempfen das Kaerntner Netzwerk gegen Armut und soziale Ausgrenzung und seine Mitgliedsorganisationen sowie viele andere Organisationen / Initiativen:
gegen Sozialabbau und soziale Kaelte
gegen die Kuerzung der Arbeitnehmerfoerderung in Kaernten
fuer eine gerechte und bedarfsorientierte Mindestsicherung
fuer ein menschenwuerdiges Chancengleichheitsgesetz
fuer die Umsetzung der UN-Konvention fuer Menschenrechte
Zusatzinformationen, Datei zum Herunterladen und Weiterverteilen etc. siehe www.kaernoel.at

Traeger der Demonstration (Stand:25.1.2010): Kaerntner Netzwerk gegen Armut und soziale Ausgrenzung, in Kooperation mit ATTAC-Kaernten, AK-Kaernten, BMKz – Beratungs-, Mobilitaets- und Kompetenzzentrum, Caritas, Contrapunkt – soziale Betriebe GmbH, Diakonie Kaernten, Gleichstellungsbeirat Klagenfurt, Gruene und Unabhaengige GewerkschafterInnen Kaernten, IfEB – Anteilung fuer Sozial- und Integrationspaedagogik an der Alpen-Adria-Universitaet Klagenfurt, Katholische Aktion der Dioezese Gurk, Konsequente Interessensvertretung Villach, KPOe, MK-Mensch und Kultur, OeH-Klagenfurt, OeIE-Kaernten / Buendnis fuer Eine Welt, Oesterreichisches Rotes Kreuz – Kaernten, Plattform Migration Villach, SJG , SPOe-Kaernten, Verein Impulse, Verein Recht statt Almosen, VOBIS, Volkshilfe Kaernten.

1 Kommentar am 25. Januar 2010

image_pdfimage_print

Die Grüne/UG veranstaltete zusammen mit der ASO Ljubljana und dem ÖIE Kärnten sowie einer Reihe anderer Organisationen am 3.10. in Klagenfurt eine Tagung zum Thema „Wege aus der Krise“.

Rund 80 Besucher_innen nahmen teil. Auch inhaltlich war die Tagung ein schöner Erfolg: kontroverse Positionen wurden diskutiert, unterschiedliche Lösungswege und ihre Gemeinsamkeiten und Differenzen sichtbar gemacht.

Hier gibt es nun die Dokumentation zum Download. Fast alle Beiträger_innen stellten Texte zur Verfügung. Sie wurden entweder eigens für die Tagung verfasst oder decken inhaltlich den Umfang des Inputs ab.

Das Tagungsprogramm ist in der Letztversion hier einsehbar.

Die Dokumentation umfasst folgende Beiträger_innen in alphabetischer Reihenfolge:

* Eva Angerler, GPA: „Forderungen an die österreichische Politik. Wirksame Rahmenbedingungen für die Wahrnehmung der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen“

* Markus Auinger, Paolo Freire Zentrum: „Solidarity Economy – Emancipatory Social Change or Self-Help. Passive Revolution and the Context of State and Civil Society“

* Prof. Ulrich Brand, Uni Wien: „Es wird nichts mehr, wie es einmal war“

* Andreas Exner, Grüne/UG: „Soziale Sicherheit und die globale Krise“

* Albrecht Grießhammer, Grüne Wirtschaft: „Perspektiven zur Energiekrise“

* Milenko Gudic, Bled School of Management: „Global Challenges and the Role of Business Education and Leadership Development“

* Prof. Josef Hochgerner, ZSI Wien: „Soziale Innovation in Zeiten der Krise. Krise – Alternativen – Innovation“

* Prof. Larissa Krainer, Uni Klagenfurt: „Wege aus der Krise?“

* Prof. Clarita Müller-Plantenberg, Uni Kassel: „Solidarische Ökonomie als Dach für Alternativen“

* Dirk Raith, Uni Graz: „Corporate Social Responsibility als Weg aus der Krise? Eine alte Geschichte oder der Bock als Gärtner“

* Walther Schütz, ÖIE Kärnten, Armutsnetzwerk Kärnten: „Sozialökonomische Betriebe“

* Peter Ulrich Lehner, „Mitbestimmung“: „Wege aus der Krise. Einige grundsätzliche Anmerkungen“

Anm.: Prof. Ulrich Brand war aufgrund einer Erkrankung verhindert. Stattdessen gab Andreas Exner einen Spontaninput zur sozial-ökologischen Krise und den Rahmenbedingungen von Lösungswegen als Einleitung der Tagung.

Die Tagungsbeiträge sind (fast alle) hier abrufbar

keine Kommentare am 4. Januar 2010

« Neuere Artikel - in die Tiefen des Archivs »