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Internationaler Kongress zum Aufbau einer radikalen Klimabewegung!

Unterstützt von der AUGE/UG (= Grüne/UG in Kärnten) u.v.a.

Unter anderem mit Grüne/UG-AK-Rat Andreas Exner

Aus der Beschreibung:

Gemeinsam mit einer Vielzahl zivilgesellschaftlicher Initiativen veranstaltet das Forum Stadtpark im Angesicht der wohl schwerwiegendsten Krise der Menschheitsgeschichte und dem bisherigen Scheitern der Politik betreffend der Einleitung angemessener Maßnahmen zu deren Eindämmung einen fünftägigen Kongress zum Thema Klimawandel und sozial-ökologische Transformation. Dieser wird mit einem vielfältigen Vortrags-, Diskussions-, Workshop- und Filmprogramm diverse Themenfelder – wie Klimawissenschaft, Klimapolitik auf lokalem, nationalstaatlichem und globalem Level, Klimawandel und Ökonomie, soziale Implikationen des Klimawandels, Klima und Migration, Klimawandel und Kriege, Klima und Landwirtschaft, u.a. – inter- und transdisziplinär behandeln.

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keine Kommentare am 8. Mai 2010

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Website hier.

Aus dem Text der Postzusendung:

Der Zweite Weltkrieg hat unzählige Opfer gefordert, Länder verwüstet, millionenfaches physisches und psychisches Elend zur Folge gehabt. Am 8.Mai vor 65 Jahren wurde er durch die Kapitulation des Hitlerreiches beendet, Europa vom Nationalsozialismus befreit. Das war seinerzeit, das ist heute ein Grund zum Feiern.

Daran, an den Sieg der antinazistischen Allianz, an den Beitrag des antifaschistischen Widerstandskampfes zur Befreiung, und vor allem an seine Errungenschaft soll die Demonstration am 8. Mai erinnern – an die verfassungsmäßige Verplichtung Österreichs, Deutschnationalismus, Nationalsozialismus, Rassismus und Minderheitenfeindlichkeit nicht zuzulassen. Wir wollen den 8. Mai als europäischen antifaschistischen Feiertag. Wir fordern die Amtsenthebung des Deutschnationalen Martin Graf von seiner Funktion als Parlamentspräsident; die Erfüllung des Artikels 7 des Österreichsichen Staatsvertrags; ein antifaschistisches Denkmal im Zentrum der Stadt; die Rücknahme menschenverachtender Asylgesetze.

Krise und massenhafte Verarmung sind dem Krieg vorangegangen. Soziale Frustration, Perspektivlosigkeit und Verrohung der Gesellschaft haben dem Rechtsextremismus als Nährboden gedient, so wie heute. Schluss mit Krisenbewältigung auf Kosten der Bevölkerungsmehrheit. Schluss mit der Privatisierung der Gewinne und der Sozialisierung der Verluste! Umbau der Ökonoimie, für eine solidarische Gesellschaft!

Treffpunkt am 8. Mai um 15.00 Uhr vor dem Hauptbahnhof in Klagenfurt. Danach Demonstrationszug durch die Stadt, Abschlusskundgebung am Neuen Platz; Enthüllung des „temporären Denkmals“ für 10.000 Menschen, die in Kärnten durch den Nationalsozialismus ums Leben gekommen sind – als Opfer oder als WiderstandskämpferInnen.

Persönliche Anmerkung: es ist sehr zu begrüßen, dass auch die Grünen Kärnten den Aufruf unterstützen (wie auch die Grüne/UG). Es stellt sich freilich die Frage, warum es bis dato keine öffentlich sichtbaren, der Aufgabe adäquaten Bemühungen der Grünen in Klagenfurt gibt, den untragbaren Zustand rechtsextremer Unkultur im historischen Gedächtnis dieser Stadt durch ein antifaschistisches Denkmal zu ändern – trotz wiederholter Bemühungen, darauf aufmerksam zu machen. Statt ein antifaschistisches Denkmal in Klagenfurt nach dem Vorbild des (wesentlich von Hans Haider, Grüne Kärnten, vorangebrachten) Mahnmals in Villach und die Demontage der (prä)faschistischen Denkmäler etc. zu fordern und als Antrag in den Gemeinderat einzubringen, sind diesbezügliche „Grüne“ Aktivitäten bis dato offenbar noch nicht von Erfolg in Form einer öffentlichen Debatte bzw. eines Denkmals gekrönt. Der Autor wäre dankbar für Hinweise auf einschlägige Bemühungen, die ihm bis jetzt entgangen sind. Die Rolle einzelner Abgeordneter wird zu überprüfen sein, ist ein entsprechendes Bemühen tatsächlich – wider Erwarten – inexistent. Es ist gut möglich, dass die Grünen die 8. Mai-Feier und deren „temporäres Mahnmal“, das sie unterstützen, bereits zum Anlass genommen haben einen entsprechenden Antrag einzubringen. Andernfalls wäre die kommende Gemeinderatssitzung eine hervorragende Gelegenheit.

keine Kommentare am 8. Mai 2010

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Rund ein Jahr nach dem Kongress zur Solidarischen Ökonomie in Wien, ein paar Monate nach unserer Tagung zu „Wege aus der Krise“ in Klagenfurt (ÖIE Kärnten, ASO Ljubljana und Grüne/UG waren die Hauptorganisator_innen) und einige Wochen nach den Aktivitäten zur Solidarischen Ökonomie, die der ÖIE Kärnten unter dem Titel „Solidarisches Wirtschaften“ organisiert hatte, betritt der Diskurs um nicht-kapitalistische Formen des Wirtschaftens den Mainstream.

Der Radiosender Ö1 strahlt diese Woche eine Serie von Beiträgen zum Thema aus, im Radiokolleg. Am Donnerstag gibt es eine öffentliche Veranstaltung, die live übertragen wird.

Solidarische Ökonomie ist eine Wirtschaftsweise, die zum Lebensunterhalt ihrer Akteure beiträgt oder vollständig sichert und hat folgende Merkmale:

1.) Selbstverwaltung
Die Produktionsmittel und Ressourcen (Maschinen, Wohnraum etc.) sind im Eigentum der Arbeiter_innen bzw. der Aktiven. Es gibt keine Lohnarbeit, keine Angestellten, keine Trennung zwischen Kapital und Arbeit.

2.) Egalitäre Kooperation
Entscheidungen werden gemeinsam getroffen, entweder in regelmäßigen Vollversammlungen oder kombiniert mit einem Delegiertensystem. Es gibt kein Management im kapitalistischen Sinn. Darüberhinaus entwickeln solidarökonomische Zusammenhänge auch untereinander kooperative Beziehungen, ebenso wie zur Gesellschaft insgesamt.

3.) Bedarfsorientierung
Die Produktion richtet sich nach konkreten Bedarfen, nicht nach Profitzielen. Ein kapitalistisches Unternehmen fragt: „Was brauchen die Kund_innen damit ich Gewinn machen kann?“. Eine solidarökonomische Initiative fragt: „Was brauchen die Menschen?“ – Viele solidarökonomische Zusammenhänge sind überhaupt nicht Teil der Geldwirtschaft und kritisieren diese sogar aktiv (siehe Kostnixläden). Andere verkaufen zwar ihre Produkte, geben Gewinne jedoch (zum Teil) an kooperative Projekte ab bzw. investieren sie in den Ausbau der solidarökonomischen Zusammenhänge selbst. Gewinn als solcher ist jedoch niemals ein Ziel an sich – eine ausgeglichene Bilanzierung als solche daher auch kein Negativum.

Beispiele für solidarische Ökonomie sind der mehr als 100.000 Arbeiter_innen umfassende „Genossenschaftskonzern“ Mondragon im Baskenland, die besetzten Betriebe in Lateinamerika (vor allem in Brasilien, Argentinien, Venezuela), jene Genossenschaften in Mitteleuropa, die dem ursprünglichen Genossenschaftsgedanken treu geblieben sind, Kostnixläden, aber auch Alltagspraxen wie Couch Surfing – eine breite Palette also.

Die Ö1-Sendereihe ordnet sich in ein wiedererwachendes Interesse an selbstbestimmten und kooperativen Wirtschaftsweisen ein. So ist ein solidarökonomisch konzipiertes Genossenschaftswesen Teil des neuen Programms der SP Schweiz, und die UNO ruft 2012 das Jahr der Genossenschaften aus.

In Österreich gibt es mehrere Aktivitäten zur Thematik. Die „Kritische und Solidarische Universität KriSU„, die aus einer Hausbesezung im Rahmen der Uniproteste 2009 hervorgegangen ist, hat eine Arbeitsgruppe „Vivir Bien“ zur Kartierung Solidarischer Ökonomie eingerichtet. Im Rahmen von KriSU wird auch die Vernetzung solidarökonomischer Praktiker_innen und Forscher_innen angeregt. Die Internetplattform SOLCOM bringt Forschung und Erfahrungen zu Solidarischer Ökonomie und Gemeingütern (Commons) zusammen. In diesem Kreis wurde auch ein Workshop zur Solidarischen Ökonomie 2009 in Graz organisiert, mit finanzieller Unterstützung der AK Steiermark. Im GEDIFO, einem Think Tank von AK und ÖGB war Solidarische Ökonomie ebenfalls schon Thema. Auch die GBW Wien setzt sich für eine Debatte um die Solidarische Ökonomie ein. Grüne/UG und ÖIE-Kärnten-Aktivist_innen hatten 2008 die GBW-Kärnten Jahrestagung zum Thema Solidarische Ökonomie maßgeblich mitorganisiert. Solidarische Ökonomie war beim Elevate Festival in Graz 2009 ein wichtiger Aspekt der Debatten. Der Pool an Aktivist_innen, die sich anlässlich des Kongresses zur Solidarischen Ökonomie in Wien 2009 organisiert haben, bildet weiterhin ein wichtiges Netzwerk. Attac Österreich organisiert gerade eine Reihe von Veranstaltungen, bei denen Solidarische Ökonomie im Zentrum steht.

Die Projekte und Ansätze sind vielfältig und vervielfältigen sich weiterhin. Von der Besetzung leerstehender Gebäude über die Gründung von Erzeuger_innen-Verbraucher_innen-Initiativen, der Erforschung der Voraussetzungen für Betriebsübernahmen durch die Belegschaften oder der Funktionsweise von Tauschkreisen, dem Aufbau von Gemeinschaftsgärten und einer solidarökonomischen Neubestimmung der durch Raiffeisen etc. zum Teil vollkommen degenerierten Genossenschaftsidee reichen die Aktivitäten.

In Kärnten werden sich Grüne/UG-Aktive weiter für Solidarische Ökonomie als Alternative zum Kapitalismus einsetzen. Die größte Hürde auf diesem Weg stellt das Beharrungsvermögen der alten Strukturen im Denken und Handeln dar. Nicht selten ist das neu erwachende Interesse für Solidarische Ökonomie deshalb eher noch ein folgenloses Lippenbekenntnis, während man sich vor Demokratisierung ud Selbstorganisation de facto scheut, keine konkreten Schritte unternimmt (worunter auch klare politische Ausrichtungen zu verstehen sind), es bei einem kleinen Aushängeschild belässt. Besonders deutlich ist dies nicht zuletzt im Rahmen der politischen Bildungsarbeit, die an vielen (nicht allen) politischen Funktionär_innen abprallt wie Regen an der Pelerine.

Das gilt es zu ändern, durch Druck von Außen und von Unten. Solidarische Ökonomie muss praktisch werden (wozu auch die Arbeit an ihren theoretischen Grundlagen gehört) und sich mit den Kämpfen von Arbeiter_innen, Angestellten und Erwerbslosen für ihre Rechte verbinden. Die größte Herausforderung jedoch ist mittelfristig, nicht-marktförmige, nicht-staatliche, das heißt solidarische und selbstorganisierte Beziehungen zwischen den solidarökonomischen Projekten zu entwickeln. Nur so können der Kapitalismus und seine Weltkrise wirklich zurückgedrängt und die Existenz der Solidarischen Ökonomie gesichert werden. Denn, so ein bundesdeuscher Spruch, der die Ursache für das Scheitern vieler isolierter bzw. marktabhängiger Alternativprojekte der 1970er und 1980er Jahre auf den Punkt bringt: „Allein machen sie den Projekt ein.“

keine Kommentare am 5. Mai 2010

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Wer reist kann was erleben. So geschah es auch mir.

Das 1. Mai-Komitee in Zürich, eine Organisationsplattform für Veranstaltungen zum Tag der Arbeit, das von der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz, den Grünen und verschiedenen linken Gruppen und Einzelaktivist_innen sowie den Gewerkschaften getragen wird, hatte Kathrin und mich eingeladen, über die Initiative „Kritische und Solidarische Universität“ in Wien zu sprechen.

Der 1. Mai trug den Titel „Moneypulation. Verlieren wir die Beherrschung

Zusammen mit drei Vertreter_innen der Schweizer Besetzungsbewegung „Unsere Uni“ bzw. „Uni von Unten“ in Zürich sowie einem Aktivisten der Autonomen Schule in Zürich – eines Projekts für Asylwerber_innen, das in besetzten Räumen und wechselnden Orten Bildung von unten praktiziert – diskutierten Kathrin und ich über die Perspektive der Uniproteste. Es moderierte Professor Ueli Mäder.

Tags darauf fand die 1. Mai-Demo im Regen statt. Die venezolanische Frauenministerin Maria Leon hielt die flammende und ermutigende Abschlussrede, die in der Aufforderung, den Kapitalismus zu stürzen, gipfelte. Von den traditionellen Ausschreitungen bekamen wir erst am Nachmittag auf dem Festgelände etwas mit. Offenbar mehrheitlich Jugendliche erwiderten das Abfeuern von Gummigeschossen seitens der Polizei mit dem Wurf von Steinen und Flaschen. Die Polizei setzte Tränengas ein. Am Festgelände gab es einen Konflikt, ob man die Tore (und damit einen Fluchtweg) für die Jugendlichen verschließen solle oder nicht. Jene, die für die Solidarität mit den Jugendlichen eintraten, setzten sich durch.

Wir besuchten eine Veranstaltung zu Mexiko in einem autonomen Zentrum. Dabei war unter anderem die jüngste mörderische Offensive der Paramilitärs in Chiapas, Mexiko, gegen die Befreiungsbewegung EZLN, bei der erstmals auch zwei ausländische Menschenrechtsbeobachter_innen getötet wurden, Thema.

Am Festgelände selbst herrschte reger Betrieb trotz Regen. Ich besuchte die Veranstaltung der venezolanischen Frauenministerin Maria Leon, die von der Vizeministerin begleitet wurde, bei der einmal mehr deutlich wurde, dass sich die Linke mehr mit den Entwicklungen in Venezuela auseinandersetzen sollte. Die beiden hoben hervor, dass die neue venezolanische Verfassung die unbezahlte Arbeit (die vor allem von Frauen erbracht wird) als die Basis der Gesellschaft definiert. Das von den Bewegungen in Venezuela getragene Projekt eines „Sozialismus für das 21. Jahrhhundert“ sei ein offenes Projekt. Feminismus und das gesellschaftliche Eigentum an Produktionsmitteln wären die Eckpfeiler.

Überraschend war für mich das Podium zum neuen Parteiprogramm der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz. Es diskutierten Hans-Jürg Fehr (Nationalrat SP, Ex-Parteichef), Julia Gerber Rüegg (Präsidentin GBKZ – Gewerkschaftsbund des Kantons Zürich; Co-Präsidentin der SP Frauen), Willy Spieler (alt-Kantonsrat SP). Das neue SP-Parteiprogramm, so stellte der Moderator eingangs fest, hat für große Diskussionen gesorgt. Fehr bestätigte, dass das Interesse an der inhaltlichen Debatte erstaunlich groß sei. Das ist kein Wunder. Tritt das Programm doch für Wirtschaftsdemokratie ein, die als Weg zur Überwindung des Kapitalismus konzipiert wird.

Die Debatte zeigte, dass sich die Autor_innen des Programms sehr wohl im Klaren sind über die Schwierigkeiten einer solchen Transformation. Das aktuelle Genossenschaftswesen müsse grundlegend reformiert und ausgebaut werden. Problematisch freilich ist, dass zwar die Lohnarbeit, nicht jedoch die Profitorientierung der Produktion aufgehoben werden soll. Das SP-Programm ist daher ein Lichtblick in der parteipolitischen Fisnternis Mitteleuropas, aber noch weit von einem wirklichen Beitrag für die anstehende Transformation entfernt.

Das garantierte Grundeinkommen fand sich übrigens in einer Vorversion des Programms, wurde aber von der SP-Geschäftsleitung entfernt. Willy Spieler rief die SP-Basis dazu auf, es wieder hineinzureklamieren.

Im Anschluss fanden zwei Vorträge der Gruppe „Antikapitalistische Linke“ zu dem Streik bei Swissport im Jänner diesen Jahres statt. Gepäckarbeiter hatten trotz fehlender Organisierungserfahrung, jedoch mit beharrlicher Unterstützung der Gewerkschaft unter widrigen Bedingungen 11 Tage lang gestreikt und nicht nur einen Defensivkampf geführt, sondern substanzielle Verbesserungen bei Löhnen und Arbeitsbedingungen erreicht:

Der Streik der Gepäckarbeiter am Flughafen Genf im Januar 2010. Ab dem 2. Januar 2010 haben die Gepäckarbeiter der Swissport im Flughafen Genf / Cointrin (AIG) während elf Tagen gestreikt und eine deutliche Verbesserung ihrer Löhne und Arbeitsbedingungen durchgesetzt: 180–190 Fr. im Monat, 3 Tage Krankheit ohne Lohneinbusse von 20%. Dieser Kampf zeigt, dass die aktuelle Lähmung der Gewerkschaftsbewegung auch unter ungünstigen Bedingungen überwunden werden kann und Siege möglich sind. Aber nur durch entschlossenen Kampf! Die etwa 80 Gepäckarbeiter der Swissport versammelten sich täglich und beschlossen alle Massnahmen und Forderungen gemeinsam. Sie wurden durch die akti­vsten Teile der Gewerkschaft VPOD/SSP unterstützt – ähnlich wie beim Kampf der Officine-Arbeiter im März 2008. Im Gegensatz zu jenem Kampf, wo es vordergründig um die Verteidigung der Arbeitsplätze ging, war dies eine offensive Bewegung für eine Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen.

Angesichts der Lähmung der Gewerkschaften in der nun bereits seit zwei Jahre anhaltenden Krise, ist dies ein Hoffnungszeichen: Selbst unter äusserstem Druck sind Verbesserungen möglich! Aber ebenso klar ist, dass dies nur durch kämpferische Arbeiter- und Gewerkschaftskerne möglich ist, und dass dies eine politische und organisatorische Vorbereitung braucht. Dem Streik der Gepäckarbeiter ging denn auch eine mehr als zwei Jahren dauernde, beharrliche gewerkschaftliche Aufbauarbeit im Betrieb voraus.

1 Kommentar am 4. Mai 2010

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Spinnt der, oder was? Nein, tut er nicht. Die Sache ist sehr einfach: Griechenland erlebt gerade die massivste Attacke des Kapitals in Europa. Und es zeigt, wie wir uns wehren müssen. Griechenland ist überall!

Das Kapital steckt in einer historischen Krise, aus der es weder mittels Konjunkturprogrammen noch durch eine weitere Einschnürung des Lebensstandards der breiten Masse wieder herausfinden wird. Die Energie- und Klimakrise, die ökonomisch-sozialen Verwertungsgrenzen und die Hungerkrise zeigen: dieses System hat keine Zukunft. Jeder Tag für das Kapital ist ein Tag zuviel. Freilich, der Wandel hin zu einer vernünftigen Gesellschaft der freien Übereinkunft – ohne Lohnarbeit, Markt, Kapital und Staat – wird sich über Jahrzehnte ziehen müssen. Beginnen wir nicht jetzt mit dem Aufbau von Alternativen und der Revolte gegen die Unerträglichkeit des Status Quo, wird sich Herrschaft in ein neues Schreckenssystem transformieren.

Die Griech_innen zeigen uns, dass man mit Rückgrat und dem Bewusstsein der eigenen Kraft gegen die Zumutungen des Kapitals und seiner Staaten aufstehen kann. Sie geben uns ein Beispiel für die notwendigen Reaktionen auf das, was auch in Österreich auf die Erwerbslosen und die Lohnabhängigen zukommt: ein Frontalangriff, dem unbedingt Paroli geboten und eine Alternative der Solidarischen Ökonomie entgegengestellt werden muss.

Die Solidaritätsaktionen für die griechischen Arbeiter_innen, Erwerbslosen, Studierenden etc. sind daher von größter Dringlichkeit. Hier ein Aufruf zur Teilnahme an der Aktion in Villach:

Infos hier

Wien, Villach, Europa –
5. Mai: Solidarität mit General-Streik in Griechenland

In Wien: 16h vor griechischen Botschaft, Argentinierstraße 14, 1040

In Villach: 11 h Hauptplatz

* In Brussels, in front of the European Parliament.

* In Bilbao, in front of the Greek Consulate

* In London, in front of the Greek embassy.

* In Paris, in front of the representation of the EU

* In Berlin in front of the Chancellery.

* In Budapest in front of the Greek embassy.

The European social movements in solidarity with the Greek workers.

On Wednesday, May 5th, will not just be a day of general strike in
Greece, but an international day in solidarity with Greek workers.
Already trade unions and social movements from around the world condemn the barbaric anti-labor measures that the IMF, EU and the government impose. As time passes and the debt crisis is spreading to Portugal and Spain, it is proved that what has been noted from the first moment by both the alterglobal movement and progressive economists: The Greek crisis is an integral part of the global crisis over accumulation and the bankruptcy of the neoliberal financial capitalism. The internationalist solidarity and the coalition of workers in Europe and the world are more necessary than ever.

Also, an international solidarity initiative has opened up in a Facebook
page titled: „Can’t pay, Won’t pay: Solidarity with the people of Greece„. Already in the first hours there have been hundreds of messages of support from around the world.

On the 5th we are all in the streets – These measures will not be applied.

The Athens coordination of the Greek Social Forum
www.socialforum.gr

keine Kommentare am 4. Mai 2010

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+ + + Grüne/UG-Forderung jetzt auch bei Attac + + + Bedingungsloses Grundeinkommen + + +

Attac Österreich fordert bedingungsloses Grundeinkommen! Grüne/UG- Forderung gewinnt Verbündete.

Die Forderung der Grüne/UG aus dem AK-Wahlkampf letzten Jahres gewinnt Verbündete. Attac Österreich hat bei der Aktivist_innenversammlung vom 24. April in Salzburg mit großer Mehrheit beschlossen, das bedingungslose Grundeinkommen zu einer Attac-Forderung zu machen. Dies könnte eine der zentralen Weichenstellungen für die kommenden Jahre werden.

Das bedingungsloses Grundeinkommen ist eine individuell ausbezahlte Geldleistung als Rechtsanspruch, die weder an Arbeitsbereitschaft noch an Arbeitsnachweis gebunden ist. Sie sichert freie Tätigkeit, reduziert Bürokratie, stärkt die individuelle Freiheit, unterstützt sozial schwache Gruppen, honoriert unbezahlte Arbeit und garantiert soziale Teilhabe. Das Grundeinkommen liegt mindestens in Höhe der Armutsrisikoschwelle. Das sind in Österreich ca. 900 Euro pro Monat.

Das bedingungslose Grundeinkommen ist als einzige soziale Leistung tatsächlich bedarfsorientiert (alle die es brauchen erhalten es; alle die es nicht brauchen, bezahlen es netto über das Steuersystem). Es stärkt gewerkschaftliche Verhandlungsmacht und bietet die Möglichkeit, ein Wirtschaften ohne Wachstumszwang zu entwickeln. Ein Grundeinkomen muss mit dem Ausbau öffentlicher Gratisdienste und einer Solidarischen Ökonomie einhergehen. Eine andere Welt ist nicht nur möglich, sondern notwendig.

Presserückfragen: Grüne/UG-AK-Rat Andreas Exner, 0699 12 72 38 87
Website der Grüne/UG

keine Kommentare am 26. April 2010

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Die Forderung der Grüne/UG aus dem AK-Wahlkampf letzten Jahres gewinnt Verbündete. Attac Österreich hat bei der Aktivist_innenversammlung vom 24. April in Salzburg beschlossen, das bedingungslose Grundeinkommen zu einer Attac-Forderung zu machen.

Dies ist eine der schönsten und vor allem wichtigsten politischen Nachrichten der letzten Zeit. Es könnte eine der zentralen Weichenstellungen für die sozialen Auseinandersetzungen der kommenden Jahre werden.

Das bedingungsloses Grundeinkommen ist eine individuell ausbezahlte Geldleistung als Rechtsanspruch, die weder an Arbeitsbereitschaft noch an Arbeitsnachweis gebunden ist. Sie sichert freie Tätigkeit, honoriert unbezahlte Arbeit und garantiert soziale Teilhabe. Das Grundeinkommen liegt mindestens in Höhe der Armutsrisikoschwelle. Das sind in Österreich ca. 900 Euro pro Monat.

Das bedingungslose Grundeinkommen ist als einzige soziale Leistung tatsächlich bedarfsorientiert (alle die es brauchen erhalten es; alle die es nicht brauchen, bezahlen es netto über das Steuersystem). Es stärkt gewerkschaftliche Kämpfe und bietet die Grundlage für eine Ökologisierung der Wirtschaft weg vom Wachstumszwang. Ein Grundeinkomen muss mit dem Ausbau öffentlicher Gratisdienste und einer Solidarischen Ökonomie einhergehen. Eine andere Welt ist nicht nur möglich, sondern notwendig.

Mehr dazu hier.

Ein Artikel mit dem Titel „Antikapitalismus mit 2 Beinen. Solidarische Ökonomie und Grundeinkommen“ aus der AUGE/UG-Zeitschfit „Alternative“ aus Gewerkschaftssicht hier.

keine Kommentare am 25. April 2010

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Ort: Klagenfurt, Gemeindezentrum St. Rurpecht, Kinoplatz 3
Zeit: 7.Mai 2010, von 8:00 – 16:00

Migrationsbewegungen sollten als Chance zur Gestaltung des städtischen Lebens und von Bildungsprozessen begriffen werden.

Stadtteile, die durch Zuwanderung geprägt sind und in denen zunehmend Migrant/innen leben, werden im öffentlichen Diskurs häufig als „Problemviertel“ wahrgenommen. Dieser einseitige Blick führt dazu, dass wir wenig über solche Migrantenviertel wissen und die Ressourcen, die solche Stadtteile bergen, kaum zur Kenntnis nehmen.

Im rasanten Prozess der Globalisierung werden wir weiterhin mit einer extensiven kulturellen und historischen Vielfalt konfrontiert sein. Aus diesem Grund ist es zwingend erforderlich, sich mit dem Thema der alltäglich gewordenen Vielfalt auseinanderzusetzen. Mehrsprachigkeit, unterschiedliche Lebensstile, interkulturelle Kompetenzen und informelle Lernprozesse von StadtteilbewohnerInnen geben Aufschlüsse über mögliche Ansätze alltagsweltorientiert mit dem Thema Migration und Bildung umzugehen.

Was nun den Bereich der Gesundheit – der Begriff wird umfassend aufgefasst und bezieht die soziale Gesundheit mit ein – betrifft, so stellt sich die Aufgabe der Gesundheitsförderung prinzipiell in allen Gesellschaftsschichten. In Communities mit hohem Migrationsanteil aber in komplexerer Form. Die Rolle des Migrationsstatus als Ursachenkomponente für eine beeinträchtigte Gesundheit, muss differenziert gesehen werden. Gibt es doch eine Fülle von Faktoren, die z.T. mit Migration assoziiert, zum Teil davon unabhängig sind, die auf der Ebene des einzelnen wirksam werden. Gute Praxis, die Verhaltens und Verhältnis orientiert ist, soll daher kultursensitiv und differenzierend sein.

Wir hoffen, Sie bei unserer Tagung „RESSOURCEN IM BLICK“ begrüßen zu dürfen und freuen uns schon auf eine interessante Diskussion

Univ. Doz. Dr. Georg Spiel und Univ. Prof. Dr. Erol Yildiz

Eine Veranstaltung von pro mente: kinder jugend familie GmbH und der
Alpen Adria Universität Klagenfurt: Abteilung interkulturelle Bildung

Anmeldeschluss: 4.Mai

Mehr Infos hier.

Programm

Freitag, 7. Mai

08:00 Eintreffen, Begrüßungskaffee, Anmeldung

08:00 Eröffnung

Univ. Doz. Dr. Georg Spiel, Univ. Prof. Dr. Erol Yildiz

09:00 Referat: Ethnisch-verdichtete Stadtteile: Zwischen Belastungen und Potenzialen. Dipl. Soz. Wiss. Kenan Güngör
Dipl. Soz. Kenan Güngör

09:45 Referat: Migration als urbane Ressource am Beispiel St. Ruprecht. Univ. Prof. Dr. Erol Yildiz, Dipl. Päd. Marc Hill

10:30 Pause Internationale Köstlichkeiten

11:00 Referat: Informelle Bildungsprozesse Dr. phil. Angela Pilch-Ortega Hernandez

11:45 Referat: Psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund Univ. Doz. Dr. Georg Spiel, MMag. Birgit Ebner

12:30 Mittagessen

13:30 Referat: Migration und Gesundheit Univ. Prof. Dr. Konrad Pillwein

14:15 Podiumsdiskussion:

Moderation: Jochen Bendele
DiskussionspartnerInnen:
Dipl. Päd. Direktorin Ilse Fina (Volksschule St. Ruprecht)
Dr. Erika Schulze (Universität Köln)
Ao. Univ. Prof. Mag. Dr. Georg Gombos (Universität Klagenfurt)
Univ. Doz. Dr. Georg Spiel (pro mente: kinder jugend familie GmbH)
Univ. Prof. Dipl. Päd. Dr. Stephan Sting (Universität Klagenfurt)
Dr. Heidemarie Wagner-Rief (Landesschulärztin)

15:45 Pause Internationale Köstlichkeiten

16:00 Zusammenfassung – Tagungsergebnisse

Univ. Doz. Dr. Georg Spiel, Univ. Prof. Dr. Erol Yildiz

Eintritt € 40,– / Student/innen € 10,–
Tagungsgebühr beinhaltet: Internationale Köstlichkeiten in der Pause und ein Mittagessen

Anmeldung und Auskunft (Anmeldeschluss 04. Mai)
pro mente: kinder jugend familie GmbH.
MMag. Birgit Ebner
Villacher Straße 161, 9020 Klagenfurt
Tel.: +43(0) 463 / 55112, Fax: +43(0) 463 / 50 12 56
www.promente-kijufa.at; E-Mail: office@promente-kijufa.at

keine Kommentare am 23. April 2010

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Termin: 30.4.2010, um 17:00 Uhr
Ort: Hörsaal B (Südtrakt) der Universität Klagenfurt

Veranstaltung zum „Bedingungslosen Grundeinkommen“ mit Prof. Götz Werner, Gründer der DM-Drogeriemärkte. Im Anschluss an seinen Vortrag findet ein „Podiumsdiskurs“ mit Teilnehmer_innen aus den Bereichen Gesellschaftspolitik und Wirtschaft statt, bei der es um eine sachliche gegenseitige Information sowie um eine Erörterung der Voraussetzungen, Rahmenbedingungen und Folgen des Grundeinkommens gehen soll. Eingeladen sind alle Interessierte, Eintritt frei.

Veranstaltungslink hier.

Das bedingungslose Grundeinkommen ist eine individuell ausbezahlte Geldleistung, mindestens in Höhe der Armutsgefährdungsschwelle, also in Österreich ca. 900 Euro pro Monat, die allen dauerhaft Wohnhaften als Rechtsanspruch zusteht. Es ermöglicht in Freiheit tätig zu sein, schützt gegen Krisen und stärkt gewerkschaftliche Kämpfe. Die Grüne/UG fordert das bedingungslose Grundeinkommen seit dem AK-Wahlkampf letzten Jahres.

4 Kommentare am 23. April 2010

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Im Zuge der neoliberalen Privatisierungsangriffe und noch verstärkt durch die Krise des Kapitals, die sich seit 2008 entwickelt, stehen öffentliche Güter und Dienstleistungen unter Beschuss. Im besonderem Maße trifft dies den Gesundheitsbereich. Die Grüne/UG tritt dagegen auf, auch im LKH Klagenfurt, wo David Dapra als Betriebsrat aktiv ist und AK-Rätin Daniela Deutsch arbeitet.

Martin Rümmele hat 2009 ein Buch zur Zukunft der Gesundheit geschrieben und sagt, wie das soziale System zu retten ist.

Er stellt das Buch auf Einladung der Thalia-Buchhandlung in Klagenfurt vor und seine Thesen zur Diskussion.

Ort: City Arkaden, St.Veiter Ring 20
Zeit: Dienstag 27.04.2010, 18:00

Veranstaltungsankündigung hier.

Martin Rümmele, Andreas Feiertag. Zukunft Gesundheit. So retten wir unser soziales System. Orac Verlag, 2009.

keine Kommentare am 14. April 2010

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